Bukkal bezeichnet in der Zahnmedizin die zur Wange gerichtete Seite eines Zahns. Der Begriff wird für Seitenzähne verwendet, also für Prämolaren und Molaren. Bei den Frontzähnen heißt die entsprechende Richtung labial, weil dort die Lippe anliegt. Als Oberbegriff für beide dient vestibulär, die Richtung zum Mundvorhof.
lateinisch bucca „Backe, Wange“
vestibulär (Oberbegriff), wangenseitig
buccal
Bukkal ist die Außenseite eines Seitenzahns, dort, wo die Wange den Zahn berührt. Das Gegenstück im Unterkiefer heißt lingual, im Oberkiefer palatinal, als Sammelbegriff dient oral. Wer sich nur einen Begriff merken will, nimmt vestibulär: Das umfasst bukkal und labial zugleich und ist in Befunden gebräuchlich. Bukkal ist also die engere, vestibulär die weitere Angabe.
Zusammen mit mesial und distal, also der zum Bogenmittelpunkt gerichteten und der davon abgewandten Fläche, sowie mit okklusal lässt sich jede Zahnfläche eindeutig benennen. In Kombination mit dem FDI-Zahnschema entsteht daraus eine knappe Ortsangabe. „Bukkale Rezession an 16“ heißt: Der Zahnfleischsaum ist am ersten Molaren oben rechts auf der Wangenseite zurückgegangen. Für Füllungen taucht die Fläche in Kombinationen wie „mob“ für mesial-okklusal-bukkal auf. Klinisch zählt die bukkale Seite besonders, weil sich dort Beläge sichtbar sammeln, weil Rezessionen und keilförmige Defekte am Zahnhals typisch sind und weil die oberen Molaren dort zwei getrennte Wurzeln tragen.
Der englische Begriff „buccal“ ist in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Kroatien Standard, ebenso im kroatischen und im baltischen Curriculum. Beim Wechsel in die deutsche Dokumentation ändert sich nur die Schreibweise, nicht die Bedeutung. Vorsicht ist bei Übersetzungen geboten, in denen „buccal“ pauschal mit „vestibulär“ gleichgesetzt wird: Bei Frontzähnen ist labial die korrekte Angabe.
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