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Pharmazeutische Biologie

Die Pharmazeutische Biologie untersucht Arzneistoffe biologischen Ursprungs, von der Heilpflanze bis zum gentechnisch hergestellten Wirkstoff. Sie ist im Pharmaziestudium doppelt verankert: als Grundlagenfach im Ersten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung und als eigenes mündliches Prüfungsfach im Zweiten Abschnitt nach § 18 der Approbationsordnung für Apotheker.

Aus griechisch pharmakon (Arzneimittel) und biologia (Lehre vom Lebendigen).

Pharmakognosie, Biologie für Pharmazeuten

Pharmaceutical biology

Was umfasst das Fach?

Die Pharmazeutische Biologie beschäftigt sich mit Arzneidrogen, Inhaltsstoffen von Heilpflanzen, Phytopharmaka, mikrobiologischen Grundlagen und zunehmend mit biotechnologisch hergestellten Arzneistoffen wie monoklonalen Antikörpern und Impfstoffen. Dazu kommen Botanik, Immunologie und die Prüfung pflanzlicher Drogen auf Identität und Reinheit nach den Monographien des Arzneibuchs. Ein zweiter Strang ist die Humanbiologie, also Zellbiologie, Genetik und Physiologie als Vorbereitung auf die Pharmakologie. Mikroskopie und Dünnschichtchromatographie prägen die Praktika, in denen Drogen bestimmt und auf Verfälschungen geprüft werden. Der Umgang mit pflanzlichen Arzneimitteln bleibt auch in der öffentlichen Apotheke Alltag, etwa in der Selbstmedikation.

Wo steht das Fach in der Prüfung?

Im Ersten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung bildet die Fächergruppe „Grundlagen der pharmazeutischen Biologie und der Humanbiologie“ eine eigene Klausur mit 100 Fragen und zweieinhalb Stunden Bearbeitungszeit. Im Zweiten Abschnitt wird das Fach mündlich geprüft, 20 bis 40 Minuten je Prüfling. Die ausdrückliche Nennung der Humanbiologie kam mit der Reform der Approbationsordnung, die zum 1. Oktober 2001 in Kraft trat und den medizinisch-pharmakologischen Anteil des Studiums von rund 12 auf etwa 20 Prozent anhob. Das Fach verbindet damit Grundlagen und Anwendung.

Was gilt für Studenten aus dem EU-Ausland?

Anhang V Nummer 5.6.1 der Richtlinie 2005/36/EG nennt Biologie und Botanik als Pflichtbestandteile jedes Apothekerstudiums in der EU. Universitäten in Ungarn, Bulgarien oder Kroatien setzen dabei eigene Schwerpunkte, etwa bei der Pharmakognosie oder bei der regionalen Arzneipflanzenkunde. Für die spätere Approbation spielt das keine Rolle, solange das Diplom in Anhang V Nummer 5.6.2 gelistet ist. Relevant wird es erst beim Wechsel mitten im Studium, wenn einzelne Praktika nachgewiesen werden müssen. Die Entscheidung darüber trifft das Landesprüfungsamt nach § 22 der Approbationsordnung für Apotheker, und ein Anspruch auf vollständige Anrechnung besteht nicht.

Häufige Missverständnisse

Pharmazeutische Biologie ist mehr als Pflanzenkunde. Der Anteil biotechnologisch erzeugter Arzneimittel wächst seit Jahren, und das Fach deckt diese Wirkstoffgruppen mit ab. Umgekehrt ersetzt es keine Ausbildung in Medizin: Diagnosen stellen Apotheker nicht.

Persönlich begleitet von Zahnarzt Marcel Kloos, vom ersten Gespräch bis zum Berufseinstieg.

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