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Anamnese

Die Anamnese ist das strukturierte Gespräch, in dem ein Arzt die Krankengeschichte eines Patienten erhebt: aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Familie, Beruf und Lebensgewohnheiten. Sie steht am Anfang jeder Untersuchung und liefert nach klinischer Faustregel bereits rund 70 Prozent der Informationen, die zur Diagnose führen.

griechisch anámnesis = Erinnerung, Wiedererinnerung

Krankengeschichte, Vorgeschichte

medical history, anamnesis

Die Anamnese ist der erste und oft wichtigste Schritt der ärztlichen Diagnostik. Der Arzt erfragt systematisch, was den Patienten führt, seit wann die Beschwerden bestehen, wie sie verlaufen und welche Vorerkrankungen, Operationen, Medikamente und Allergien vorliegen.

Formen der Anamnese

  • Eigenanamnese – der Patient berichtet selbst.
  • Fremdanamnese – Angehörige oder Rettungsdienst berichten, etwa bei Bewusstlosigkeit oder Demenz.
  • Familienanamnese – Erkrankungen in der Verwandtschaft, wichtig bei genetischen Risiken.
  • Sozialanamnese – Beruf, Wohnsituation, Rauchen, Alkohol, Sport.
  • Vegetative Anamnese – Schlaf, Appetit, Gewicht, Stuhlgang, Wasserlassen.

Bedeutung im Medizinstudium

Die Anamnese wird im Medizinstudium schon in den ersten Semestern geübt, meist im Fach Medizinische Psychologie oder in Kursen zur ärztlichen Gesprächsführung. An vielen europäischen Universitäten mit kleinen Gruppengrößen üben Studierende die Anamnese sehr früh direkt am Krankenbett, weil pro Dozent deutlich weniger Studierende betreut werden.

Persönlich begleitet von Zahnarzt Marcel Kloos, vom ersten Gespräch bis zum Berufseinstieg.

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