NC-freie Medizinstudienplätze im In- und Ausland

Persönlich begleitet von Zahnarzt Marcel Kloos, vom ersten Gespräch bis zum Berufseinstieg.

Welcher Standort passt zu dir?

Kostenlose Beratung vereinbaren
  • Passende Uni-Auswahl & sichere Vermittlung
  • NC-freier Studienplatz im Ausland mit Anerkennung in Deutschland
  • Betreuung bei Studienstart, Vorbereitung & Wohnungssuche
  • Unterstützung beim Wechsel nach Deutschland
  • Begleitung bis zum Berufseinstieg in DE oder CH
Zur Einordnung der 29.800 Euro: An der Medizinischen Fakultät Foča (Universität Ost-Sarajevo) liegt die Studiengebühr für Humanmedizin bei rund 1.790 Euro pro Semester, Zahnmedizin bei rund 3.500 Euro pro Jahr. An der Medical University of Varna sind es rund 5.000 Euro pro Semester. Über sechs Jahre gerechnet ist das ein Unterschied im sechsstelligen Bereich – bei in beiden Fällen anerkanntem Abschluss.
Kurze Umfrage · anonym
Was war bei dir der Hauptgrund, dass es im Studium nicht weiterging?
Eine Frage, zehn Sekunden. Die Antworten fließen direkt in unsere Beratung ein — und in die nächste Auswertung hier im Ratgeber.
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Anonym auswertbar. Wir nutzen die Angaben nur intern, um die Beratung zu verbessern — keine Weitergabe an Dritte.
Ratgeber

Jeder elfte deutsche Medizinstudierende ist im Ausland eingeschrieben

Jeder elfte deutsche Medizinstudierende ist im Ausland eingeschrieben

15.08.2026

13 Min. Lesezeit

Es ist eine Zahl, die viel über den Zugang zum Arztberuf in Deutschland sagt: Rund jeder elfte deutsche Medizinstudierende ist inzwischen im Ausland eingeschrieben. Das zeigt die aktuelle Auswertung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes – aufgegriffen unter anderem von ZDFheute.

Für uns bei der Medizinerschmiede ist das keine Überraschung, sondern der statistische Beleg für das, was wir seit Jahren täglich sehen. Wir ordnen die Zahlen ein – und sagen offen, was sie für dich bedeuten, wenn du gerade über ein Medizinstudium im Ausland nachdenkst.

Die Zahlen: 8.821 Deutsche studieren Medizin im Ausland

Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes für das Wintersemester 2023/24 waren mindestens 8.821 Deutsche für ein Studium der Humanmedizin im Ausland eingeschrieben. Zum Vergleich: An deutschen Hochschulen waren im Wintersemester 2024 insgesamt 103.176 deutsche Studierende in Humanmedizin immatrikuliert. Damit studiert gut jeder elfte deutsche Medizinstudierende im Ausland.

Wichtig zur Einordnung: Das CHE weist selbst darauf hin, dass die Datenlage unvollständig ist. Für mehrere Länder – etwa Rumänien, Kroatien oder die Slowakei – liegen gar keine belastbaren Zahlen vor. Und: Die Statistik erfasst ausschliesslich Humanmedizin. Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie im Ausland tauchen darin überhaupt nicht auf.

Gero Federkeil, Leiter Internationale Rankings beim CHE, bringt es auf den Punkt: Das Medizinstudium im Ausland sei längst keine Ausnahmeerscheinung mehr, sondern für viele eine reale Alternative – gerade weil die Zahl der Studienplätze in Deutschland weiterhin begrenzt ist.

Unsere Schätzung: eher jeder neunte als jeder elfte

Die offizielle Zahl ist eine Untergrenze, keine Bilanz. Ganze Zielmärkte fehlen in der Statistik komplett: Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien, Albanien, Georgien, die Ukraine – und je nach Erhebungsjahr auch Rumänien, Kroatien und die Slowakei. Genau dort sitzen aber die Standorte, die in den letzten Jahren am stärksten gewachsen sind, weil sie am günstigsten sind.

Dazu kommt eine zweite Lücke: Wer sich im Ausland einschreibt und in Deutschland nirgends abgemeldet oder erfasst wird, taucht in keiner Statistik auf. Und wer erst im dritten oder fünften Studienjahr ins Ausland wechselt, wird in vielen Erhebungen ebenfalls nicht sauber gezählt.

Meine Schätzung nach zehn Jahren in diesem Markt: Realistisch studiert eher jeder neunte deutsche Medizinstudierende im Ausland – nicht jeder elfte. Das ist eine Schätzung, keine Statistik, und ich kenne die Grenzen einer Schätzung. Aber sie beruht auf dem, was wir in den Bewerberzahlen, an den Universitäten und in unseren eigenen Vermittlungszahlen sehen – auch in genau den Ländern, die in der amtlichen Statistik schlicht nicht vorkommen.

Wohin die Deutschen gehen

Das beliebteste Zielland ist mit Abstand Österreich. Danach folgen die klassischen Standorte in Mittel- und Südosteuropa:

ZiellandDeutsche Studierende (Humanmedizin)
Österreich2.563
Ungarn1.930
Bulgarien1.131
Schweiz802

Rund die Hälfte aller deutschen Medizinstudierenden im Ausland ist in den regulären nationalen Studiengängen des Gastlandes eingeschrieben – also gemeinsam mit einheimischen Studierenden und in der Landessprache. Die andere Hälfte studiert in speziellen internationalen Programmen, überwiegend in Ost- und Südosteuropa, meist auf Englisch, an einzelnen Standorten auch auf Deutsch.

Eine dritte Variante wächst ebenfalls: Kooperationsmodelle, bei denen die Vorklinik im Ausland und der klinische Teil in deutschen Krankenhäusern absolviert wird – etwa in Nürnberg, Hamburg, Kassel oder Coburg. Der Abschluss wird dabei von der ausländischen Hochschule vergeben.

Der Kostenpunkt: bis zu 29.800 Euro pro Jahr

Der Punkt, an dem der CHE-Ratgeber am deutlichsten wird: Studiengebühren von bis zu 29.800 Euro pro Jahr sind bei internationalen Programmen möglich. Dazu kommen häufig Bewerbungs-, Aufnahme- oder Einschreibegebühren.

Diese Spanne ist real – aber sie ist eben eine Spanne, kein Preisschild. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten seriösen Standort in Europa liegt beim reinen Studiengebühren-Aufwand über sechs Jahre ein Unterschied von weit über 100.000 Euro. Wer das Feld kennt, studiert Medizin in Europa nicht für 30.000 Euro im Jahr.

Zur Einordnung der 29.800 Euro: An der Medizinischen Fakultät Foča (Universität Ost-Sarajevo) liegt die Studiengebühr für Humanmedizin bei rund 1.790 Euro pro Semester, Zahnmedizin bei rund 3.500 Euro pro Jahr. An der Medical University of Varna sind es rund 5.000 Euro pro Semester. Über sechs Jahre gerechnet ist das ein Unterschied im sechsstelligen Bereich – bei in beiden Fällen anerkanntem Abschluss.

Englischsprachig heisst nicht: ohne Landessprache

Ein Hinweis aus dem CHE-Ratgeber, den wir ausdrücklich unterschreiben: Auch wenn viele Programme mit englischsprachiger Lehre werben, bleiben Kenntnisse der Landessprache in der Praxis wichtig. Spätestens im klinischen Abschnitt, im direkten Patientenkontakt, brauchst du sie.

Das ist kein Argument gegen das Auslandsstudium – es ist ein Argument dafür, den Sprachkurs von Anfang an einzuplanen. Wer im ersten Studienjahr vier bis sechs Stunden pro Woche investiert, steht im dritten Jahr auf der Station entspannt da.

{{cta}}

Der Ansturm seit 2024 – und was ihn treibt

Die CHE-Daten beziehen sich auf das Wintersemester 2023/24. Was seitdem passiert ist, steht in keiner Statistik: Seit 2024 erleben wir einen Ansturm, wie wir ihn vorher nicht kannten. Und die Motive haben sich deutlich verschoben.

1. Der Arbeitsmarkt verändert sich durch KI

Viele derjenigen, die uns heute schreiben, kommen nicht direkt aus der Schule. Es sind Menschen Anfang bis Mitte dreißig, oft mit abgeschlossenem Studium und mehreren Berufsjahren – aus Marketing, IT, Beratung, Verwaltung, Medien. Ihre Begründung ist fast immer dieselbe: Sie sehen, wie schnell KI genau die Tätigkeiten übernimmt, die sie bisher gemacht haben, und sie wollen in einen Beruf, der sich nicht wegautomatisieren lässt.

Der Arztberuf ist dafür das naheliegendste Beispiel: körperliche Untersuchung, Eingriffe am Patienten, persönliche Verantwortung, Approbationspflicht. KI wird die Medizin verändern – aber sie wird keine Diagnose verantworten und keinen Patienten operieren.

2. Wirtschaftliche Unsicherheit in der Privatwirtschaft

Die deutsche und europäische Privatwirtschaft steckt in einer schwierigen Phase: Stellenabbau in der Industrie, Einstellungsstopps, Umstrukturierungen. Wer das gerade erlebt, bewertet Berufssicherheit anders als noch vor fünf Jahren.

3. Auch der öffentliche Sektor gilt nicht mehr automatisch als sicher

Früher war die Antwort auf wirtschaftliche Unsicherheit oft der Staatsdienst. Auch das wird heute stärker hinterfragt: Die Frage nach einem schlankeren Staat steht politisch auf der Tagesordnung. Die AfD-Fraktion hat im März 2026 im Bundestag einen Antrag mit dem Titel „Schlanker Staat statt Kostenexplosion – Beamtenzahl und Pensionslasten senken“ eingebracht; auf Landesebene finden sich in mehreren AfD-Programmen Forderungen nach einer niedrigeren Staatsquote und dem Streichen von Planstellen. Ob und wie so etwas jemals umgesetzt würde, ist offen – und andere Parteien setzen andere Schwerpunkte. Aber allein die Debatte reicht, damit „Beamtenlaufbahn gleich Sicherheit“ nicht mehr als selbstverständlich gilt.

4. Medizin als sicherer Hafen

Bleibt die Medizin. Der Ärztemangel ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz strukturell und demografisch bedingt: Die Bevölkerung wird älter, ein grosser Teil der niedergelassenen Ärzte geht in den nächsten Jahren in den Ruhestand, der Bedarf steigt. Das ist keine Konjunktur, das ist Demografie – und Demografie lässt sich nicht wegsparen.

Deshalb hören wir in Beratungsgesprächen inzwischen häufiger den Satz „Ich will etwas machen, das in zwanzig Jahren noch gebraucht wird“ als „Ich wollte schon immer Arzt werden“.

Fairerweise gehört dazu die andere Seite: Medizin ist ein anspruchsvoller Weg. Sechs Jahre Studium, danach fünf bis sechs Jahre Facharztweiterbildung, Schichtdienst, hohe Verantwortung. Wer mit Anfang dreißig einsteigt, ist Mitte vierzig Facharzt. Wer diesen Weg geht, sollte ihn wirklich wollen.

Auslandsstudierende und der Ärztemangel

Der politisch vielleicht interessanteste Teil der CHE-Auswertung: Deutsche Medizinstudierende im Ausland sind ein relevantes Potenzial für die spätere ärztliche Versorgung. Wer über Ärztemangel spricht, sollte sie mitdenken.

Gleichzeitig räumt das CHE ein, dass es dazu keine belastbare offizielle Datengrundlage gibt. Einzelne Hochschulen berichten, dass die Mehrzahl ihrer deutschen Absolventen zurückkehrt – verallgemeinern lässt sich das nicht. Aus unserer eigenen Erfahrung: Der ganz überwiegende Teil derer, die wir vermitteln, will zurück nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz. Das Auslandsstudium ist für sie kein Auswanderungsprojekt, sondern ein Weg zum gleichen Ziel.

Was die Medizinerschmiede zu diesen Zahlen beigetragen hat

Wir sagen es ohne falsche Bescheidenheit: An dieser Entwicklung haben wir einen signifikanten Anteil. Die Medizinerschmiede hat bis heute über 500 Medizinstudienplätze an Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vermittelt – an mehr als 25 Universitäten in Europa.

Mindestens genauso wichtig war die Aufklärungsarbeit. Auf dem grössten deutschsprachigen YouTube-Kanal zum Thema – Medizinstudium im Ausland – erklären wir seit Jahren kostenlos, welche Universitäten es überhaupt gibt, was sie wirklich kosten, wie die Anerkennung in Deutschland und der Schweiz funktioniert und worauf es bei der Auswahl ankommt. Vieles von dem, was heute als Allgemeinwissen über das Medizinstudium im Ausland gilt, ist zuerst dort ausgesprochen worden.

Warum uns das persönlich betrifft

Diese Statistik ist für mich keine abstrakte Zahl. Ich war selbst einer von ihnen.

Ich habe mein Studium der Zahnmedizin 2015 an der Medizinischen Universität Sofia in Bulgarien begonnen – NC-frei, auf Englisch – und 2021 mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Heute bin ich eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und lebe in Bern.

Ich kenne deshalb beide Seiten: die Unsicherheit am Anfang, wenn niemand in der Familie sagen kann, ob das eine gute Idee ist – und das Gefühl am Ende, wenn das Diplom in der Hand liegt und die Frage nach dem NC nie wieder gestellt wird.

Welcher Standort passt zu dir?

Wir gehen deine Ausgangslage im kostenlosen Beratungsgespräch durch: Zielland, Studiengebühren, Anerkennung und Zeitplan – auch wenn du quer einsteigst und schon im Berufsleben stehst. Hier kostenloses Beratungsgespräch buchen.

Meinung des Autors

Für mich zeigen diese Zahlen vor allem eines: Das Konzept funktioniert. Ein ganzer Jahrgang junger Menschen lässt seinen Berufswunsch nicht an einer Kommastelle im Abiturzeugnis scheitern – und Jahr für Jahr werden es mehr.

Dass daraus ein selbstverständlicher Weg geworden ist, hat auch mit unserer Arbeit der letzten Jahre zu tun. Die Medizinerschmiede war die erste Agentur, die auf YouTube in nahezu täglichen Videos und in Interviews mit echten Medizinstudierenden im Ausland kostenlos Einblicke gegeben hat: welche Universitäten es gibt, wie der Studienalltag dort wirklich aussieht, wie die Anerkennung funktioniert und was der Weg kostet. Diese Grundlage hat vielen den grossen Schritt überhaupt erst ermöglicht. Das ist echte Pionierarbeit – und darauf sind wir stolz.

Was mich am meisten überrascht hat, ist die Verschiebung der letzten zwei Jahre: Es ist nicht mehr nur der Abiturient mit 1,8, der zu uns kommt. Es ist zunehmend der 32-Jährige mit Master und fünf Berufsjahren, der sich bewusst für etwas entscheidet, das bleibt.

Die eigentliche Frage ist nicht mehr ob das Medizinstudium im Ausland eine Option ist, sondern welcher Standort zu dir passt. Zwischen 3.500 Euro und 29.800 Euro Studiengebühren pro Jahr liegen Welten – und der teure Standort ist nicht automatisch der bessere. Genau da lohnt es sich, vorher in Ruhe zu rechnen.

NC-freie Medizinstudienplätze im In- und Ausland

Persönlich begleitet von Zahnarzt Marcel Kloos, vom ersten Gespräch bis zum Berufseinstieg.

Welcher Standort passt zu dir?

Kostenlose Beratung vereinbaren
  • Passende Uni-Auswahl & sichere Vermittlung
  • NC-freier Studienplatz im Ausland mit Anerkennung in Deutschland
  • Betreuung bei Studienstart, Vorbereitung & Wohnungssuche
  • Unterstützung beim Wechsel nach Deutschland
  • Begleitung bis zum Berufseinstieg in DE oder CH

Zusammenfassung

  • Im Wintersemester 2023/24 waren nach Daten des Statistischen Bundesamtes mindestens 8.821 Deutsche für ein Studium der Humanmedizin im Ausland eingeschrieben.
  • An deutschen Hochschulen studierten im Wintersemester 2024 insgesamt 103.176 deutsche Studierende Humanmedizin, womit gut jeder elfte deutsche Medizinstudierende im Ausland eingeschrieben ist.
  • Beliebtestes Zielland deutscher Medizinstudierender war im Wintersemester 2023/24 Österreich mit 2.563 Studierenden, gefolgt von Ungarn mit 1.930 und Bulgarien mit 1.131.
  • Bei internationalen Medizinprogrammen sind laut CHE-Auswertung 2026 Studiengebühren von bis zu 29.800 Euro pro Jahr möglich, während die Medizinische Fakultät Foča rund 1.790 Euro pro Semester für Humanmedizin verlangt.
  • Seit 2024 beobachtet die Medizinerschmiede verstärkt Quereinsteiger Anfang bis Mitte dreißig, die wegen KI und wirtschaftlicher Unsicherheit in die Medizin wechseln wollen.
  • Die Medizinerschmiede hat bis heute über 500 Medizinstudienplätze an mehr als 25 Universitäten in Europa vermittelt.

Offiziell studiert gut jeder elfte deutsche Medizinstudierende im Ausland – wegen der grossen Datenlücken ist es nach unserer Einschätzung eher jeder neunte. Das Medizinstudium im Ausland ist damit endgültig aus der Nische heraus.

Und der Trend beschleunigt sich: Seit 2024 kommen nicht mehr nur Abiturienten, sondern zunehmend Berufstätige Anfang dreißig, die in einer von KI veränderten Arbeitswelt einen Beruf suchen, der bleibt. Medizin ist für sie der sichere Hafen.

Was bleibt, ist die Aufgabe, im Angebot gut zu unterscheiden: zwischen Standorten mit sauberer Anerkennung und solchen ohne, zwischen fairen Studiengebühren und deutlich höheren Preisen für eine vergleichbare Ausbildung. Genau dabei helfen wir – mit über 500 vermittelten Studienplätzen.

Das sagen unsere Studierenden

Wie unsere Begleitung in der Praxis funktioniert, kannst du unabhängig nachlesen: Bewertungen der Medizinerschmiede auf Trustpilot.

Weiterlesen

Quelle der amtlichen Zahlen: CHE Centrum für Hochschulentwicklung, CHECK Medizinstudium in Europa (Ausgabe 2026), auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes zum Wintersemester 2023/24. Die Schätzung „jeder neunte“ sowie die Beobachtungen zum Ansturm seit 2024 sind eine eigene Einschätzung von Marcel Kloos auf Basis der Vermittlungspraxis der Medizinerschmiede.

Häufige Fragen zu deutschen Medizinstudierenden im Ausland

Wie viele Deutsche studieren Medizin im Ausland?

Nach den ausgewerteten Zahlen sind es 8.821 – das entspricht rund jedem elften deutschen Medizinstudierenden. Da mehrere beliebte Zielländer in der Statistik gar nicht auftauchen, liegt die reale Zahl aus unserer Marktbeobachtung eher bei jedem neunten.

Warum liegt die tatsächliche Zahl höher?

Weil die Erhebung mehrere Standorte außerhalb der EU nicht erfasst – genau jene, die in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen sind, weil sie am günstigsten sind. Wer den Markt kennt, sieht dort jährlich wachsende deutschsprachige Jahrgänge.

Was kostet ein Medizinstudium im Ausland maximal?

Bei internationalen Programmen sind Studiengebühren von bis zu 29.800 Euro pro Jahr möglich. Das ist aber das obere Ende: An der Medizinischen Fakultät Foča liegt die Gebühr für Humanmedizin bei rund 1.790 Euro pro Semester, Zahnmedizin bei rund 3.500 Euro pro Jahr. Über sechs Jahre ergibt das einen Unterschied im sechsstelligen Bereich – bei in beiden Fällen anerkanntem Abschluss.

Heißt englischsprachiges Studium, dass ich keine Landessprache brauche?

Nein. Der Unterricht läuft auf Englisch, im klinischen Abschnitt sprichst du aber mit Patienten in der Landessprache. Deshalb ist sie an praktisch allen Standorten Pflichtfach in den ersten Studienjahren.

Warum steigt die Nachfrage seit 2024 so stark?

Weil sich der Arbeitsmarkt verändert: Künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern viele Büroberufe, die Privatwirtschaft ist unsicherer geworden, und Medizin gilt vielen als sicherer Hafen. Auffallend ist der Anteil an Quereinsteigern Anfang dreißig, die aus stabilen Jobs kommen.

Kommen die Absolventen nach Deutschland zurück?

Die meisten ja. Sie beantragen nach dem Abschluss die Approbation und arbeiten in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Damit leisten Auslandsstudierende einen sichtbaren Beitrag gegen den Ärztemangel.

Ist der Abschluss aus dem Ausland anerkannt?

Innerhalb der EU nach der Richtlinie 2005/36/EG automatisch. Bei Standorten außerhalb der EU läuft die Anerkennung über die Gleichwertigkeitsprüfung des zuständigen Landesprüfungsamts, die bei akkreditierten Fakultäten Standard ist.

Deine Frage · Antwort per E-Mail
Ist deine Frage offen geblieben?
Schreib sie hier auf. Ich beantworte sie dir per E-Mail und nehme sie, wenn sie für andere weiterhilft, anonymisiert in die Fragen zu diesem Artikel auf.
Danke, deine Frage ist angekommen. Du bekommst die Antwort per E-Mail, in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Das hat leider nicht geklappt. Bitte versuch es noch einmal oder schreib uns über das Kontaktformular.
Deine E-Mail-Adresse nutzen wir ausschließlich für die Antwort auf deine Frage. Keine Weitergabe an Dritte, kein Newsletter.
★★★★★

Was Studierende über die Medizinerschmiede sagen

Über 500 vermittelte Studienplätze an mehr als 25 Partneruniversitäten in über 10 Ländern. Die Erfahrungen unserer Studierenden kannst du unabhängig auf Trustpilot nachlesen.

Bewertungen auf Trustpilot lesen

Über den Autor

Marcel Kloos

Eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und Gründer der Medizinerschmiede

Marcel Kloos gründete die Medizinerschmiede bereits im Auslandsstudium, seither wurden über 500 Studienplätze vermittelt. Der gebürtige Stuttgarter studierte Zahnmedizin von 2015 bis 2021 in Sofia und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.

Heute lebt er in Bern und führt die Medizinerschmiede hauptberuflich als Inhaber.

Weitere interessante Artikel

Akkreditierung medizinischer Universitäten: Alles, was du wissen musst

Universitäten

12 Min. Lesezeit

Akkreditierung medizinischer Universitäten: Alles, was du wissen musst

Marcel Kloos

Marcel Kloos

19.08.2026

Artikel lesen
Studientransfer aus der Mongolei: Wechsel nach Foča, Niš oder Malta

Studientransfer

8 Min. Lesezeit

Studientransfer aus der Mongolei: Wechsel nach Foča, Niš oder Malta

Marcel Kloos

Marcel Kloos

18.08.2026

Artikel lesen
Studientransfer aus Tadschikistan: Wechsel nach Foča, Niš oder Malta

Studientransfer

8 Min. Lesezeit

Studientransfer aus Tadschikistan: Wechsel nach Foča, Niš oder Malta

Marcel Kloos

Marcel Kloos

18.08.2026

Artikel lesen
Alle Beiträg ansehen

Ahmad

Sabrina

Rami

Noah

500+ vermittelte Studienplätze.
Jetzt bist du dran!

Keine Träumerei, keine leeren Versprechen. Nur ein klarer Plan – für deinen Start in das Medizinstudium.

Kostenlose Beratung vereinbaren
  • 40 Min, komplett unverbindlich