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Medizin studieren in Deutschland: alle medizinischen Fakultäten im Überblick

In Deutschland bilden rund 40 medizinische Fakultäten Ärztinnen und Ärzte aus — die meisten davon an staatlichen Universitäten mit eigenem Universitätsklinikum, dazu eine wachsende Zahl privater Hochschulen ohne NC. Dieses Lexikon erklärt Zulassung, Voraussetzungen, Kosten sowie Stärken und Schwächen des Studiums in Deutschland und stellt jede Fakultät einzeln vor.

40
medizinische Fakultäten in Deutschland
37
Universitätsklinika als Ausbildungsstätten
10.219
staatliche Studienplätze pro Jahr
3,0
Bewerbungen je Studienanfänger
Kostenlose Studienberatung: Medizin ohne NC

Hinweis: Die Medizinerschmiede berät zum NC-freien Medizinstudium im In- und Ausland. Wir übernehmen keine Bewerbung über hochschulstart und vermitteln keine Plätze an deutschen staatlichen Fakultäten.

Auf den Punkt gebracht
  • Studienplätze in Humanmedizin werden bundesweit über hochschulstart.de vergeben: bis zu 20 Prozent vorab, danach 30 Prozent Abiturbestenquote, 10 Prozent zusätzliche Eignungsquote und 60 Prozent Auswahlverfahren der Hochschulen.
  • Wartesemester spielen keine Rolle mehr — die Wartezeitquote wurde nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2017 abgeschafft.
  • Im Wintersemester 2025/26 lagen die Auswahlgrenzen der Abiturbestenquote zwischen 779 und 878 Punkten, an Standorten wie der Charité oder Heidelberg durchgehend beim Notenäquivalent 1,0.
  • Der klassische TMS läuft aus: Der letzte reguläre Termin ist der 7. und 8. November 2026, ab Frühjahr 2027 folgt der TMSnat, der TMS und HAM-Nat zusammenführt.
  • An staatlichen Universitäten fallen keine Studiengebühren an, nur ein Semesterbeitrag von rund 72 bis 429 Euro. Private Hochschulen verlangen je nach Anbieter etwa 71.000 bis 132.000 Euro für das gesamte Studium, vergeben ihre Plätze dafür ohne NC.
  • Elf von sechzehn Bundesländern haben eine Landarztquote. Sie ist ein eigener Zugangsweg ohne Abiturnote, verpflichtet aber zu zehn Jahren hausärztlicher Tätigkeit in unterversorgten Gebieten.
Zulassung

Wie Studienplätze in Humanmedizin vergeben werden

Humanmedizin ist bundesweit zulassungsbeschränkt. Die Vergabe läuft zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung auf hochschulstart.de. Zuerst werden bis zu 20 Prozent der Plätze in Vorabquoten abgezogen — Härtefälle, Zweitstudium, bestimmte internationale Bewerbende und Sonderquoten wie die Landarztquote. Die übrigen 80 Prozent verteilen sich auf drei Quoten.

30 Prozent

Abiturbestenquote

Es zählt allein die Note der Hochschulzugangsberechtigung. Gebildet werden 16 Landesquoten nach dem Bundesland des Abiturs, die zu einer Bundesliste zusammengeführt werden. Bei Ranggleichheit entscheiden Dienst und Los. Die Ortspräferenzen ändern den Rangplatz nicht.

10 Prozent

Zusätzliche Eignungsquote

Schulnoten spielen hier keine Rolle. Gewertet werden ausschließlich schulnotenunabhängige Kriterien: Studieneignungstests wie TMS oder HAM-Nat, Auswahlgespräche, abgeschlossene Berufsausbildung, Berufstätigkeit und außerschulische Qualifikationen. Gerechnet wird in einem 100-Punkte-Modell.

60 Prozent

Auswahlverfahren der Hochschulen

Jede Fakultät kombiniert die Abiturnote mit weiteren Kriterien und gewichtet selbst. Für Humanmedizin sind mindestens zwei schulnotenunabhängige Kriterien vorgeschrieben. Deshalb lohnt es sich, die sechs Ortspräferenzen gezielt auf das eigene Profil abzustimmen.

Eignungstests: TMS, HAM-Nat und der neue TMSnat

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) wird in der Eignungsquote und in den Auswahlverfahren der Hochschulen gewertet, nie in der Abiturbestenquote. Er kostet 100 Euro, ist zweimal ablegbar und unbefristet gültig. Der HAM-Nat kostet 75 Euro und wird in Hamburg, Magdeburg und Greifswald eingesetzt. Wichtig für die Planung: Der letzte reguläre TMS findet am 7. und 8. November 2026 statt. Ab Frühjahr 2027 löst der TMSnat beide Tests ab — zu ihm sind alle Bewerbenden unabhängig von früheren Teilnahmen zugelassen.

Bewerbungsfristen im Regelfall

Wintersemester

Bewerbungsstart Ende April. Frist 31. Mai für Alt-Abiturienten, 15. Juli für Neu-Abiturienten. Koordinierungsphase bis Ende August, koordiniertes Nachrücken bis Ende September.

Sommersemester

Bewerbungsstart Anfang November, Frist 15. Januar. Koordinierungsphase bis Ende Februar, Nachrücken bis Ende März. Nicht alle Fakultäten nehmen zum Sommersemester auf.

Die Landarztquote

Die Landarztquote ist eine Vorabquote und wird nicht über hochschulstart, sondern über die jeweilige Landesstelle vergeben. Elf von sechzehn Bundesländern nutzen sie; ohne Landarztquote sind Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Ausgewählt wird ohne Abiturnote, meist über Eignungstest, Berufserfahrung und ein strukturiertes Interview. Der Preis dafür ist eine Bindung: zehn Jahre hausärztliche Tätigkeit in unterversorgten Gebieten nach Studium und Facharztweiterbildung, mit einer Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro. Auch dieser Weg ist umkämpft — in Nordrhein-Westfalen kamen über elf Auswahlrunden 4.825 Bewerbungen auf 1.043 Plätze.

Bundesland
Anteil bzw. Plätze
Start
Nordrhein-Westfalen
rund 7,8 Prozent, etwa 180 Plätze pro Jahr
2019/20
Bayern
bis zu 8 Prozent, dazu bis zu 1,8 Prozent ÖGD-Quote
2020/21
Mecklenburg-Vorpommern
7,8 Prozent, etwa 31 Plätze
2021/22
Hessen
7,8 Prozent, 65 Plätze
2022/23
Saarland
7,8 Prozent, 22 Plätze
2020/21
Sachsen
6,5 Prozent, 40 Plätze
2022/23
Rheinland-Pfalz
6,3 Prozent, 14 Plätze, dazu 3 Prozent Pädiatrie
2020/21
Thüringen
6 Prozent
2022/23
Sachsen-Anhalt
5 Prozent, 22 Plätze
2020/21
Baden-Württemberg
75 Plätze pro Jahr
2021/22
Niedersachsen
60 Plätze
2023/24

Die Prozentwerte weichen zwischen den offiziellen Landesportalen und Sekundärquellen leicht ab; maßgeblich sind die Landesgesetze und -verordnungen.

Voraussetzungen

Was du mitbringen musst — und wie das Studium aufgebaut ist

Formal brauchst du die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Ohne Abitur geht es über zwei Wege: eine Aufstiegsfortbildung wie Meister, Fachwirt oder staatlich geprüfter Techniker führt zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung; eine fachlich passende Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren plus in der Regel drei Jahren Berufserfahrung oder eine bestandene Eignungsprüfung führt zur fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung. Die Details regeln die Bundesländer unterschiedlich. Unterrichtssprache ist Deutsch; wer seine Hochschulzugangsberechtigung nicht auf Deutsch erworben hat, weist die Sprache auf C1-Niveau nach, etwa über DSH-2, TestDaF mit Stufe 4 in allen vier Teilen oder telc Deutsch C1 Hochschule.

Pflichtbestandteile nach der Approbationsordnung

Erste-Hilfe-Ausbildung

Theoretische Unterweisung und praktische Übung, nachzuweisen vor der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Eine feste Stundenzahl schreibt die Approbationsordnung nicht vor.

Krankenpflegedienst

Drei Monate, ableistbar vor Studienbeginn oder in der vorlesungsfreien Zeit, teilbar in drei Monatsabschnitte. Anrechenbar sind unter anderem Freiwilligendienste und abgeschlossene Pflege-, Hebammen- oder Rettungsdienstausbildungen.

Famulatur

Vier Monate in vier Abschnitten zwischen dem Ersten und dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, unter anderem in der ambulanten Versorgung und in einer hausärztlichen Praxis. Auslandsfamulaturen sind anrechenbar.

Der Weg vom ersten Semester bis zur Approbation

1
Vorklinik, Semester 1 bis 4
Anatomie, Physiologie, Biochemie, dazu Physik, Chemie und Biologie. Viele Fakultäten verzahnen inzwischen im Modellstudiengang klinische Inhalte von Anfang an.
2
Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, das Physikum
Schriftlich und mündlich-praktisch nach zwei Jahren. Im Herbst 2025 traten 7.444 Studierende an, die Durchfallquote lag bei 11,2 Prozent insgesamt und bei 5,2 Prozent in der Referenzgruppe.
3
Klinik, Semester 5 bis 10
Die klinischen Fächer, Blockpraktika, Untersuchungskurse und Famulaturen in der vorlesungsfreien Zeit.
4
Zweiter Abschnitt, das Hammerexamen
Rein schriftlich, nach dem zehnten Semester. Es gilt als die inhaltlich umfangreichste Prüfung des Studiums.
5
Praktisches Jahr
48 Wochen in drei Abschnitten zu je 16 Wochen: Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach, oft Allgemeinmedizin. Start nur in der zweiten Mai- oder Novemberhälfte, höchstens 30 Fehltage insgesamt.
6
Dritter Abschnitt und Approbation
Mündlich-praktisch am Ende des Praktischen Jahres. Danach wird die Approbation bei der Landesbehörde beantragt — ohne zusätzliche Staatsprüfung oder Vorbereitungsdienst. Regelstudienzeit insgesamt: sechs Jahre und drei Monate, mindestens 5.500 Stunden.
Ehrliche Einordnung

Vorteile und Nachteile des Medizinstudiums in Deutschland

Das deutsche Medizinstudium gehört zu den stabilsten und am besten ausgestatteten weltweit. Der Engpass liegt nicht in der Qualität, sondern am Eingang: Es gibt deutlich mehr geeignete Bewerber als Plätze.

Dafür spricht
  • Keine Studiengebühren an staatlichen Universitäten — nur ein Semesterbeitrag. Ausnahmen sind Baden-Württemberg für Studierende aus Nicht-EU-Staaten und das Zweitstudium.
  • Nach dem Dritten Abschnitt folgt die Approbation direkt, ohne zusätzliche Staatsprüfung und ohne Vorbereitungsdienst.
  • Der deutsche Abschluss wird EU-weit automatisch anerkannt und erfüllt die europäischen Mindestanforderungen von 5.500 Stunden über sechs Jahre.
  • 37 Universitätsklinika mit rund 190.000 Beschäftigten, zwei Millionen stationären und über zwölf Millionen ambulanten Behandlungen pro Jahr — ein dichtes Ausbildungsnetz auf Maximalversorgerniveau.
  • Die 40 medizinischen Fakultäten beschäftigen über 35.000 wissenschaftliche und ärztliche Mitarbeitende und werben jährlich mehr als 1,5 Milliarden Euro Drittmittel ein.
  • Die Promotion zum Dr. med. lässt sich anders als in fast allen anderen Fächern studienbegleitend beginnen und abschließen.
  • 70 Prozent der Plätze werden nicht rein über die Abiturnote vergeben; in der Eignungsquote zählen Schulnoten überhaupt nicht.
  • Zusätzliche Sonderwege wie Landarzt- und ÖGD-Quote sowie der Zugang für beruflich Qualifizierte ohne Abitur.
  • Das Deutschlandsemesterticket gilt bundesweit im Nahverkehr — praktisch für Famulaturen und PJ-Tertiale an anderen Orten.
Dagegen spricht
  • Sehr hohe Auswahlgrenzen: Im Wintersemester 2025/26 lagen sie zwischen 779 und 878 Punkten, an vielen Standorten beim Notenäquivalent 1,0.
  • Massiver Bewerberüberhang: 31.543 Bewerbungen zum Wintersemester 2025/26, rund drei Bewerbende je Studienanfänger.
  • Wartesemester bringen nichts mehr — ein Parkstudium verbessert die Chancen nicht.
  • Eignungstests kosten Geld und Monate an Vorbereitung; der TMS ist zudem nur zweimal ablegbar.
  • Der Systemwechsel zum TMSnat ab Frühjahr 2027 schafft Planungsunsicherheit, weil Erfahrungswerte und Material noch fehlen.
  • Die Kriterien unterscheiden sich von Fakultät zu Fakultät; die sechs Ortspräferenzen müssen strategisch gewählt werden.
  • Durch die 16 Landesquoten hängt die Chance vom Bundesland des Abiturs ab: In Rostock reichten mit bayerischer Hochschulzugangsberechtigung 782 Punkte, mit hessischer waren 819 nötig.
  • Die Landarztquote bindet zehn Jahre an eine Region, mit einer Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro — und ist selbst hoch umkämpft.
  • Die Studienplatzklage ist ein teurer Sonderweg: rund 1.650 Euro je Hochschule, bei mehreren Hochschulen entsprechend mehr.
  • Hohe Prüfungsdichte, feste PJ-Starttermine und wenig Spielraum für Nebentätigkeit.
  • Reformstau: Die seit 2017 geplante neue Approbationsordnung ist wegen des Finanzierungsstreits zwischen Bund und Ländern bis heute nicht umgesetzt.
Kosten

Was das Medizinstudium in Deutschland kostet

An staatlichen Universitäten gibt es keine Studiengebühren. Bezahlt wird ein Semesterbeitrag aus Verwaltungskostenbeitrag, Studierendenwerksbeitrag, Beitrag zur Studierendenschaft und meist dem Semesterticket. Die Spanne ist groß: In einer Erhebung unter den 40 größten deutschen Universitäten zum Wintersemester 2024/25 reichte sie von 72 Euro in Erlangen-Nürnberg bis 428,75 Euro in Hannover, im Mittel 272 Euro. Studiengebühren gibt es nur in Sonderfällen: In Baden-Württemberg zahlen Studierende aus Nicht-EU-Staaten 1.500 Euro und Zweitstudierende 650 Euro pro Semester.

Lebenshaltung

Die 22. Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks weist für das Sommersemester 2021 durchschnittliche Ausgaben von 842 Euro pro Monat aus, davon 410 Euro Warmmiete und 198 Euro Ernährung. Die Erhebung liegt vor der Inflationswelle ab 2022, die Werte sind also eher zu niedrig. Die 23. Sozialerhebung wurde 2025 erhoben, ist aber noch nicht veröffentlicht.

BAföG

Der Höchstsatz liegt 2026 bei 992 Euro im Monat: 475 Euro Grundbedarf, 380 Euro Wohnpauschale und 137 Euro Zuschlag zur Kranken- und Pflegeversicherung. Wer bei den Eltern wohnt, erhält bis zu 671 Euro. Zurückgezahlt wird nur die Hälfte, gedeckelt auf 10.010 Euro.

Private Hochschulen

Wer ohne NC an einer privaten Hochschule in Deutschland studiert, zahlt je nach Anbieter rund 71.000 bis 132.000 Euro für das gesamte Studium, in der Zahnmedizin teils mehr. Dazu kommen Bewerbungsgebühren und der Semesterbeitrag.

Zum Vergleich: Wer im europäischen Ausland NC-frei studiert, liegt je nach Standort deutlich darunter. Eine Einordnung dazu findest du im Überblick zu den Studiengebühren in Europa und im Kostenvergleich Ausland gegen Deutschland.

Staatlich

Alle staatlichen medizinischen Fakultäten in Deutschland

An diesen Universitäten führt das Studium zum deutschen Staatsexamen und zur Approbation. Studiengebühren fallen nicht an, die Vergabe läuft über hochschulstart.de. Die Zulassungszahlen schwanken von Jahr zu Jahr und weichen je nach Quelle leicht voneinander ab — sie sind hier als Größenordnung zu lesen. Ein Klick führt zur ausführlichen Seite der jeweiligen Fakultät.

RWTH Aachen
Aachen · Nordrhein-Westfalen
Modellstudiengang seit 2003 mit von Anfang an verzahnter Vorklinik und Klinik, rund 285 Plätze pro Jahr. Das Auswahlverfahren ist dreigeteilt und hat eine eigene Quote für Bewerber mit anerkannter Berufsausbildung. Uniklinik mit 1.600 Betten, Exzellenzuniversität seit 2019.
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Universität Augsburg
Augsburg · Bayern
Jüngste staatliche Fakultät Bayerns, Lehrbetrieb seit 2019, integrierter Modellstudiengang, Ausbau auf rund 168 Plätze. Schwerpunkte Medizinische Informatik und Umweltmedizin. Einziges Haus der Maximalversorgung in Bayerisch-Schwaben.
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Charité – Universitätsmedizin Berlin
Berlin
Gemeinsame Fakultät von Humboldt-Universität und Freier Universität, Modellstudiengang seit 2010, rund 318 Plätze. Im Auswahlverfahren zählt der TMS deutlich stärker als die Abiturnote. Mit 3.293 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas.
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Medizinische Fakultät OWL, Universität Bielefeld
Bielefeld · Nordrhein-Westfalen
Lehrbetrieb seit dem Wintersemester 2021/22, Modellstudiengang mit Schwerpunkt auf ambulanter und hausärztlicher Versorgung, Interprofessionalität und digitaler Medizin. Kein eigenes Klinikum, sondern der Verbund Universitätsklinikum OWL.
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Ruhr-Universität Bochum
Bochum · Nordrhein-Westfalen
Integrierter Reformstudiengang seit 2013, rund 350 Plätze. Einziger Standort mit dem dezentralen Bochumer Modell: Die klinische Lehre findet an mehreren nicht-staatlichen Kliniken des Ruhrgebiets statt statt an einem zentralen Universitätsklinikum.
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Universität Bonn
Bonn · Nordrhein-Westfalen
Regelstudiengang mit rund 300 bis 335 Plätzen; in der Eignungsquote zählt ausschließlich der TMS. Exzellenzuniversität mit sechs Clustern, Universitätsklinikum mit 1.341 Betten. Der Kooperationsstandort Siegen gehört zum Bonner Studiengang.
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Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem
Cottbus · Brandenburg
Die jüngste staatliche Medizinuniversität Deutschlands. Der Studiengang Humanmedizin startet zum Wintersemester 2026/27 mit 36 Studierenden; im Endausbau sind 200 Erstsemesterplätze pro Jahr geplant. Grundlagen und Klinik werden durchgängig integriert unterrichtet.
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TU Dresden, Fakultät Carl Gustav Carus
Dresden · Sachsen
Regelstudiengang mit problemorientiertem Lernen (DIPOL), rund 230 Plätze, dazu der eigene Modellstudiengang MEDiC am Medizincampus Chemnitz mit Auswahlgespräch. Exzellenzuniversität, Klinikum mit 1.410 Betten und supramaximaler Versorgung.
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Universität Duisburg-Essen
Essen · Nordrhein-Westfalen
Regelstudiengang mit rund 226 Plätzen. Klares Profil in Onkologie mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, dazu Transplantation und Herz-Kreislauf. Standort des Westdeutschen Protonentherapiezentrums, Klinikum mit 1.291 Planbetten.
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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Düsseldorf · Nordrhein-Westfalen
Modellstudiengang seit 2013, kompetenzorientiert mit rund zehn Prozent Wahlanteil, und mit rund 400 Plätzen einer der größten Jahrgänge bundesweit. Abiturnote und TMS werden im Hauptverfahren gleich gewichtet.
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FAU Erlangen-Nürnberg
Erlangen · Bayern
Regelstudiengang mit Zulassung zum Winter- und Sommersemester. Daneben der eigene Studiengang Medizin Erlangen/Bayreuth: Vorklinik in Erlangen, klinischer Abschnitt am Medizincampus Oberfranken in Bayreuth. Klinikum mit 1.462 Planbetten.
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Goethe-Universität Frankfurt
Frankfurt am Main · Hessen
Regelstudiengang mit rund 383 Plätzen; in der Eignungsquote zählt fast ausschließlich der TMS. Erste Stiftungsuniversität Deutschlands, Schwerpunkte Neurowissenschaften, Onkologie und Herz-Kreislauf, einzige Lebertransplantationseinrichtung Hessens.
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Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Freiburg im Breisgau · Baden-Württemberg
Regelstudiengang mit rund 350 Plätzen. Fakultät von 1457, Klinikum mit rund 2.189 Planbetten auf 110 Stationen und damit eines der größten Deutschlands. Onkologisches Spitzenzentrum seit 2006.
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Justus-Liebig-Universität Gießen
Gießen · Hessen
Regelstudiengang mit Simulationszentrum und longitudinalem Kommunikationstraining, rund 180 Plätze. Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg ist das einzige vollständig privatisierte Uniklinikum Deutschlands. Exzellenzcluster zu Herz und Lunge.
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Universitätsmedizin Göttingen
Göttingen · Niedersachsen
Regelstudiengang mit rund 180 Plätzen; im Hauptverfahren zählt die Abiturnote vergleichsweise stark. Einziger Maximalversorger Südniedersachsens, Schwerpunkte Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf und Onkologie.
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Universitätsmedizin Greifswald
Greifswald · Mecklenburg-Vorpommern
Regelstudiengang mit der sogenannten Lernspirale, rund 196 Plätze. Bundesweit ungewöhnlich: 90 Prozent der Plätze im Auswahlverfahren der Hochschule werden über ein Auswahlgespräch vergeben — ein echter Sonderweg für Bewerber ohne Spitzenabitur.
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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Halle (Saale) · Sachsen-Anhalt
Seit 2003 reformierter Regelstudiengang mit früher Verflechtung von Vorklinik und Klinik, rund 223 Plätze. Größtes Krankenhaus Sachsen-Anhalts mit rund 1.000 Betten; Schwerpunkte Signaltransduktion sowie Epidemiologie und Pflegeforschung.
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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Hamburg
Modellstudiengang iMED mit rund 364 Plätzen. Statt des TMS zählt hier der HAM-Nat beziehungsweise der HAM-SJT; ab Frühjahr 2027 löst der TMSnat den HAM-Nat ab. UKE mit über 1.800 Betten, Exzellenzuniversität seit 2019.
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Medizinische Hochschule Hannover
Hannover · Niedersachsen
Eigenständige Hochschule statt Fakultät einer Universität, Modellstudiengang HannibaL, rund 320 Plätze. In der Eignungsquote wiegt eine abgeschlossene Berufsausbildung so schwer wie an keinem anderen Standort. Größtes Transplantationszentrum Deutschlands.
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Universität Heidelberg
Heidelberg · Baden-Württemberg
HeiCuMed, ein modularisiertes Curriculum mit Forschungssemester, rund 350 Plätze. Älteste durchgehend lehrende Universität Deutschlands, Klinikum mit 2.599 Betten. In einer der beiden Eignungsquoten entscheidet allein das Auswahlgespräch.
Zur Fakultät
Universität des Saarlandes
Homburg (Saar) · Saarland
Regelstudiengang mit rund 298 Plätzen und dreigeteiltem Auswahlverfahren. Größtes Krankenhaus des Saarlandes mit Zentrum für Organ- und Stammzelltransplantation. Vorklinik und Klinik liegen in Homburg, der Hauptcampus rund 30 Kilometer entfernt in Saarbrücken.
Zur Fakultät
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Jena · Thüringen
JENOS, ein reformierter Regelstudiengang mit neigungsorientierten Studienzweigen ab dem sechsten Semester. Rund 286 Plätze, aber eines der abiturlastigsten Auswahlverfahren bundesweit. Einziger Standort der Universitätsmedizin in Thüringen, Schwerpunkt Sepsisforschung.
Zur Fakultät
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Kiel · Schleswig-Holstein
Regelstudiengang mit kleinen Lerngruppen, frühem Praxisbezug und ausgebautem E-Learning, rund 205 Plätze. Teil des UKSH, des einzigen Maximalversorgers Schleswig-Holsteins; Exzellenzcluster zu chronischer Entzündung.
Zur Fakultät
Universität zu Köln
Köln · Nordrhein-Westfalen
Modellstudiengang seit 2003 mit SkillsLab und dem longitudinalen Patientenbegleitprogramm StudiPat, rund 194 Plätze. Abiturnote und TMS werden etwa gleich gewichtet. Uniklinik mit 1.522 Betten, Schwerpunkte Onkologie und Infektionsforschung.
Zur Fakultät
Universität Leipzig
Leipzig · Sachsen
Regelstudiengang mit rund 344 Plätzen, dazu 54 Plätze in der Zahnmedizin. Zweitälteste durchgehend bestehende medizinische Fakultät Deutschlands, Klinikum mit 1.451 Betten. Schwerpunkte Zivilisationskrankheiten und klinische Regeneration.
Zur Fakultät
Universität zu Lübeck
Lübeck · Schleswig-Holstein
Regelstudiengang mit Längsschnittcurricula und rund 192 Plätzen, keine Zahnmedizin. Profil Infektion und Entzündung, Gehirn-Hormone-Verhalten sowie Biomedizintechnik. Aus einer Medizinischen Akademie hervorgegangen, seit 2015 Stiftungsuniversität.
Zur Fakultät
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Magdeburg · Sachsen-Anhalt
Regelstudiengang mit rund 196 Plätzen. Einer der wenigen Standorte, die statt des TMS den HAM-Nat einsetzen — bundesweit wird dieser ab Frühjahr 2027 vom TMSnat abgelöst. Schwerpunkte Neurowissenschaften sowie Immunologie und molekulare Entzündungsmedizin.
Zur Fakultät
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Mainz · Rheinland-Pfalz
Regelstudiengang mit Beginn zum Winter- und zum Sommersemester, zusammen rund 447 Plätze. Einziges Universitätsklinikum in Rheinland-Pfalz; der klinische Abschnitt ist auch am Medizincampus Trier möglich. Schwerpunkte Immuntherapie, Herz-Kreislauf-Forschung und Neurowissenschaften.
Zur Fakultät
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Mannheim · Baden-Württemberg
Modellstudiengang MaReCuM, modular und krankheitsbildorientiert, rund 270 Plätze, Start nur zum Wintersemester. Zweite medizinische Fakultät der Universität Heidelberg mit eigenem Profil in Medizintechnologie und vaskulärer Medizin.
Zur Fakultät
Philipps-Universität Marburg
Marburg · Hessen
Regelstudiengang mit rund 302 Plätzen, Fakultät seit 1527. Ein Teil des Jahrgangs absolviert die Semester sieben bis zehn am Campus Fulda. Standort des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, des einzigen Uniklinikums in privater Trägerschaft.
Zur Fakultät
Ludwig-Maximilians-Universität München
München · Bayern
Mit rund 876 Plätzen der größte medizinische Ausbildungsstandort Deutschlands. Reformcurriculum MeCuM; die Vorklinik wird gemeinsam mit der TU München organisiert, die Verteilung in den klinischen Abschnitt erfolgt im Verhältnis 60 zu 40. Exzellenzuniversität.
Zur Fakultät
Technische Universität München
München · Bayern
Regelstudiengang mit Spiralcurricula zu Clinical Reasoning und Clinical Skills, Simulationsunterricht und Portfolio im Praktischen Jahr. Klinikum rechts der Isar als Haus der Supramaximalversorgung. Exzellenzuniversität, stark translational ausgerichtet.
Zur Fakultät
Universität Münster
Münster · Nordrhein-Westfalen
Regelstudiengang mit rund 292 Plätzen, dazu Zahnmedizin und Hebammenwissenschaft. Münster betreibt seit 2007 eines der ersten Studienhospitäler Deutschlands für strukturierten Unterricht mit Simulationspatienten; für Forschungsinteressierte gibt es den Begleitstudiengang Experimentelle Medizin.
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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Oldenburg · Niedersachsen
European Medical School Oldenburg-Groningen — der einzige grenzüberschreitende Modellstudiengang Deutschlands, 120 Plätze, mit der Möglichkeit eines zusätzlichen niederländischen Abschlusses. Kein einzelnes Uniklinikum, sondern 27 Universitätskliniken an vier Trägerhäusern.
Zur Fakultät
Universität Regensburg
Regensburg · Bayern
Regelstudiengang mit klassischer Trennung von Vorklinik und Klinik, rund 233 Plätze. Zusätzlich der MedizinCampus Niederbayern, an dem der klinische Abschnitt in Landshut, Passau, Straubing und Deggendorf absolviert wird.
Zur Fakultät
Universität Rostock
Rostock · Mecklenburg-Vorpommern
Regelstudiengang mit rund 215 Plätzen; in der Eignungsquote zählt allein der TMS. Profil Health Tech Medicine mit Schwerpunkt Medizintechnik. Älteste Universität im Ostseeraum, größter Maximalversorger des Landes.
Zur Fakultät
Eberhard Karls Universität Tübingen
Tübingen · Baden-Württemberg
Regelstudiengang mit rund 357 Plätzen. Drei Exzellenzcluster, fünf Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung und 141,5 Millionen Euro Drittmittel, Klinikum mit 1.658 Betten. Die genaue Gewichtung von Abiturnote und TMS regelt die Auswahlsatzung, die jährlich neu veröffentlicht wird.
Zur Fakultät
Universität Ulm
Ulm · Baden-Württemberg
Regelstudiengang mit rund 355 Plätzen. Jüngste der vier baden-württembergischen Universitätsmedizinen, gegründet 1967. Schwerpunkte Alternsforschung, Hämato-Onkologie, Neurodegeneration und multidisziplinäre Traumaforschung.
Zur Fakultät
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Würzburg · Bayern
Regelstudiengang mit Beginn zum Winter- und Sommersemester, rund 321 Plätze, dazu 111 in der Zahnmedizin. Strukturierte Clinician-Scientist-Programme, Klinikum mit rund 1.460 Betten und rund 71 Millionen Euro Drittmitteln.
Zur Fakultät
Privat

Private Hochschulen mit Humanmedizin in Deutschland

Private Hochschulen vergeben ihre Studienplätze nicht über hochschulstart und nicht nach Abiturnote, sondern über eigene Auswahlverfahren aus Test und Gespräch. Wer die Zusage bekommt, studiert in Deutschland auf Staatsexamen und bekommt am Ende dieselbe Approbation — bezahlt dafür aber das gesamte Studium selbst. Die Spanne reicht von rund 71.000 Euro bis über 130.000 Euro; in der Zahnmedizin liegt sie höher. Alle hier genannten Anbieter nehmen 2026 Bewerbungen an.

Universität Witten/Herdecke
Witten · Nordrhein-Westfalen · Staatsexamen
Älteste deutsche Privatuniversität mit Medizin, staatlich anerkannt seit 1982, vom Wissenschaftsrat 2024 für die maximale Dauer von zehn Jahren reakkreditiert. Humanmedizin ab dem Wintersemester 2026/27 für 1.280 Euro im Monat, also 76.800 Euro gesamt, wahlweise über den einkommensabhängigen Umgekehrten Generationenvertrag. Kein NC, aber sechs Monate Pflegepraktikum vor der Bewerbung und ein Auswahltag in Präsenz.
Zur Hochschule
Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Neuruppin und Brandenburg an der Havel · Staatsexamen
Getragen von kommunalen Kliniken und der Diakonie, gegründet 2014, vom Wissenschaftsrat 2024 für fünf Jahre akkreditiert. Brandenburger Modellstudiengang, ab dem Sommersemester 2026 84 Plätze pro Semester, Gesamtkosten 118.000 Euro. Zahnmedizin seit 2024 für 132.000 Euro. Auswahl über Motivationsschreiben und Auswahltag, unter Bedingungen auch ohne Abitur.
Zur Hochschule
MSH Medical School Hamburg
Hamburg, klinisch Schwerin · Staatsexamen
Humanmedizin seit 2019, rund 90 Plätze pro Semester; ab Oktober 2026 kommen über die Kooperation mit Asklepios 75 weitere Plätze pro Semester ab dem fünften Fachsemester dazu. 1.500 Euro im Monat in den ersten zehn Semestern, 300 Euro im Praktischen Jahr. Der Studiengang ist nach WFME-Standards akkreditiert, was den Weg zum USMLE offenhält.
Zur Hochschule
MSB Medical School Berlin
Berlin, klinisch Berlin-Buch · Staatsexamen
Humanmedizin staatlich anerkannt seit 2020, rund 90 Plätze pro Semester, 1.500 Euro im Monat und 300 Euro im Praktischen Jahr. Auswahl zu 25 Prozent über einen schriftlichen Test und zu 75 Prozent über ein Einzelgespräch mit Fallsimulation. Klinische Ausbildung vollständig am Helios Klinikum Berlin-Buch.
Zur Hochschule
HMU Health and Medical University Potsdam
Potsdam · Brandenburg · Staatsexamen
Staatlich anerkannt seit 2019, Studienbetrieb seit dem Wintersemester 2020/21, klinische Ausbildung am Klinikum Ernst von Bergmann. 1.500 Euro im Monat, 300 Euro im Praktischen Jahr. Auswahl über einen 90-minütigen Test und ein Interview mit Fallsimulation, Studienbeginn im April und Oktober.
Zur Hochschule
HMU Health and Medical University Erfurt
Erfurt · Thüringen · Staatsexamen
Staatlich anerkannt seit 2021, klinische Ausbildung am Helios Klinikum Erfurt. Seit dem Wintersemester 2025/26 auch Zahnmedizin — einer von bundesweit nur drei privaten Zahnmedizin-Standorten — für 2.190 Euro im Monat. Humanmedizin 1.500 Euro im Monat.
Zur Hochschule
HMU Campus Düsseldorf/Krefeld
Düsseldorf, klinisch Krefeld · Staatsexamen
Neuester HMU-Standort im Rheinland, Studienstart Humanmedizin zum Wintersemester 2025. Vorklinik im Düsseldorfer Medienhafen, klinischer Abschnitt am Helios Klinikum Krefeld. 1.500 Euro im Monat, 300 Euro im Praktischen Jahr, Auswahl über Test und Einzelgespräch.
Zur Hochschule
HMU Campus München
München · Bayern · Staatsexamen
Vierter Medizin-Campus der HMU, Studienstart Humanmedizin ab Oktober 2026. Die klinischen Semester fünf bis zehn finden an Helios-Häusern in Oberbayern statt. 1.500 Euro im Monat, 300 Euro im Praktischen Jahr, Auswahl über Test und Einzelgespräch.
Zur Hochschule
Sonderformen

Kooperationsstandorte und Studiengänge mit ausländischem Abschluss

Nicht jeder Medizinstudienplatz in Deutschland führt zum deutschen Staatsexamen. Einige Anbieter unterrichten in Deutschland, der Abschluss kommt aber aus einem anderen Land. Das ist völlig legal und in der EU in der Regel automatisch anerkannt — die Unterschiede muss man aber kennen, bevor man unterschreibt. Dazu kommen Außenstandorte staatlicher Fakultäten, an denen der klinische Abschnitt in einer anderen Stadt stattfindet.

Studium in Deutschland, Abschluss aus dem Ausland

Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Campus Nürnberg
Nürnberg · österreichischer Abschluss
Zweigniederlassung der österreichischen PMU Salzburg, seit 2014 in Nürnberg, 55 Plätze pro Jahr, rund 21.930 Euro pro Jahr. Kein deutsches Staatsexamen — der Abschluss kommt aus Österreich, die Approbation läuft über die EU-Anerkennung. Ganzjähriger Studienbetrieb, Curriculum an US-Medical-Schools orientiert.
UMCH – Universitätsmedizin Neumarkt am Mieresch, Campus Hamburg
Hamburg · rumänischer Abschluss
Deutscher Campus der staatlichen rumänischen UMFST Târgu Mureș, seit 2019, 150 Plätze pro Jahr, komplett englischsprachig. Der Abschluss ist ein rumänischer MD mit automatischer EU-Anerkennung. Preislich der teuerste Anbieter im Feld; ab dem dritten Jahr ist die Klinikphase in Rumänien deutlich günstiger.
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Asklepios Campus Hamburg der Semmelweis Universität
Hamburg · ungarischer Abschluss
Reiner Klinik-Campus für Quereinsteiger: Einstieg erst nach bestandener Vorklinik beziehungsweise Physikum, dann der klinische Abschnitt in Kleingruppen an Hamburger Asklepios-Kliniken. 8.900 Euro pro Semester, insgesamt rund 71.200 Euro. Der Abschluss kommt von der Semmelweis Universität Budapest.
European University Cyprus, Campus Frankfurt
Frankfurt am Main · zypriotischer Abschluss
Medizinstudium in Frankfurt mit dem Abschluss der European University Cyprus. EU-Abschluss und damit automatische Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG, kein deutsches Staatsexamen.
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Universität Osijek am AMEOS Klinikum Halberstadt
Halberstadt · kroatischer Abschluss
Medizinstudium in Sachsen-Anhalt mit dem Abschluss der kroatischen Universität Osijek. EU-Abschluss mit automatischer Anerkennung, klinische Ausbildung am AMEOS Klinikum vor Ort.
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Kassel School of Medicine
Kassel und Southampton · britischer Abschluss
Deutsch-britisches Modell in Trägerschaft der kommunalen Gesundheit Nordhessen: die ersten beiden Jahre in Southampton, die Jahre drei bis fünf am Klinikum Kassel. Rund 24 Plätze pro Jahrgang, 19.500 Euro pro Studienjahr. Der Abschluss ist ein britischer BMBS; die Gleichwertigkeit bescheinigt das Land Hessen, danach folgt ein Foundation Year in Deutschland.
Vorsicht bei rein digitalen Angeboten
Beim maltesischen Anbieter EDU, dessen Theorie digital stattfindet und dessen klinische Rotationen an deutschen Partnerkliniken laufen, hat die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen die automatische EU-Anerkennung verneint: EDU ist keine Universität im Sinne der Richtlinie, und die Ausbildung ist mit dem Master nicht abgeschlossen. Die Bundesärztekammer hatte bereits 2018 vor ungeklärten Fragen gewarnt. Wer dort einsteigt, sollte den Weg zur deutschen Approbation vorher schriftlich mit der zuständigen Landesbehörde klären.

Außenstandorte staatlicher Fakultäten

Medizincampus Oberfranken, Bayreuth
Bayreuth · Abschluss über die FAU Erlangen-Nürnberg
Rund 55 Plätze im Studiengang Medizin Erlangen/Bayreuth: vier Semester Vorklinik in Erlangen, sechs Semester Klinik am Klinikum Bayreuth. Eigenes Zulassungsverfahren über hochschulstart, aber dieselben Kriterien wie in Erlangen.
Medizincampus Chemnitz (MEDiC)
Chemnitz · Abschluss über die TU Dresden
Eigener Modellstudiengang der TU Dresden mit rund 50 Plätzen und einem zusätzlichen Auswahlgespräch. Die klinische Ausbildung findet am Klinikum Chemnitz statt.
MedizinCampus Niederbayern
Landshut, Passau, Straubing, Deggendorf · Abschluss über Regensburg
Der klinische Abschnitt des Regensburger Studiengangs wird an vier niederbayerischen Klinika angeboten. Zum Start des Programms nahmen 110 Studierende teil.
Medizincampus Trier
Trier · Abschluss über die Universitätsmedizin Mainz
Außenstelle der Universitätsmedizin Mainz für den klinischen Abschnitt. Eingeschrieben sind die Studierenden in Mainz.
Kooperation Bonn-Siegen
Siegen · Abschluss über die Universität Bonn
Keine eigene Fakultät: Die Studierenden sind im Bonner Studiengang eingeschrieben, Siegen stellt Lehrkrankenhäuser und Wahlangebote mit Schwerpunkt auf der Versorgung im ländlichen Raum.
Einordnung

Die bekanntesten Fakultäten kurz erklärt

Eine offizielle Rangliste der deutschen Medizinfakultäten gibt es nicht. Was es gibt, sind Forschungskennzahlen, Exzellenzstatus, Klinikgröße und internationale Rankings — und die messen Forschung, nicht die Qualität der Lehre. Für die ärztliche Ausbildung gilt bundesweit dieselbe Approbationsordnung, und die Approbation ist überall dieselbe. Diese Auswahl erklärt deshalb, wofür die bekanntesten Häuser stehen — nicht, welches das beste ist.

Heidelberg

Älteste durchgehend lehrende Universität Deutschlands, 33 Nobelpreisträger, Exzellenzuniversität. Das Klinikum ist mit 2.599 Betten das drittgrößte des Landes. In internationalen Rankings steht Heidelberg regelmäßig an der Spitze der deutschen Medizin — entsprechend hoch sind die Auswahlgrenzen.

Charité Berlin

1710 gegründet, heute die gemeinsame Fakultät von Humboldt-Universität und Freier Universität und mit 3.293 Betten eine der größten Universitätskliniken Europas. Vier Campus, Exzellenzcluster NeuroCure, Berlin Institute of Health. Für Bewerber interessant: Der TMS wiegt hier deutlich schwerer als die Abiturnote.

LMU München

Der größte Ausbildungsstandort des Landes mit rund 876 Plätzen pro Jahr und eines der forschungsstärksten Zentren Europas: alle acht Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung, sieben Sonderforschungsbereiche, 16 ERC-Grants. In der Exzellenzstrategie 2026 erneut bestätigt.

TU München

Klinikum rechts der Isar als Haus der Supramaximalversorgung, stark translational ausgerichtet, über 91 Millionen Euro Drittmittel. Die Vorklinik teilt sich die TUM mit der LMU; die Verteilung in den klinischen Abschnitt richtet sich nach dem Physikumsergebnis. Ebenfalls 2026 als Exzellenzuniversität bestätigt.

Tübingen

Drei Exzellenzcluster, fünf Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung und 141,5 Millionen Euro Drittmittel. Profil in Onkoimmunologie, Neurowissenschaften und Infektionsforschung. Das Universitätsklinikum zählt 1.658 Betten und gehört zu den forschungsstärksten Häusern des Südwestens.

Freiburg

Fakultät von 1457, Klinikum mit rund 2.189 Planbetten und nach Ärztezahl eines der vier größten Universitätsklinika Deutschlands. Das Comprehensive Cancer Center ist seit 2006 als onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet.

MHH Hannover

Keine Fakultät, sondern eine eigenständige Hochschule, und das größte Transplantationszentrum Deutschlands. Der Modellstudiengang HannibaL ist berufsorientiert aufgebaut. Wer eine abgeschlossene Ausbildung im Gesundheitsbereich mitbringt, hat hier bundesweit die besten Karten in der Eignungsquote.

RWTH Aachen

Exzellenzuniversität, Modellstudiengang seit 2003 und mit rund 285 Plätzen ein großer Jahrgang. Das Klinikgebäude ist einer der größten zusammenhängenden Krankenhausbauten Europas und steht seit 2008 unter Denkmalschutz.

UKE Hamburg

Modellstudiengang iMED, Exzellenzuniversität mit vier Clustern, über 1.800 Betten und rund 3.400 Medizin- und Zahnmedizinstudierenden. Der Sonderweg im Auswahlverfahren ist der HAM-Nat — wer sich hier bewirbt, plant einen anderen Test ein als im Rest der Republik.

Bonn

Die in der Exzellenzstrategie erfolgreichste deutsche Universität mit sechs Exzellenzclustern. Regelstudiengang, Klinikum mit 1.341 Betten und 40 Kliniken. In der Eignungsquote zählt ausschließlich der TMS — gut für alle, die dort stark abschneiden.

FAQ

Häufige Fragen zum Medizinstudium in Deutschland

Wie viele medizinische Fakultäten gibt es in Deutschland?
Der Medizinische Fakultätentag zählt 40 stimmberechtigte medizinische Fakultäten. Dazu kommen 37 Universitätsklinika als Ausbildungsstätten sowie mehrere private Hochschulen und Kooperationsstandorte mit ausländischem Abschluss. Mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus kommt zum Wintersemester 2026/27 ein weiterer staatlicher Standort dazu.
Welchen NC brauche ich für Medizin?
Einen festen NC gibt es nicht. In der Abiturbestenquote lagen die Auswahlgrenzen zum Wintersemester 2025/26 zwischen 779 und 878 Punkten auf der 900er-Skala, an vielen Standorten beim Notenäquivalent 1,0. Entscheidend ist auch das Bundesland deines Abiturs, weil zuerst 16 Landesquoten gebildet werden. Über die Eignungsquote und die Auswahlverfahren der Hochschulen werden aber 70 Prozent der Plätze nicht rein nach Note vergeben.
Bringen Wartesemester noch etwas?
Nein. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2017 wurde die Wartezeitquote abgeschafft und durch die zusätzliche Eignungsquote ersetzt. Wartesemester werden nicht mehr berücksichtigt. Ein Parkstudium verbessert die Chancen auf einen Medizinstudienplatz in Deutschland nicht.
Was ändert sich mit dem TMSnat?
Der klassische TMS wird ein letztes Mal am 7. und 8. November 2026 angeboten. Ab Frühjahr 2027 folgt der TMSnat, der TMS und HAM-Nat zusammenführt. Zum TMSnat sind alle Bewerbenden zugelassen, unabhängig davon, ob und wie oft sie früher am TMS teilgenommen haben. Wer 2026 noch den TMS schreibt, behält dessen unbefristete Gültigkeit — die Hochschulen regeln den Übergang in ihren Auswahlsatzungen.
Kann ich ohne Abitur Medizin studieren?
Ja, unter Bedingungen. Eine Aufstiegsfortbildung wie Meister, Fachwirt oder staatlich geprüfter Techniker führt zur allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung. Eine fachlich passende Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren plus in der Regel drei Jahren Berufserfahrung oder eine bestandene Eignungsprüfung führt zur fachgebundenen Hochschulzugangsberechtigung. Die Details regelt jedes Bundesland eigenständig. Besonders relevant ist dann die Eignungsquote, weil dort Schulnoten keine Rolle spielen.
Was kostet das Medizinstudium in Deutschland?
An staatlichen Universitäten fallen keine Studiengebühren an, nur ein Semesterbeitrag von rund 72 bis 429 Euro. Ausnahmen sind Baden-Württemberg mit 1.500 Euro pro Semester für Studierende aus Nicht-EU-Staaten und 650 Euro im Zweitstudium. An privaten Hochschulen liegen die Gesamtkosten je nach Anbieter zwischen rund 71.000 und 132.000 Euro. Dazu kommen Lebenshaltungskosten, die die letzte große Sozialerhebung mit durchschnittlich 842 Euro im Monat beziffert — erhoben allerdings 2021, also vor der Inflationswelle.
Wie lange dauert das Studium bis zur Approbation?
Die Regelstudienzeit beträgt sechs Jahre und drei Monate bei mindestens 5.500 Stunden. Aufgebaut ist sie in vier Semester Vorklinik bis zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, sechs Semester Klinik bis zum Zweiten Abschnitt und das Praktische Jahr mit 48 Wochen, gefolgt vom Dritten Abschnitt. Dazu kommen drei Monate Krankenpflegedienst und vier Monate Famulatur in der vorlesungsfreien Zeit. Die Approbation wird danach bei der Landesbehörde beantragt.
Was ist der Unterschied zwischen Regel- und Modellstudiengang?
Im Regelstudiengang sind Vorklinik und Klinik klar getrennt, dazwischen liegt das Physikum. Im Modellstudiengang werden theoretische und klinische Inhalte von Anfang an verzahnt, oft organsystem- oder krankheitsbildorientiert, teils ohne klassisches Physikum in der gewohnten Form. Beide führen zum gleichen Staatsexamen und zur gleichen Approbation. Modellstudiengänge gibt es unter anderem in Aachen, Berlin, Bielefeld, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln, Mannheim, Oldenburg und Augsburg.
Lohnt sich die Landarztquote?
Sie ist ein echter Zugangsweg ohne Abiturnote, aber kein einfacher. Elf Bundesländer bieten sie an, ausgewählt wird über Eignungstest, Berufserfahrung und Interview. Dafür verpflichtest du dich zu zehn Jahren hausärztlicher Tätigkeit in einem unterversorgten Gebiet nach Studium und Facharztweiterbildung, mit einer Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro. Und sie ist selbst umkämpft: In Nordrhein-Westfalen kamen 4.825 Bewerbungen auf 1.043 Plätze. Wer sich diese Bindung gut vorstellen kann, für den ist es ein sehr guter Weg — wer zweifelt, sollte es lassen.
Was ist die Alternative, wenn es in Deutschland nicht klappt?
Rund drei Bewerbungen kommen auf einen Studienanfänger — sehr viele geeignete Bewerber bekommen keinen Platz. Ein Studium an einer NC-freien Universität im EU-Ausland führt über die Richtlinie 2005/36/EG zur automatischen Anerkennung des Abschlusses und damit zur deutschen Approbation. Genau dazu beraten wir kostenlos. Wichtig zur Klarstellung: Wir übernehmen keine Bewerbung über hochschulstart und vermitteln keine Plätze an deutschen staatlichen Fakultäten.
Transparenz

Quellen und Stand

Dieses Lexikon wird redaktionell gepflegt. Zahlen zu Studienplätzen, Auswahlkriterien und Kosten ändern sich jährlich; wo Quellen voneinander abweichen, ist das im Text gekennzeichnet. Was sich nicht belegen lässt, steht hier nicht. Wenn dir ein Fehler auffällt oder du an einer Fakultät arbeitest und eine Angabe korrigieren möchtest, schreib uns — wir prüfen und korrigieren.

  • Stiftung für Hochschulzulassung, hochschulstart.de: Quotenmodell, Landarztquote, Termine, Auswahlgrenzen
  • Medizinischer Fakultätentag und Verband der Universitätsklinika Deutschlands: Zahl der Fakultäten, Klinika und Kennzahlen der Hochschulmedizin
  • Statistisches Bundesamt und CHE: Bewerber- und Studienplatzzahlen
  • Approbationsordnung für Ärzte und Bundesärzteordnung: Studienaufbau, Pflichtbestandteile, Approbation
  • TMS-Koordinationsstelle und HAM-Nat-Studienzentrum: Testtermine, Gebühren, Umstellung auf den TMSnat
  • Wissenschaftsrat, Landesministerien und die Hochschulen selbst: Akkreditierung, Studiengebühren, Zulassungsverfahren der privaten Anbieter
  • Deutsches Studierendenwerk und DZHW, 22. Sozialerhebung: Lebenshaltungskosten

Stand der Zusammenstellung: August 2026. Angaben ohne Gewähr — verbindlich sind immer die Satzungen und Bescheide der jeweiligen Hochschule und der zuständigen Behörden.

Ahmad

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