Arztgehalt Schweiz 2026: Was Assistenzarzt, Facharzt und Oberarzt verdienen
06.09.2026
Wie viel verdient ein Arzt in der Schweiz 2026?
Ein Arzt in der Schweiz verdient 2026 je nach Position zwischen rund 7.910 CHF (Assistenzarzt, 1. Jahr) und 14.000 CHF brutto im Monat (Chefarzt), so das Lohnbuch Schweiz 2026. Auf das Jahr gerechnet – bei 13 Monatslöhnen, wie in Schweizer Spitälern üblich – ergibt das eine Spanne von rund 102.830 CHF bis 182.000 CHF. Oberärzte liegen dazwischen bei etwa 9.290 CHF im Monat.
| Position | Monatsbrutto (CHF) | Jahresbrutto (CHF, 13x) | Jahresbrutto (Euro) |
|---|---|---|---|
| Assistenzarzt, 1. Jahr | 7.910 | 102.830 | 111.056 |
| Assistenzarzt, ab 2. Jahr | 8.120 | 105.560 | 114.005 |
| Oberarzt | 9.290 | 120.770 | 130.432 |
| Leitender Arzt | 12.200 | 158.600 | 171.288 |
| Chefarzt | 14.000 | 182.000 | 196.560 |
Quellen: Lohnbuch Schweiz 2026; VSAO-Empfehlungen zum Grundlohn im 1. Weiterbildungsjahr (rund 95.000 CHF); FMH-Einkommensanalyse zu Jahreseinkommen niedergelassener und angestellter Ärzte. Umrechnung mit 1 CHF = 1,08 Euro, Sommer 2026.
Diese Tabellenwerte sind Bruttolöhne vor Steuern und Sozialabgaben. Sie zeigen die Grundvergütung, wie sie in Gesamtarbeitsverträgen und Lohnbüchern der Spitäler hinterlegt ist, unabhängig von Dienstzuschlägen, Kinderzulagen oder kantonalen Zusatzleistungen. Wichtig ist der Unterschied zwischen Monats- und Jahreslohn: Schweizer Spitäler zahlen praktisch durchgehend 13 Monatslöhne, sodass ein Monatswert allein die Jahressumme unterschätzt, wenn man ihn einfach mit zwölf multipliziert. Wer die Zahlen mit anderen Ländern vergleicht, sollte deshalb immer den Jahreswert heranziehen, nicht den nackten Monatslohn.
Wie viel verdient ein Assistenzarzt in der Schweiz 2026?
Ein Assistenzarzt verdient in der Schweiz 2026 im ersten Weiterbildungsjahr rund 7.910 CHF brutto im Monat, ab dem zweiten Jahr etwa 8.120 CHF, laut Lohnbuch Schweiz 2026. Der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) empfiehlt für das erste Jahr einen Grundlohn von rund 95.000 CHF pro Jahr.
Die konkrete Stufenlogik variiert je Kanton und Spital, folgt aber überall demselben Prinzip: Der Lohn steigt mit jedem Weiterbildungsjahr um einen festen Betrag, meist über fünf bis sechs Stufen bis zum Facharzttitel. Nach dem Gehaltssystem des VSAO Bern liegt der Grundlohn im 1. Weiterbildungsjahr ab 1. April 2026 bei 7.321,10 CHF monatlich in regionalen Spitalzentren und Psychiatrien beziehungsweise 7.273,60 CHF am Inselspital Bern – ausbezahlt in 13 Raten, was rund 94.500 bis 95.200 CHF im Jahr ergibt. Der VSAO Zürich veröffentlicht eine eigene Lohntabelle mit teils höheren Ansätzen, da städtische Unispitäler tendenziell besser zahlen als ländliche Regionalspitäler. Dazu kommen in fast allen Kantonen Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste, die je nach Klinik und Diensthäufigkeit mehrere hundert bis über tausend Franken im Monat ausmachen können. In Beratungsgesprächen der Medizinerschmiede fragen angehende Studierende regelmäßig, ob sich die Dienste in der Schweiz lohnen – die Antwort ist: Verglichen mit Deutschland fällt die Grundvergütung bereits im ersten Jahr spürbar höher aus, unabhängig von Zuschlägen.
Ein zweiter Unterschied zu Deutschland betrifft die Struktur der Weiterbildung selbst. In der Schweiz dauert die Facharztausbildung je nach Fachrichtung fünf bis sechs Jahre und wird vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) geregelt. Jedes Weiterbildungsjahr entspricht in der Regel einer eigenen Lohnstufe, sodass ein Assistenzarzt im fünften Jahr laut den kantonalen Lohntabellen häufig schon 9.000 CHF und mehr im Monat verdient, bevor überhaupt der Facharzttitel erreicht ist. Das unterscheidet sich von manchen anderen Ländern, in denen die Lohnkurve während der Weiterbildung flacher verläuft.
Wie viel verdient ein Facharzt oder Oberarzt in der Schweiz 2026?
Ein Facharzt beziehungsweise Oberarzt verdient in der Schweiz 2026 im Mittel rund 9.290 CHF brutto im Monat, ein leitender Arzt etwa 12.200 CHF und ein Chefarzt rund 14.000 CHF, so das Lohnbuch Schweiz 2026. Die FMH-Einkommensanalyse beziffert das Jahreseinkommen von Oberärzten im Schnitt auf 163.000 CHF, von leitenden Ärzten auf 293.000 CHF und von Chefärzten auf 419.000 CHF.
Der Sprung vom Assistenzarzt zum Facharzt bringt in der Schweiz einen deutlichen Lohnschritt, weil mit dem Facharzttitel meist auch die Oberarztfunktion mit Zusatzverantwortung, Ausbildungsaufgaben und größerem Diensteinsatz beginnt. Wer sich selbständig macht, verdient laut der MAS-Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) zu selbständigen Ärzten 2019 im Median 162.455 CHF im Jahr – eine Zahl, die stark nach Fachrichtung und Praxisstandort streut, von der hausärztlichen Einzelpraxis bis zur radiologischen Gemeinschaftspraxis. Chefarztstellen sind in der Schweiz oft mit variablen Bestandteilen wie Privatpatientenanteilen oder Poolbeteiligungen verbunden, sodass die tatsächlichen Jahreseinkommen über den tabellarischen Grundgehältern liegen können.
Auch die Fachrichtung macht bei Ober- und Chefärzten einen deutlichen Unterschied. Operative Fächer wie Chirurgie, Orthopädie oder Kardiologie erzielen laut FMH-Einkommensanalyse tendenziell höhere Durchschnittseinkommen als kognitive Fächer wie Allgemeine Innere Medizin oder Psychiatrie, unter anderem weil Privatpatientenanteile und Poolhonorare in operativen Disziplinen höher ausfallen. Wer sich niederlässt, trägt dafür auch das unternehmerische Risiko einer eigenen Praxis mit, inklusive Investitionskosten für Praxisräume und Personal, die in der BFS-Erhebung nicht separat ausgewiesen sind.
Wie viel Netto bleibt vom Arztgehalt in der Schweiz 2026?
Die Schweiz kennt keine einheitliche Bundessteuer auf Einkommen allein – Bund, Kanton und Gemeinde erheben jeweils eigene Steuern, dazu kommen Sozialabgaben. Auf Bundesebene wird Erwerbseinkommen 2026 progressiv besteuert, kantonal und kommunal zusätzlich mit stark unterschiedlichen Sätzen; der Kanton Bern gilt dabei als mittleres bis eher hohes Steuerpflaster im Kantonsvergleich. Von jedem Bruttolohn gehen zudem pauschal 5,3 % für AHV/IV/EO und 1,1 % für die Arbeitslosenversicherung (ALV) ab, dazu Beiträge an die berufliche Vorsorge (BVG), die mit dem Alter steigen und meist zwischen 7 % und 12 % des versicherten Lohns liegen.
Die Kombination aus AHV/IV/EO, ALV und BVG wird häufig als Sozialabgabenquote von grob 12 % bis 15 % des Bruttolohns zusammengefasst, wobei der genaue Satz vom Alter und vom Arbeitgeber-Pensionsplan abhängt. Anders als in Deutschland gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Pflegeversicherung als eigenen Abzug vom Lohn; Kranken- und Unfallversicherung laufen über separate Prämien beziehungsweise Arbeitgeberbeiträge. Die Einkommensteuer selbst setzt sich aus drei Ebenen zusammen: der direkten Bundessteuer nach einem einheitlichen, schweizweit geltenden Tarif, der Kantonssteuer nach dem jeweiligen kantonalen Tarif und einem Gemeindesteuerfuss, der die Kantonssteuer prozentual erhöht oder senkt. Im Kanton Bern liegt der Gemeindesteuerfuss der Stadt Bern über dem Kantonsmittel, was Bern steuerlich zu keinem besonders günstigen, aber auch nicht zu einem extremen Standort macht.
Modellrechnung der Medizinerschmiede (eigene Schätzung) für einen Oberarzt in der Stadt Bern mit einem Jahresbruttolohn von rund 120.770 CHF (13-mal 9.290 CHF): Nach Abzug von AHV/IV/EO (5,3 %), ALV (1,1 %) und einem BVG-Beitrag von rund 8 % verbleiben etwa 105.000 CHF steuerbares Einkommen. Nach den Steuersätzen des Kantons Bern für Bund, Kanton und Stadt (ohne Kirchensteuer, ledig, ohne Kinder) fallen darauf schätzungsweise 18.000 bis 20.000 CHF Einkommenssteuer an. Netto bleiben damit überschlägig 85.000 bis 87.000 CHF im Jahr, umgerechnet rund 91.800 bis 94.000 € – deutlich mehr als der Bruttolohn eines deutschen Oberarztes vor Steuern. Wer die eigene Position, Erfahrungsstufe und Diensthäufigkeit genauer durchrechnen will, nutzt dafür den Gehaltsrechner.
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Was ist das Arztgehalt in der Schweiz wirklich wert?
Die Schweiz hat laut BFS/Eurostat-Preisniveauvergleich 2024 ein Preisniveau von 142 (Deutschland = 100) – Konsumgüter und Dienstleistungen kosten damit im Schnitt 42 % mehr als in Deutschland. Ein nominal hohes Schweizer Gehalt schrumpft dadurch in der Kaufkraft spürbar, bleibt aber in aller Regel klar über dem deutschen Niveau.
| Position | Jahresbrutto nominal (Euro) | Kaufkraftbereinigt (DE=100, Faktor 142) |
|---|---|---|
| Assistenzarzt, 1. Jahr | 111.056 € | 78.209 € |
| Oberarzt | 130.432 € | 91.854 € |
| Chefarzt | 196.560 € | 138.423 € |
Zum Vergleich der deutsche Anker 2026 (TV-Ärzte/VKA ab 1.6.2026, Preisniveau 100): Assistenzarzt 5.722 bis 7.355 € brutto im Monat, also 74.386 bis 95.615 € im Jahr. Selbst kaufkraftbereinigt liegt der Schweizer Assistenzarzt damit im mittleren bis oberen Bereich des deutschen Facharztgehalts. Dazu kommen in der Schweiz spürbar höhere Lebenshaltungskosten: Die Krankenkassenprämie für Erwachsene liegt 2026 laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Mittel bei 465,30 CHF im Monat und wird – anders als in Deutschland – separat vom Lohn bezahlt, nicht paritätisch mit dem Arbeitgeber geteilt. Mieten in Städten wie Zürich, Genf oder Bern liegen laut gängigen Immobilienportalen ebenfalls deutlich über deutschem Niveau. Eine Dreizimmerwohnung in Stadtnähe kostet in Bern häufig 1.800 bis 2.400 CHF Kaltmiete im Monat, in Zürich oft noch mehr, während vergleichbarer Wohnraum in vielen deutschen Mittelstädten für die Hälfte zu finden ist. Die Krankenkassenprämie kommt dabei vollständig zulasten des Arbeitnehmers, ohne Arbeitgeberanteil, wie ihn das deutsche System bei der gesetzlichen Krankenversicherung kennt – ein Punkt, der bei einem reinen Bruttolohnvergleich leicht übersehen wird.
Wie sind Arbeitszeit und Dienste für Ärzte in der Schweiz geregelt?
Der Gesamtarbeitsvertrag des VSAO sieht für Assistenz- und Oberärzte eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von in der Regel 50 Stunden vor, inklusive Bereitschaftsdienstanteilen – spitalintern und kantonal leicht unterschiedlich geregelt. Der Ferienanspruch liegt meist bei vier bis fünf Wochen im Jahr, mit steigender Tendenz nach Dienstjahren. Nacht-, Wochenend- und Pikettdienste werden zusätzlich zum Grundlohn vergütet, was das tatsächliche Monatseinkommen besonders im Assistenzarzt-Bereich merklich anheben kann. Im Vergleich zu Deutschland, wo der TV-Ärzte/VKA ebenfalls Zuschläge für Dienste vorsieht, liegt die reguläre Wochenarbeitszeit in der Schweiz tendenziell etwas höher, während der Ferienanspruch ähnlich ausfällt.
Internationaler Blick: Arztgehalt in der Schweiz im Vergleich zu Deutschland, der Schweiz und den USA
Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz bei den Arztgehältern in Europa an der Spitze. Ein Assistenzarzt verdient hier 2026 rund 7.910 CHF im Monat laut Lohnbuch Schweiz 2026, umgerechnet etwa 8.543 €. In Deutschland liegt das Einstiegsgehalt eines Assistenzarztes 2026 nach dem TV-Ärzte/VKA (ab 1.6.2026) zwischen 5.722 € und 7.355 € brutto im Monat – die Schweiz zahlt also selbst nominal mehr, trotz eines Preisniveaus von 142 gegenüber 100 in Deutschland (OECD/Eurostat 2024). In den USA verdienen Fachärzte laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026 im Schnitt rund 417.000 US-Dollar im Jahr, während Assistenzärzte (Residents) mit 60.000 bis 80.000 US-Dollar im Jahr deutlich weniger erhalten als ihre Schweizer Kollegen zu Berufsbeginn. Das amerikanische Preisniveau liegt laut OECD Comparative Price Levels 2024 bei etwa 130 gegenüber Deutschland, sodass US-Fachärzte trotz hoher Nominallöhne mit erheblichen Kosten für private Krankenversicherung und Studienschulden kalkulieren müssen, die es in der Schweiz und Deutschland in dieser Form nicht gibt. Insgesamt zeigt der Dreiervergleich: Schweizer Assistenzärzte starten nominal und teils sogar kaufkraftbereinigt vor deutschen Kollegen, während US-Fachärzte bei den absoluten Zahlen an der Spitze liegen, aber mit anderen Kostenstrukturen konfrontiert sind.
Was die Gehaltstabellen nicht zeigen
Die genannten Zahlen sind Durchschnitts- und Tabellenwerte, die von der individuellen Situation abweichen können. Kantonale Spitäler zahlen unterschiedlich – ein Unispital in Zürich oder Genf liegt tendenziell über einem Regionalspital in einem ländlichen Kanton. Fachrichtung, Klinikträger und Verhandlungsgeschick spielen bei Ober- und Chefarztgehältern eine größere Rolle als bei tariflich fixierten Assistenzarztlöhnen. Die Arbeitssprache ist im deutschsprachigen Teil der Schweiz überwiegend Deutsch, in der Romandie Französisch und im Tessin Italienisch – ein Alltagsfaktor bei der Wahl des Arbeitsorts. Wohnkosten variieren stark zwischen Stadt und Land: Wer in Zürich oder Genf wohnt, zahlt spürbar mehr Miete als in kleineren Kantonen wie Jura oder Wallis. Ich lebe seit Ende 2023 selbst in der Schweiz und sehe in Bern, wie unterschiedlich sich ein und dasselbe Bruttogehalt je nach Wohnlage und Pendeldistanz auswirkt.
Wer die eigenen Nettozahlen für Position, Erfahrung und Diensthäufigkeit durchrechnen will, findet das im Gehaltsrechner. Einen Überblick über alle Länder gibt der Leitartikel Arztgehalt 2026: Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt und Praxis im internationalen Vergleich. Wer konkret über den Umzug in die Schweiz nachdenkt, findet Details zu Umzug und Einstieg im Artikel Auswandern als Arzt in die Schweiz.
Meinung des Autors
Ich habe von 2015 bis 2021 Zahnmedizin in Sofia studiert, mit 24 begonnen, und bin heute eidgenössisch anerkannter Zahnarzt. Seit Ende 2023 lebe ich in der Schweiz und leite von Bern aus hauptberuflich die Medizinerschmiede. Wenn ich die Zahlen aus Lohnbuch Schweiz 2026 und FMH-Einkommensanalyse neben die deutschen Tarife lege, wird mir jedes Mal klar, wie groß der Unterschied schon im ersten Berufsjahr ausfällt – auch wenn das höhere Schweizer Preisniveau einen Teil davon wieder auffrisst.
In Beratungsgesprächen der Medizinerschmiede erlebe ich regelmäßig, dass Studierende die Schweiz zuerst wegen des Gehalts ins Auge fassen und erst danach nach Sprache, Kanton und Klinikstruktur fragen. Meine Einschätzung: Das ist eine sinnvolle Reihenfolge, solange man die kaufkraftbereinigten Zahlen ernst nimmt und nicht nur auf den Bruttolohn schaut.
Wer sich für ein Medizinstudium mit Blick auf die Schweiz entscheidet, muss den Weg dorthin nicht allein planen. Wir vermitteln dir den Medizinstudienplatz und kümmern uns um die gesamte Bürokratie, mit über 25+ Partneruniversitäten und einem Studium, das NC-frei ist.
Zusammenfassung
Arztgehälter in der Schweiz gehören 2026 zu den höchsten in Europa: Assistenzärzte starten laut Lohnbuch Schweiz 2026 bei rund 7.910 CHF (8.543 €) im Monat, Oberärzte bei rund 9.290 CHF (10.033 €), Chefärzte bei 14.000 CHF (15.120 €) – jeweils 13-mal im Jahr ausbezahlt. Die FMH-Einkommensanalyse bestätigt diese Größenordnung mit Jahreseinkommen von rund 101.000 CHF für Assistenzärzte bis 419.000 CHF für Chefärzte.
Kaufkraftbereinigt mit dem Preisniveau von 142 (Deutschland = 100, BFS/Eurostat 2024) bleibt von diesen Zahlen weniger übrig als der nominale Euro-Betrag suggeriert, ein Assistenzarztgehalt entspricht dann rund 78.200 € deutscher Kaufkraft – immer noch spürbar über dem deutschen Einstiegsgehalt von 74.386 bis 95.615 € im Jahr nach TV-Ärzte/VKA 2026. Wer die eigene Rechnung mit Steuern, Diensten und Wohnort machen will, nutzt dafür den Gehaltsrechner.
Häufige Fragen zum Arztgehalt in der Schweiz
Wie viel verdient ein Assistenzarzt in der Schweiz 2026?
Ein Assistenzarzt verdient in der Schweiz 2026 im ersten Weiterbildungsjahr rund 7.910 CHF brutto im Monat, ab dem zweiten Jahr etwa 8.120 CHF, so das Lohnbuch Schweiz 2026. Der VSAO empfiehlt für das erste Jahr einen Grundlohn von rund 95.000 CHF im Jahr. Zuschläge für Dienste kommen je nach Klinik dazu.
Wie viel verdient ein Oberarzt in der Schweiz 2026?
Ein Oberarzt verdient in der Schweiz 2026 im Schnitt rund 9.290 CHF brutto im Monat laut Lohnbuch Schweiz 2026, das entspricht etwa 120.770 CHF im Jahr. Die FMH-Einkommensanalyse beziffert das durchschnittliche Jahreseinkommen von Oberärzten auf rund 163.000 CHF.
Wie viel verdient ein Chefarzt in der Schweiz 2026?
Ein Chefarzt verdient in der Schweiz 2026 laut Lohnbuch Schweiz 2026 im Schnitt rund 14.000 CHF brutto im Monat, also etwa 182.000 CHF im Jahr. Die FMH-Einkommensanalyse nennt für Chefärzte ein durchschnittliches Jahreseinkommen von rund 419.000 CHF, teils mit variablen Bestandteilen aus Privatpatientenanteilen.
Wie viel Steuern zahlt ein Arzt in der Schweiz?
Die Steuerlast hängt vom Kanton ab, da Bund, Kanton und Gemeinde eigene Sätze erheben. Für einen Oberarzt in Bern mit rund 120.770 CHF Jahresbrutto schätzt die Medizinerschmiede 2026 eine Einkommensteuer von etwa 18.000 bis 20.000 CHF, zusätzlich zu 5,3 % AHV/IV/EO, 1,1 % ALV und rund 8 % BVG-Beitrag.
Wie hoch ist die Kaufkraft eines Schweizer Arztgehalts im Vergleich zu Deutschland?
Die Schweiz hat laut BFS/Eurostat 2024 ein Preisniveau von 142 gegenüber 100 in Deutschland. Ein Schweizer Assistenzarztgehalt von umgerechnet 111.056 € im Jahr entspricht damit rund 78.209 € deutscher Kaufkraft – weiterhin über dem deutschen Einstiegsgehalt von 74.386 bis 95.615 € nach TV-Ärzte/VKA 2026.
Lohnt sich der Wechsel als Arzt in die Schweiz 2026?
Nominal und in vielen Fällen auch kaufkraftbereinigt liegen Schweizer Arztgehälter über deutschen Tarifgehältern, wie der Vergleich von Lohnbuch Schweiz 2026 und TV-Ärzte/VKA 2026 zeigt. Höhere Lebenshaltungskosten, etwa die Krankenkassenprämie von durchschnittlich 465,30 CHF im Monat laut BAG 2026, sollten in die persönliche Rechnung einfließen.
Was Studierende über die Medizinerschmiede sagen
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Über den Autor

Marcel Kloos
Eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und Gründer der Medizinerschmiede
Marcel Kloos gründete die Medizinerschmiede bereits im Auslandsstudium, seither wurden über 500 Studienplätze vermittelt. Der gebürtige Stuttgarter studierte Zahnmedizin von 2015 bis 2021 in Sofia und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.
Heute lebt er in Bern und führt die Medizinerschmiede hauptberuflich als Inhaber.
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