Fakultätsprofil

Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes

Die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes lehrt im Regelstudiengang und ist nicht am Hauptcampus in Saarbrücken angesiedelt, sondern rund 30 Kilometer entfernt in Homburg. Das dortige Universitätsklinikum des Saarlandes ist das größte Krankenhaus des Landes.

Homburg (Saar)
Deutschland
Staatlich
Staatsexamen
Kostenlose Studienberatung: Medizin ohne NC
Kurzprofil
Die Universität des Saarlandes wurde 1948 gegründet und ist damit eine der jüngeren deutschen Universitäten. Ihre Medizinische Fakultät sitzt nicht am Hauptcampus in Saarbrücken, sondern rund 30 Kilometer entfernt in Homburg — Vorklinik, Klinik und Universitätsklinikum liegen dort auf einem gemeinsamen Campus. Pro Jahrgang stehen rund 298 Studienplätze zur Verfügung, gelehrt wird im Regelstudiengang. Das Universitätsklinikum des Saarlandes ist das größte Krankenhaus des Landes und Haus der Maximalversorgung. Das Auswahlverfahren der Hochschule ist dreigeteilt und gewichtet Abiturnote, Studierfähigkeitstest und Vorerfahrung je nach Unterquote unterschiedlich. Der Abschluss ist das Staatsexamen.
1948
Gegründet
298
Studienplätze pro Jahrgang
12
Regelstudienzeit in Semestern
Studierende gesamt
Betten im Universitätsklinikum
Studiengebühr pro Jahr in Euro

Homburg ist ein Sonderfall unter den deutschen Fakultäten: Medizin studierst du nicht in der Landeshauptstadt, sondern auf einem eigenen Campus rund 30 Kilometer östlich von Saarbrücken. Vorklinische Institute, klinische Abteilungen und das Universitätsklinikum liegen dort direkt nebeneinander, die Wege sind entsprechend kurz. Wer das Leben einer größeren Stadt sucht, pendelt; wer Ruhe und einen abgeschlossenen Campus schätzt, hat hier einen Vorteil.

Das Universitätsklinikum des Saarlandes ist das größte Krankenhaus des Landes und übernimmt die Maximalversorgung für die Region — das Patientenspektrum ist damit breit, ohne dass mehrere Häuser am Ort um die gleichen Fälle konkurrieren. Der Standort passt zu dir, wenn du einen kompakten Campus, planbare Wege und eine überschaubare Stadt einem großstädtischen Umfeld vorziehst.

Zulassung und Finanzen

Die Studienplätze werden bundesweit über hochschulstart.de vergeben. Das Auswahlverfahren der Hochschule ist in Homburg dreigeteilt: In einer Unterquote dominiert die Abiturnote, in einer weiteren verschiebt sich das Gewicht zum Studierfähigkeitstest, und in einer dritten zählen anerkannte Dienste und eine abgeschlossene Berufsausbildung besonders stark. Wer in einem dieser Profile klar punktet, steht dort besser da als in einem einheitlichen Verfahren.

In der zusätzlichen Eignungsquote bleibt die Abiturnote unberücksichtigt, dort trägt das Testergebnis das Gewicht. Studiengebühren fallen nicht an, zu zahlen ist der Semesterbeitrag.

Studium und Anerkennung

Klassischer Regelstudiengang

Homburg bildet im Regelstudiengang aus, ohne Modellcurriculum. Auf vier vorklinische Semester mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung folgen die klinischen Semester, danach das Praktische Jahr. Studienbeginn ist ausschließlich das Wintersemester, und die Jahrgänge sind im bundesweiten Vergleich überschaubar.

Alles auf einem Waldcampus

Die eigentliche Besonderheit ist die Bündelung. Fakultät, Institute und das Universitätsklinikum des Saarlandes liegen gemeinsam auf einem über 300 Hektar großen Waldgelände südlich von Homburg, mit mehr als hundert Klinikgebäuden in Gehweite. Das ergibt kurze Wege zwischen Präparierkurs, Hörsaal und Station und einen vergleichsweise direkten Draht zu Dozenten, was Studierende regelmäßig loben. Kritisiert werden umgekehrt die vielen Pflichtveranstaltungen und der Zustand mancher Gebäude. Das Klinikum ist das einzige Universitätsklinikum des Saarlandes und damit Maximalversorger für die gesamte Region, entsprechend breit ist das Fallspektrum.

Praktisches Jahr und Abschluss

Vor dem Praktischen Jahr steht der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung. Für die Tertiale stehen neben dem Universitätsklinikum akademische Lehrkrankenhäuser im Saarland zur Verfügung, etwa das Klinikum Saarbrücken, die Caritas-Klinik St. Theresia in Saarbrücken, das Diakonie Klinikum Neunkirchen, das Knappschaftskrankenhaus Püttlingen und das Klinikum Merzig; durch die Grenzlage kommen Häuser in Luxemburg hinzu. Nach dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung erhältst du das Staatsexamen und beantragst die deutsche Approbation.

Campus und Leben

Fakultätsstadt, nicht Universitätsstadt

Homburg hat gut 43.000 Einwohner, ist Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises und die drittgrößte Stadt des Saarlandes. Der Hauptcampus der Universität des Saarlandes liegt allerdings in Saarbrücken; in Homburg gibt es im Wesentlichen Medizin und Zahnmedizin. Das prägt den Alltag spürbar: Du studierst in einer kleinen Stadt in einem stark medizinischen Umfeld, nicht in einem breiten Campusleben mit Jura, Geistes- und Naturwissenschaften. Zwischen beiden Standorten verkehrt ein Shuttlebus.

Wohnen und Freizeit

Wohnraum ist günstig, mehrere Wohnheimkomplexe liegen direkt am Campus, ebenso Mensa und Bibliothek. Ehrlich gesagt ist das Nachtleben überschaubar: einige Kneipen, wenig Kultur, begrenztes Shopping. Wer mehr will, fährt mit dem Zug nach Saarbrücken oder Kaiserslautern, beide sind gut angebunden. Dafür liegen Pfälzerwald und die Schlossberghöhlen praktisch vor der Tür.

Alltag und Anbindung

Das studentische Leben konzentriert sich auf den Campus: Mensa, Fachschaft, Lerngruppen und Hochschulsport. Weil fast alle um dich herum Medizin oder Zahnmedizin studieren, wächst der Jahrgang schnell zusammen. Homburg liegt an Autobahn und Bahnstrecke zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern, Frankreich und Luxemburg sind nah. Wochenendfahrten nach Hause sind dadurch aus dem Südwesten unkompliziert, aus Norddeutschland dauern sie deutlich länger.

Häufige Fragen

Studiere ich in Saarbrücken oder in Homburg?

In Homburg. Die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes sitzt zusammen mit dem Universitätsklinikum auf dem Campus südlich der Stadt, rund 30 Kilometer vom Hauptcampus Saarbrücken entfernt. Ein Shuttlebus verbindet beide Standorte, dein Studienalltag spielt sich aber praktisch vollständig in Homburg ab.

Ist Homburg ein Modellstudiengang?

Nein, hier wird im klassischen Regelstudiengang gelehrt, mit Vorklinik, Physikum nach vier Semestern, klinischem Abschnitt und Praktischem Jahr. Wer eine durchgehend integrierte Modellstruktur wie in Hamburg oder Hannover sucht, ist an anderen Standorten besser aufgehoben.

Wie ist die Betreuung?

Der Campus ist kompakt und die Fakultät klein, deshalb beschreiben Studierende die Atmosphäre häufig als familiär und die Dozenten als gut erreichbar. Die Kehrseite: viele Pflichtveranstaltungen und teils in die Jahre gekommene Gebäude und Ausstattung. Beides gehört zum realistischen Bild dieses Standorts.

Wie ist das Leben in Homburg wirklich?

Ruhig. Die Stadt ist klein, Ausgeh- und Einkaufsmöglichkeiten sind begrenzt, dafür ist Wohnen günstig und alles fußläufig. Wer Großstadt braucht, pendelt nach Saarbrücken oder Kaiserslautern. Wer Ruhe, Natur und kurze Wege schätzt, kommt hier gut zurecht.

Wo kann ich Famulatur und Praktisches Jahr machen?

Am Universitätsklinikum des Saarlandes selbst sowie an akademischen Lehrkrankenhäusern der Region, unter anderem in Saarbrücken, Neunkirchen, Püttlingen und Merzig. Durch die Grenzlage kommen Kliniken in Luxemburg hinzu, was für Auslandserfahrung ohne weite Wege attraktiv ist. Kontingente und Fristen regelt das Studiendekanat.

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