Fakultätsprofil

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf läuft seit 2012 der Modellstudiengang iMED mit 355 Studienplätzen pro Jahrgang. Im Auswahlverfahren zählt nicht der TMS, sondern der hauseigene HAM-Nat; ab Frühjahr 2027 soll ihn der bundesweite TMSnat ablösen.

Hamburg
Deutschland
Staatlich
Staatsexamen
Kostenlose Studienberatung: Medizin ohne NC
Kurzprofil
Die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg bildet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aus und unterrichtet seit 2012 im Modellstudiengang iMED, der in Themenblöcken aufgebaut ist und wissenschaftliches Arbeiten als eigenen Strang führt. Pro Jahrgang stehen 355 Studienplätze bereit, das Klinikum zählt 1.502 Betten auf einem geschlossenen Campus. Beim Zugang geht Hamburg einen eigenen Weg: Statt des TMS zählt der selbst entwickelte HAM-Nat, ein Test zu Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Ab Frühjahr 2027 soll der bundesweite TMSnat beide Tests ablösen. Unterrichtssprache ist Deutsch, Abschluss ist das Staatsexamen. Studiengebühren fallen nicht an.
1919
Gegründet
355
Studienplätze pro Jahrgang
12
Regelstudienzeit in Semestern
Studierende gesamt
1502
Betten im Universitätsklinikum
0
Studiengebühr pro Jahr in Euro

Die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg unterrichtet am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf seit 2012 im Modellstudiengang iMED. Der Aufbau folgt Themenblöcken statt Einzelfächern, wissenschaftliches Arbeiten ist als eigener Strang über das ganze Studium gelegt, und ein Zweitfach erlaubt eine inhaltliche Vertiefung. Das UKE ist auf einem geschlossenen Campus im Norden Hamburgs konzentriert und zählt 1.502 Betten; pro Jahrgang stehen 355 Studienplätze bereit.

Die Besonderheit liegt im Zugang. Hamburg prüft nicht mit dem TMS, sondern mit dem selbst entwickelten HAM-Nat, einem Test zu Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf Schulniveau – gefragt ist also Fachwissen statt reiner Denkleistung. Ab Frühjahr 2027 wird der bundesweite TMSnat eingeführt, der TMS und HAM-Nat zusammenführen und beide ablösen soll. Der Standort passt zu dir, wenn du dich über naturwissenschaftliches Wissen qualifizieren willst und ein großes, forschungsstarkes Klinikum in einer Millionenstadt suchst.

Zulassung und Finanzen

Die Vergabe läuft bundesweit über hochschulstart.de: 30 Prozent der Plätze über die Abiturbestenquote, 10 Prozent über die Zusätzliche Eignungsquote ohne Abiturnote und 60 Prozent über das Auswahlverfahren der Hochschule. In beiden hochschuleigenen Verfahren stützt sich Hamburg auf den HAM-Nat statt auf den TMS; in der Zusätzlichen Eignungsquote trägt das Testergebnis den größten Teil der Entscheidung, im Auswahlverfahren der Hochschule kommt es zur Abiturnote hinzu. Ab Frühjahr 2027 wird der TMSnat eingeführt; wie lange ältere Testergebnisse anerkannt werden, entscheidet jede Fakultät selbst.

Studiengebühren fallen nicht an. Zu zahlen ist allein der Semesterbeitrag der Universität Hamburg, der jedes Semester neu festgesetzt wird.

Studium und Anerkennung

iMED statt Regelstudiengang

Am UKE studierst du im integrierten Modellstudiengang iMED, der 2012 an den Start ging. Statt der klassischen Trennung von Vorklinik und Klinik gibt es 19 Pflichtmodule, geordnet in sieben Modulgruppen und drei aufeinander aufbauende Stufen: erst Normalfunktion von Gesundheit und Krankheit, dann der Weg vom Symptom zur Krankheit, schließlich Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie. Grundlagenfächer und klinische Inhalte laufen von Anfang an nebeneinander her.

Zweitfach, Prüfungen, Studienarbeit

Eine Hamburger Besonderheit ist das begleitende Zweitfach Wissenschaftliches Arbeiten. Über die ersten neun Semester vertiefst du dich in eine Forschungsrichtung, etwa Neurowissenschaften, Herz-Kreislauf-, Tumor-, Entzündungs- oder Versorgungsforschung, und schreibst im zehnten Semester eine Studienarbeit dazu. Geprüft wird modulweise; in sieben Pflichtmodulen kommen strukturierte praktische Prüfungen im OSCE-Format hinzu, nach dem dritten Semester steht eine Zwischenprüfung an. Einen schriftlichen Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung schreibst du nicht: Die ersten elf bestandenen Modulprüfungen ersetzen ihn.

Praktisches Jahr und Abschluss

Nach dem Zweiten Abschnitt folgt das Praktische Jahr am UKE oder an einem der vielen Lehrkrankenhäuser in Hamburg, Schleswig-Holstein und dem norddeutschen Umland, darunter Asklepios-Häuser, konfessionelle Kliniken und das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Den Abschluss bildet der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Danach beantragst du die deutsche Approbation, ohne dass ein Anerkennungsverfahren dazwischensteht.

Campus und Leben

Kompakter Campus in Eppendorf

Das UKE liegt im Stadtteil Eppendorf, eingefasst von Martinistraße, Frickestraße und Geschwister-Scholl-Straße. Seit 2009 bündelt das Neue Klinikum in der Mitte des Geländes große Teile der Krankenversorgung, Institute und Hörsäle liegen fußläufig darum herum. Für dich heißt das kurze Wege innerhalb eines Klinikums mit über 1.800 Betten, und zwar mitten in einem gewachsenen Wohnviertel statt auf der grünen Wiese.

Wohnen in einer teuren Stadt

Der Haken ist der Wohnungsmarkt. Eppendorf und die angrenzenden Viertel gehören zu den teuersten Lagen Hamburgs, und der Markt ist insgesamt angespannt. Wohnheimplätze des Studierendenwerks sind stark nachgefragt, viele Studierende weichen in günstigere Stadtteile oder ins Umland aus und nehmen Fahrzeiten mit S- und U-Bahn in Kauf. Wer eine Zusage hat, sollte sehr früh mit der Wohnungssuche beginnen.

Stadt und Anbindung

Dafür bekommst du eine Großstadt mit allem, was dazugehört, und ein dichtes Nahverkehrsnetz. Das UKE ist über mehrere Buslinien und die Eppendorfer Schnellbahnstationen angebunden, Alster und Innenstadt sind nah. Hauptbahnhof und Flughafen machen Heimfahrten unkompliziert.

Häufige Fragen

Was bedeutet iMED?

iMED ist der integrierte Modellstudiengang Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, gestartet 2012. Er verzichtet auf die strikte Trennung von Vorklinik und Klinik und organisiert den Stoff in Pflichtmodulen, die in einer Lernspirale von der Normalfunktion über das Symptom bis zur Differenzialtherapie aufeinander aufbauen. Praktische Ausbildung beginnt früh und nicht erst nach zwei Jahren Theorie.

Gibt es am UKE ein Physikum?

Nicht in der klassischen Form. Den schriftlichen Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung ersetzen die ersten elf bestandenen Modulprüfungen. Dafür prüfst du kontinuierlich: Jedes Pflichtmodul endet mit einer eigenen Prüfung, in sieben davon zusätzlich praktisch im OSCE-Format, und nach dem dritten Semester steht eine Zwischenprüfung an.

Wie läuft die Zulassung?

Über hochschulstart, wobei Hamburg im eigenen Auswahlverfahren seit Langem eigene Instrumente einsetzt: den naturwissenschaftlichen Studierfähigkeitstest HAM-NAT und strukturierte Auswahlgespräche im HAM-INT-Format. Die Abiturnote allein entscheidet also nicht. Details und Termine gibt das UKE jedes Jahr neu bekannt; eine Bewerbung über hochschulstart übernehmen wir nicht.

Was hat es mit dem Zweitfach auf sich?

Neben dem Pflichtcurriculum belegst du über die ersten neun Semester das Zweitfach Wissenschaftliches Arbeiten und vertiefst dich in eine Forschungsrichtung. Im zehnten Semester schreibst du dazu eine Studienarbeit. Das ist verpflichtend und ersetzt keine Doktorarbeit, erleichtert aber den Einstieg in die Forschung erheblich.

Wie realistisch ist es, in Hamburg eine Wohnung zu finden?

Machbar, aber aufwendig. Eppendorf ist teuer, der Hamburger Markt insgesamt angespannt, und Wohnheimplätze sind begehrt. Viele Studierende wohnen in günstigeren Stadtteilen oder im Umland und pendeln mit S- und U-Bahn, was dank des Nahverkehrs gut funktioniert.

Partnerstandort der Medizinerschmiede
An diese Universität vermitteln wir Studienplätze. Alle Details zu Bewerbung, Kosten und Betreuung stehen auf der Standortseite.
Zur Standortseite
Studienplätze und Betten: Deutsche Hochschulmedizin, Standortprofil Hamburg, abgerufen 08/2026. Betten voll- und teilstationär. Angaben zum TMSnat: tms-info.org, Stand 08/2026. Vergabequoten nach der Studienplatzvergabeverordnung.
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