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Ratgeber

Arztgehalt USA 2026: Was Resident, Facharzt und Attending verdienen

Arztgehalt USA 2026: Was Resident, Facharzt und Attending verdienen

06.09.2026

12 Min. Lesezeit

Ärztinnen und Ärzte in den USA verdienen laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026 im Durchschnitt 386.000 $ im Jahr, umgerechnet rund 331.960 € (Kurs 1 $ = 0,86 €, Sommer 2026). Am Anfang der Weiterbildung steht die Residency: Ein PGY1-Resident erhält laut der AAMC Survey of Resident/Fellow Stipends 2024/25 im Schnitt rund 65.000 $ jährlich, umgerechnet etwa 55.900 €. Fachärzte kommen laut Medscape 2026 im Mittel auf 417.000 $ (358.620 €), Orthopädinnen und Orthopäden als eine der bestbezahlten Fachrichtungen auf 611.000 $ (525.460 €).

Dieser Text zeigt, was Ärzte in den USA je nach Ausbildungsstufe und Fachrichtung verdienen, was nach Steuern übrig bleibt und wie viel das Gehalt kaufkraftbereinigt tatsächlich wert ist. Jede Zahl trägt Jahr und Quelle direkt im Satz. Zuletzt geprüft: September 2026. Wer die eigene Netto-Situation durchrechnen will, findet das im Gehaltsrechner für 16 Länder, der nach Position, Erfahrung, Diensten und Kaufkraft rechnet.

Wie viel verdient ein Arzt in den USA 2026?

Ein Arzt in den USA verdient 2026 im Schnitt 386.000 $ brutto im Jahr, laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026 – umgerechnet rund 331.960 € bei einem Kurs von 1 $ = 0,86 €. Die Spanne reicht von rund 65.000 $ für PGY1-Assistenzärzte in der Residency bis über 600.000 $ für gefragte chirurgische Fachrichtungen wie Orthopädie.

PositionMonatsbrutto in $Jahresbrutto in $in Euro (Jahr)
Resident PGY1 (Assistenzarzt-Äquivalent)5.417 $65.000 $55.900 €
Familienmedizin24.000 $288.000 $247.680 €
Primary Care (Durchschnitt)24.833 $298.000 $256.280 €
Alle Ärzte (Durchschnitt)32.167 $386.000 $331.960 €
Fachärzte / Specialists (Durchschnitt)34.750 $417.000 $358.620 €
Orthopädie50.917 $611.000 $525.460 €

Quellen: Medscape Physician Compensation Report 2026; AAMC Survey of Resident/Fellow Stipends 2024/25; Umrechnung mit 1 $ = 0,86 €, Sommer 2026.

Wie viel verdient ein Assistenzarzt in den USA 2026?

Ein Assistenzarzt, in den USA Resident genannt, verdient im ersten Jahr der Weiterbildung (PGY1) laut der AAMC Survey of Resident/Fellow Stipends 2024/25 im Schnitt rund 65.000 $ im Jahr, umgerechnet etwa 55.900 €. Die Residency dauert je nach Fachrichtung drei bis sieben Jahre und ist bundesweit über gemeinnützige Klinikträger organisiert.

Anders als in Deutschland gibt es in den USA kein einheitliches Tarifwerk für Assistenzärzte. Jedes Krankenhaus verhandelt eigene Stipendien, die sich aber am AAMC-Durchschnitt orientieren und mit jedem PGY-Jahr um einige Tausend Dollar steigen. Nachtdienste und Wochenendschichten sind in vielen Programmen mit dem Grundgehalt abgegolten, gesonderte Zuschläge wie in deutschen Tarifverträgen sind unüblich. In Beratungsgesprächen der Medizinerschmiede fragen Absolventen regelmäßig nach, ob sich die Residency finanziell überhaupt lohnt – die Antwort liegt im Blick auf das Facharztgehalt danach, das oft das Drei- bis Fünffache des Resident-Stipendiums erreicht.

Wer in einem teuren Bundesstaat wie Kalifornien oder New York arbeitet, bekommt häufig einen regionalen Zuschlag zum Grundstipendium, weil die Lebenshaltungskosten dort deutlich über dem nationalen Schnitt liegen. In ländlichen Bundesstaaten wie Texas oder Ohio fällt dieser Aufschlag meist geringer aus, dafür sind Miete und Alltagskosten niedriger. Mit jedem weiteren PGY-Jahr steigt das Stipendium in kleinen Schritten, sodass ein Resident im letzten Weiterbildungsjahr laut AAMC-Erhebung 2024/25 oft schon zehn bis zwanzig Prozent mehr verdient als im ersten Jahr. Fellowships, also Zusatzweiterbildungen nach der Facharztprüfung etwa in Kardiologie oder Onkologie, zahlen ähnliche Stipendien wie die späten Residency-Jahre, bevor danach der deutliche Sprung zum vollen Attending-Gehalt folgt.

Wie viel verdient ein Facharzt oder Attending in den USA 2026?

Ein fertig ausgebildeter Facharzt, in den USA Attending genannt, verdient laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026 im Schnitt 417.000 $ im Jahr, umgerechnet 358.620 €. Primary-Care-Ärzte liegen mit 298.000 $ (256.280 €) spürbar darunter, prozedurenstarke Fachrichtungen wie Orthopädie mit 611.000 $ (525.460 €) deutlich darüber.

Ein Chefarzt-Äquivalent existiert im US-System kaum in der deutschen Form. Stattdessen übernehmen erfahrene Attendings Leitungsfunktionen als Department Chair oder Medical Director, meist mit einem Aufschlag von 10 bis 30 Prozent auf das reguläre Facharztgehalt, dazu kommen oft Bonuszahlungen nach Produktivität. Niederlassung in eigener Praxis ist in den USA verbreitet und wird von vielen Fachärzten angestrebt, weil sie zusätzliche Umsatzbeteiligung ermöglicht – laut dem Doximity Physician Compensation Report 2025 verdienen selbstständige Praxisinhaber im Schnitt mehr als angestellte Kollegen in Kliniken, tragen dafür aber auch das unternehmerische Risiko und die Kosten der Malpractice-Versicherung selbst.

Die Malpractice-Versicherung, also die Haftpflichtversicherung gegen Behandlungsfehler, ist ein eigener Kostenblock, der in Deutschland in dieser Höhe unbekannt ist. Je nach Bundesstaat und Fachrichtung liegen die Jahresprämien bei niedrig-risikobehafteten Fächern im niedrigen vierstelligen Dollarbereich, bei Chirurgie oder Geburtshilfe in besonders klagefreudigen Bundesstaaten wie New York oder Florida dagegen deutlich höher. Kliniken übernehmen die Prämie bei angestellten Ärzten meist ganz oder teilweise, niedergelassene Ärzte zahlen sie aus eigener Tasche. Ein weiterer Unterschied zu Deutschland: Boni nach Fallzahlen, Umsatz oder Patientenzufriedenheit machen bei vielen US-Attendings zehn bis dreißig Prozent des Gesamteinkommens aus, während deutsche Tarifgehälter nach TV-Ärzte/VKA weitgehend fix sind.

Wie viel Steuern zahlt ein Arzt in den USA 2026?

Auf ein US-Arztgehalt fallen Bundessteuer, in den meisten Bundesstaaten zusätzlich Landessteuer sowie Sozialabgaben (FICA) an. Die Bundessteuer 2025 arbeitet mit sieben Stufen von 10 bis 37 Prozent, Alleinstehende erhalten einen Standardabzug von 15.000 $ vom zu versteuernden Einkommen. Die Landessteuer schwankt extrem: Texas erhebt 0 Prozent, Kalifornien bis zu 13,3 Prozent auf hohe Einkommen.

Die Sozialabgaben, in den USA FICA genannt, setzen sich aus 6,2 Prozent Social Security bis zu einer jährlichen Beitragsbemessungsgrenze sowie 1,45 Prozent Medicare auf das gesamte Einkommen zusammen; oberhalb von 200.000 $ Jahreseinkommen kommt für Alleinstehende eine zusätzliche Medicare-Steuer von 0,9 Prozent hinzu. Anders als in Deutschland gibt es keine gesetzliche Rentenversicherung im europäischen Sinn, sondern private Vorsorge über Klinikarbeitgeber (401k-Pläne), in die Arbeitgeber häufig einen Teil der Beiträge einzahlen. Krankenversicherung läuft in den USA über den Klinikarbeitgeber, der einen Großteil der Prämie übernimmt, während Angestellte selbst noch Zuzahlungen und Selbstbeteiligungen einplanen müssen, die es in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung so nicht gibt.

Modellrechnung der Medizinerschmiede für einen ledigen Facharzt mit 417.000 $ Jahresgehalt (Medscape 2026) in Texas, wo keine Landessteuer anfällt: Nach Abzug des Standardabzugs von 15.000 $ bleiben 402.000 $ zu versteuerndes Einkommen. Darauf fällt gestaffelt Bundessteuer von rund 110.200 $ an. Dazu kommen FICA-Abgaben von rund 18.900 $ (Social Security plus reguläre und zusätzliche Medicare-Steuer). Es bleiben rund 287.800 $ netto im Jahr, umgerechnet etwa 247.500 €. In Kalifornien würde bei gleichem Bruttogehalt zusätzlich Landessteuer im mittleren fünfstelligen Dollarbereich anfallen, das Nettogehalt läge dort spürbar niedriger. Diese Rechnung ist eine eigene Schätzung der Medizinerschmiede auf Basis der genannten Steuersätze und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Wer die eigene Situation durchrechnen will, nutzt den Gehaltsrechner.

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Was ist das Gehalt in den USA wirklich wert?

Das Preisniveau der USA liegt laut OECD Comparative Price Levels 2024 bei rund 130 Punkten, wenn Deutschland auf 100 gesetzt wird. Ein US-Gehalt kauft also im Schnitt spürbar weniger, als die nominale Euro-Summe vermuten lässt.

PositionJahresbrutto in Euro (nominal)Kaufkraftbereinigt (DE = 100)
Resident PGY155.900 €rund 43.000 €
Primary Care (Durchschnitt)256.280 €rund 197.150 €
Facharzt (Durchschnitt)358.620 €rund 275.860 €
Orthopädie525.460 €rund 404.200 €

Quelle Preisniveau: OECD Comparative Price Levels 2024, USA ≈ 130, Deutschland = 100. Die Kaufkraftbereinigung ist eine eigene Modellrechnung der Medizinerschmiede (Euro-Betrag geteilt durch 1,30). Miete und Krankenversicherung treiben das höhere Preisniveau besonders: In Metropolen wie San Francisco oder New York liegen Mieten oft über dem Doppelten deutscher Großstädte, und private Krankenversicherung ist in den USA für Angestellte zwar meist arbeitgeberfinanziert, aber mit Selbstbeteiligungen verbunden, die es in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland so nicht gibt. Auch Autos, Kinderbetreuung und viele Konsumgüter liegen in US-Großstädten spürbar über deutschen Preisen, während Lebensmittel und Sprit in ländlichen Bundesstaaten teils günstiger sind als in Deutschland – ein Grund, warum das landesweite Preisniveau von 130 Punkten regional stark schwankt.

Wie sind Arbeitszeit, Dienste und Urlaub für Ärzte in den USA im Vergleich zu Deutschland?

Residents in den USA arbeiten laut den Vorgaben des Accreditation Council for Graduate Medical Education (ACGME) bis zu 80 Stunden pro Woche im Durchschnitt über vier Wochen, deutlich mehr als die tariflich vorgesehenen 40 bis 42 Wochenstunden für deutsche Assistenzärzte nach TV-Ärzte/VKA. Attendings verhandeln ihre Wochenstunden individuell mit dem Klinikarbeitgeber, oft zwischen 40 und 60 Stunden je nach Fachrichtung und Praxismodell. Bereitschaftsdienste laufen in vielen US-Kliniken über Schichtmodelle mit festen Übergaben statt über die in Deutschland üblichen 24-Stunden-Dienste, was die einzelne Schicht kürzer, die Gesamtwochenstundenzahl aber wegen häufigerer Wechsel nicht zwingend niedriger macht.

Urlaub ist in den USA gesetzlich nicht garantiert; üblich sind zwei bis vier Wochen bezahlter Urlaub pro Jahr, vertraglich vereinbart. Deutsche Ärzte haben tariflich mindestens 30 Tage Urlaub im Jahr. Ich lebe seit Ende 2023 in der Schweiz und sehe im Austausch mit Ärzten, die zwischen beiden Systemen wechseln, dass viele die planbaren Dienstzeiten und den garantierten Urlaubsanspruch in Europa nach ein paar US-Jahren zu schätzen lernen, auch wenn das Bruttogehalt dort höher ausfällt.

Internationaler Blick: Arztgehalt in den USA im Vergleich zu Deutschland, der Schweiz und den USA

Im internationalen Vergleich liegt das US-Facharztgehalt nominal deutlich über dem deutschen und dem Schweizer Niveau. In Deutschland verdient ein Facharzt nach TV-Ärzte/VKA ab dem 1.6.2026 zwischen 7.552 € und 9.699 € brutto im Monat, ein Assistenzarzt zwischen 5.722 € und 7.355 €, ein Oberarzt zwischen 9.460 € und 10.811 €. Umgerechnet auf ein Jahr entspricht das grob 90.600 € bis 116.400 € für Fachärzte in Deutschland – deutlich weniger als die 358.620 € eines US-Facharztes laut Medscape 2026.

In der Schweiz verdient ein Assistenzarzt im Berufseinstieg laut dem Lohnbuch Schweiz 2026 rund 7.910 CHF im Monat, bei einem Preisniveau von 142 Punkten (Deutschland = 100) eines der teuersten Länder Europas. Die USA liegen mit einem Preisniveau von rund 130 Punkten (OECD Comparative Price Levels 2024) dazwischen: teurer als Deutschland, aber günstiger als die Schweiz. US-Residents verdienen laut Medscape 2026 zwischen 60.000 $ und 80.000 $ im Jahr, umgerechnet 51.600 € bis 68.800 € – nominal ähnlich wie deutsche Assistenzärzte, aber bei deutlich längeren Wochenarbeitszeiten. US-Spezialisten kommen im Schnitt auf 417.000 $ (358.620 €), mehr als das Dreifache eines deutschen Facharztgehalts und auch klar über dem Schweizer Facharztniveau, das sich meist im Bereich von 180.000 bis 250.000 CHF brutto im Jahr bewegt. Rechnet man alle drei Länder kaufkraftbereinigt gegen Deutschland (Preisniveau 100), bleibt die USA mit rund 276.000 € Kaufkraft für Fachärzte klar vor der Schweiz, wo das hohe Preisniveau von 142 Punkten einen guten Teil des nominal hohen Lohns wieder aufzehrt.

Was die Gehaltstabellen für Ärzte in den USA nicht zeigen

Die genannten Durchschnittswerte glätten enorme Unterschiede zwischen Bundesstaaten, Klinikträgern und Stadt versus Land. Ein Facharztgehalt in New York City sagt wenig über das Gehalt im ländlichen Mississippi aus, wo Kliniken teils höhere Löhne zahlen, um überhaupt Personal zu finden. Medscape- und Doximity-Erhebungen basieren zudem auf Selbstauskünften der befragten Ärzte, nicht auf amtlichen Lohnstatistiken wie in einigen europäischen Ländern.

Student Loans sind ein Kostenpunkt, den reine Gehaltstabellen ausblenden: Die durchschnittliche Verschuldung von US-Medizinabsolventen liegt laut AAMC-Erhebungen bei rund 200.000 $ (Stand 2024), die über zehn bis zwanzig Jahre zurückgezahlt wird und das verfügbare Nettoeinkommen gerade in den ersten Berufsjahren spürbar mindert. Wohnkosten variieren ebenfalls stark: Eine Wohnung in San Francisco oder Boston kostet ein Vielfaches dessen, was in Texas oder im Mittleren Westen für vergleichbaren Wohnraum fällig wird. Arbeitssprache im Klinikalltag ist durchgehend Englisch. Auch die Berichtsjahre der zitierten Quellen liegen nicht immer exakt gleichauf: Medscape und Doximity erheben jährlich neu, AAMC-Stipendiendaten werden über das akademische Jahr 2024/25 erfasst, sodass kleinere Verschiebungen zwischen den Erhebungszeiträumen möglich sind.

Wer sich für ein Medizinstudium mit Blick auf die USA interessiert, findet weiterführende Zahlen im Gehaltsrechner und im Leitartikel Arztgehalt 2026: Assistenzarzt, Facharzt, Chefarzt und Praxis im internationalen Vergleich.

Meinung des Autors

Ich habe von 2015 bis 2021 in Sofia Zahnmedizin studiert, mit 24 angefangen, und bin heute eidgenössisch anerkannter Zahnarzt. Seit Ende 2023 lebe ich in der Schweiz und leite von Bern aus hauptberuflich die Medizinerschmiede. Wenn ich mir die US-Zahlen ansehe, sticht für mich vor allem die Spannbreite heraus: 65.000 $ als Resident und 611.000 $ als Orthopäde liegen fast beim Zehnfachen auseinander, eine Dimension, die es in Deutschland oder der Schweiz so nicht gibt.

In Beratungsgesprächen der Medizinerschmiede höre ich oft die Frage, ob sich ein Medizinstudium mit Blick auf ein US-Gehalt überhaupt planen lässt. Meine Einschätzung: Das nominale Gehalt ist beeindruckend, aber Student Loans, Malpractice-Versicherung und ein Preisniveau von rund 130 Punkten gegenüber Deutschland fressen einen guten Teil davon wieder auf. Wer trotzdem in diese Richtung denkt, sollte diese Zahlen als Ausgangspunkt nehmen, nicht als Endergebnis.

Für die meisten unserer Studierenden ist am Ende weniger das Land am Ende der Karriere entscheidend als der erste Schritt: ein Studienplatz. Genau da setzen wir an.

Zusammenfassung

Ärzte in den USA verdienen 2026 im Schnitt 386.000 $ im Jahr, laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026, umgerechnet rund 331.960 €. Residents starten laut AAMC-Erhebung 2024/25 bei rund 65.000 $ (55.900 €), Fachärzte kommen im Mittel auf 417.000 $ (358.620 €), Orthopädinnen und Orthopäden auf 611.000 $ (525.460 €).

Kaufkraftbereinigt (Preisniveau USA ≈ 130, Deutschland = 100, OECD 2024) liegt ein durchschnittliches US-Facharztgehalt bei rund 275.860 € in deutscher Kaufkraft – immer noch deutlich über dem deutschen Facharztniveau nach TV-Ärzte/VKA. Wer die eigene Netto- und Kaufkraftsituation durchrechnen will, nutzt den Gehaltsrechner für 16 Länder.

Häufige Fragen zum Arztgehalt in den USA

Wie viel verdient ein Arzt in den USA im Durchschnitt?

Laut dem Medscape Physician Compensation Report 2026 verdient ein Arzt in den USA im Schnitt 386.000 $ im Jahr, umgerechnet rund 331.960 € (Kurs 1 $ = 0,86 €, Sommer 2026). Primary-Care-Ärzte liegen mit 298.000 $ darunter, Fachärzte mit 417.000 $ deutlich darüber.

Was verdient ein Resident in der US-Weiterbildung?

Ein PGY1-Resident verdient laut der AAMC Survey of Resident/Fellow Stipends 2024/25 im Schnitt rund 65.000 $ im Jahr, umgerechnet etwa 55.900 €. Das Stipendium steigt mit jedem weiteren Weiterbildungsjahr um einige Tausend Dollar.

Welche Fachrichtung verdient in den USA am meisten?

Orthopädie zählt laut Medscape Physician Compensation Report 2026 mit durchschnittlich 611.000 $ im Jahr (525.460 €) zu den bestbezahlten Fachrichtungen. Prozedurenstarke chirurgische Fächer liegen generell über dem Facharztdurchschnitt von 417.000 $.

Wie hoch sind Steuern und Abgaben für Ärzte in den USA?

2025 gilt eine Bundessteuer von 10 bis 37 Prozent gestaffelt nach Einkommen, mit einem Standardabzug von 15.000 $ für Alleinstehende. Hinzu kommen FICA-Abgaben von 6,2 Prozent Social Security und 1,45 Prozent Medicare, sowie je nach Bundesstaat 0 Prozent Landessteuer wie in Texas oder bis zu 13,3 Prozent wie in Kalifornien.

Wie viel ist ein US-Arztgehalt in deutscher Kaufkraft wert?

Bei einem Preisniveau der USA von rund 130 Punkten (Deutschland = 100, laut OECD Comparative Price Levels 2024) ist ein nominales US-Facharztgehalt von 358.620 € kaufkraftbereinigt rund 275.860 € in deutscher Kaufkraft wert.

Lohnt sich die Residency in den USA finanziell?

Trotz des vergleichsweise niedrigen Resident-Stipendiums von rund 65.000 $ (AAMC 2024/25) lohnt sich die Weiterbildung finanziell meist, weil das Facharztgehalt danach laut Medscape 2026 im Schnitt auf 417.000 $ steigt, bei Fachrichtungen wie Orthopädie sogar auf 611.000 $.

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Über den Autor

Marcel Kloos

Eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und Gründer der Medizinerschmiede

Marcel Kloos gründete die Medizinerschmiede bereits im Auslandsstudium, seither wurden über 500 Studienplätze vermittelt. Der gebürtige Stuttgarter studierte Zahnmedizin von 2015 bis 2021 in Sofia und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.

Heute lebt er in Bern und führt die Medizinerschmiede hauptberuflich als Inhaber.

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