Fakultätsprofil

I.M. Sechenov First Moscow State Medical University (Moskau)

Die Sechenov-Universität in Moskau unterrichtet Humanmedizin in einem sechsjährigen englischsprachigen Studiengang zu 6.650 EUR pro Semester. Weil Russland nicht zur EU gehört, prüft die zuständige Landesbehörde die Gleichwertigkeit nach Paragraf 3 BÄO; andernfalls folgt die Kenntnisprüfung und dann die Approbation.

Moskau
Russland
Staatlich
M.D.
Kostenlose Studienberatung: Medizin ohne NC
Kurzprofil
Die I.M. Sechenov First Moscow State Medical University geht auf das Jahr 1758 zurück und ist eine der großen staatlichen medizinischen Hochschulen Russlands. Sie bietet Humanmedizin auch als englischsprachigen Studiengang an, das Studium dauert sechs Jahre. Die Gebühr beträgt 6.650 EUR pro Semester, rund 13.300 EUR im Jahr. Über die Zulassung entscheidet eine hochschuleigene Aufnahmeprüfung, Schulnoten sind nicht ausschlaggebend. Russland gehört nicht zur EU, der Abschluss wird in Deutschland deshalb nicht automatisch anerkannt.
1758
Gegründet
Studienplätze pro Jahrgang
12
Regelstudienzeit in Semestern
19000
Studierende gesamt
3000
Betten im Universitätsklinikum
13300
Studiengebühr pro Jahr in Euro

Die I.M. Sechenov First Moscow State Medical University geht auf das Jahr 1758 zurück und zählt zu den ältesten medizinischen Ausbildungsstätten Russlands. Nach den Standortangaben studieren dort über 19.000 Menschen aus 88 Ländern. Der englischsprachige Studiengang Humanmedizin ist am N.V. Sklifosovsky Institute of Clinical Medicine angesiedelt und dauert sechs Jahre. Der Standort ist damit einer der wenigen, an denen ein englischsprachiges Medizinstudium und eine sehr große eigene Klinikstruktur zusammenkommen.

Was die Fakultät ausmacht

Auffällig ist die klinische Substanz. Auf dem Campus liegen 25 Universitätskliniken mit zusammen mehr als 3.000 Betten, dazu kommt ein hoher Anteil robotergestützter Operationssäle. Das ist keine Fakultät, die ihre Studierenden für den klinischen Abschnitt auf externe Häuser verteilen muss. Für dich heißt das Fallbreite: Von der Allgemeinmedizin bis zu spezialisierten Zentren ist vieles auf dem Campus vertreten, und die Wege zwischen Vorlesung und Station sind kurz.

Der Aufbau folgt dem klassischen Muster: zwei vorklinische Jahre, ab dem dritten Jahr Untersuchungskurse und Praktika am Universitätsklinikum, im sechsten Jahr ein durchgehend praktischer Abschnitt, der dem deutschen Praktischen Jahr entspricht. Die Auswahl läuft über eine hochschuleigene Aufnahmeprüfung. Deine Schulnoten spielen dabei keine ausschlaggebende Rolle, es zählt, was du in der Prüfung zeigst. Abgefragt werden naturwissenschaftliche Grundlagen aus der gymnasialen Oberstufe. Einen Numerus clausus gibt es nicht, eine Hochschulzugangsberechtigung ist aber Voraussetzung.

Wo die Grenzen liegen

Die organisatorischen Rahmenbedingungen für ein Studium in Russland haben sich seit 2022 deutlich erschwert. Das betrifft Einreise, Zahlungswege und Planungssicherheit gleichermaßen und gehört ehrlich in jede Abwägung. Hinzu kommt der Wechselkurs: Fakturiert wird in Rubel mit 1.250.000 RUB je Semester, der Eurobetrag schwankt entsprechend. Diese Unsicherheit lässt sich nicht wegplanen, sie gehört als Puffer in die Finanzierung.

Der zweite Punkt ist die Sprache. Unterrichtet wird auf Englisch, ab dem dritten Jahr arbeitest du aber mit russischsprachigen Patienten. Russisch ist damit echter Zusatzaufwand neben einem ohnehin dichten Fachstudium. Und der Abschluss stammt von außerhalb der Europäischen Union: Eine automatische Anerkennung in Deutschland gibt es nicht, auch ein Wechsel an eine deutsche Fakultät gelingt aus dem laufenden Studium nur selten, weil freie Plätze im höheren Fachsemester rar sind und die aufnehmende Fakultät selbst über die Anrechnung entscheidet.

Für wen der Standort passt

Moskau passt, wenn dir klinische Breite wichtig ist, du eine Aufnahmeprüfung der Abiturnote vorziehst und bereit bist, neben Englisch auch Russisch zu lernen. Wer diesen Weg wählt, sollte die erschwerten Rahmenbedingungen und den Umweg über die Gleichwertigkeitsprüfung nüchtern einkalkulieren und die Finanzierung vorher klären, weil eine Förderung nach dem BAföG hier in der Regel entfällt. Ob das zu deiner Planung passt, prüfen wir individuell im kostenlosen Beratungsgespräch.

Zulassung und Finanzen

Aufnahmeprüfung statt Abiturnote

Voraussetzung ist eine Hochschulzugangsberechtigung, in Deutschland das Abitur; einen Numerus clausus gibt es nicht. Über die Zulassung entscheidet eine Aufnahmeprüfung der Universität, abgefragt werden naturwissenschaftliche Grundlagen aus der gymnasialen Oberstufe. Dazu kommen gute Englischkenntnisse, weil auf Englisch unterrichtet wird. Die Teilnahme ist in der Regel komplett online möglich, du musst für die Prüfung nicht nach Moskau fliegen. Weil die Plätze für internationale Studierende begrenzt sind, ist die Prüfung eine echte Auswahl und keine Formalie. Das prüfen wir individuell im kostenlosen Beratungsgespräch.

Fristen

Das Studium beginnt zum Wintersemester, ein Einstieg im Sommersemester ist nicht vorgesehen. Bewirb dich früh im Jahr davor: Das Studienvisum braucht Vorlauf, die Aufnahmeprüfung liegt vor dem Semesterbeginn, und die Plätze für internationale Studierende sind begrenzt. Klappt es in einem Jahr nicht, verschiebt sich der Start um zwölf Monate. Der Jahrgang startet also einmal pro Jahr gemeinsam.

Studiengebühren und Lebenshaltung

Die Gebühr beträgt 6.650 EUR pro Semester, fakturiert werden 1.250.000 RUB. Über zwölf Semester ergibt das rund 79.800 EUR. Weil in Rubel abgerechnet wird, hängt der Eurobetrag am Wechselkurs und kann von Semester zu Semester schwanken; diese Unsicherheit gehört in deine Kalkulation. Einmalig kommen Bewerbung, Studienvisum, Krankenversicherung, Anreise und eine Kaution für die Unterkunft dazu, laufend Lehrbücher und Arbeitsmaterial. Für die Lebenshaltung solltest du 400 bis 700 EUR im Monat einplanen. Lebensmittel, Gastronomie und Nahverkehr liegen unter deutschem Niveau, die Mieten unterscheiden sich je nach Lage deutlich. Eine Förderung nach dem BAföG ist außerhalb der Europäischen Union und der Schweiz in der Regel nicht vorgesehen. Realistisch bleiben Studienkredite, Bildungsfonds, Stipendien und Unterstützung aus der Familie.

Studium und Anerkennung

Aufbau und Unterrichtssprache

Das Studium dauert sechs Jahre. Die Jahre eins und zwei sind vorklinisch, ab dem dritten Jahr beginnt der klinische Abschnitt. Das sechste Jahr ist praktisch ausgerichtet und entspricht dem deutschen Praktischen Jahr. Unterrichtet und geprüft wird auf Englisch, für den Patientenkontakt brauchst du zusätzlich Russisch. Solides Schulenglisch ist eine gute Basis, die medizinische Fachsprache bauen ohnehin alle im ersten Jahr neu auf.

Klinik und Praxis

Ab dem dritten Jahr arbeitest du in Untersuchungskursen und Praktika an den Universitätskliniken auf dem Campus, die zusammen mehr als 3.000 Betten umfassen. Famulaturen kannst du grundsätzlich auch in Deutschland ableisten. Über die Anrechnung entscheidet die zuständige Stelle, deshalb solltest du das früh klären und nicht erst im letzten Studienjahr. Das sechste Jahr ist fast vollständig praktisch ausgerichtet und entspricht in Umfang und Zuschnitt dem deutschen Praktischen Jahr. Der englischsprachige Studiengang ist am N.V. Sklifosovsky Institute of Clinical Medicine angesiedelt.

Anerkennung in Deutschland

Russland ist kein EU-Mitgliedstaat, die Richtlinie 2005/36/EG greift nicht. Die zuständige Landesbehörde prüft deinen Abschluss nach Paragraf 3 BÄO auf Gleichwertigkeit mit dem deutschen Medizinstudium. Wird die Gleichwertigkeit festgestellt, folgt die Approbation; andernfalls legst du die Kenntnisprüfung ab und erhältst danach die Approbation. Für die Zwischenzeit ist eine befristete Berufserlaubnis möglich. Semesterbescheinigungen, Transcript und Curriculum solltest du über die gesamte Studienzeit lückenlos aufbewahren, weil die Behörde genau diese Unterlagen auswertet. Unterlagen nachträglich aus Moskau zu beschaffen, ist erfahrungsgemäß mühsam. In Österreich und der Schweiz gilt ebenfalls eine Prüfung im Einzelfall; für die Schweiz ist die zuständige eidgenössische Stelle Ansprechpartner.

Campus und Leben

Leben in Moskau

Moskau ist die Hauptstadt Russlands und mit über zwölf Millionen Einwohnern eine der größten Städte Europas. Das Metronetz erschließt die Stadt engmaschig und ist vergleichsweise günstig, Lebensmittel und Gastronomie liegen preislich unter deutschem Niveau. Für die Einreise brauchst du ein Studienvisum und ein ärztliches Attest. Die Wege in der Stadt sind lang, das Metronetz macht sie aber planbar und ist dicht getaktet. Ein großer Teil des studentischen Lebens spielt sich auf dem Campus ab, der Kliniken, Institute und Wohnheime bündelt.

Wohnen und Alltag

Viele internationale Studierende starten im Wohnheim, andere teilen sich eine Wohnung; für die Unterkunft wird in der Regel eine Kaution fällig. Die Mieten hängen stark von der Lage ab, zentrumsnah wird es deutlich teurer. Weil das Metronetz dicht ist, kannst du auch etwas außerhalb wohnen und trotzdem schnell an der Universität sein. Im Alltag hilft Russisch beim Einkaufen, bei Behördengängen und beim Anschluss vor Ort – die Rahmenbedingungen sind seit 2022 spürbar anspruchsvoller geworden. Wer sich für Moskau entscheidet, sollte diesen Punkt nüchtern einkalkulieren und nicht auf eine schnelle Änderung setzen.

Häufige Fragen

Wird der Abschluss aus Moskau in Deutschland anerkannt?

Nicht automatisch. Russland gehört nicht zur Europäischen Union, die Richtlinie 2005/36/EG greift deshalb nicht. Die zuständige Landesbehörde prüft nach Paragraf 3 BÄO die Gleichwertigkeit deiner Ausbildung. Fällt sie positiv aus, folgt die Approbation; andernfalls legst du die Kenntnisprüfung ab und erhältst danach die Approbation. Für die Zwischenzeit ist eine befristete Berufserlaubnis möglich.

Wie läuft die Aufnahmeprüfung ab?

Die Universität wählt über eine hochschuleigene Aufnahmeprüfung aus, Schulnoten sind dabei nicht ausschlaggebend. Abgefragt werden naturwissenschaftliche Grundlagen aus der gymnasialen Oberstufe, dazu brauchst du sicheres Englisch. Die Teilnahme ist in der Regel online möglich. Ablauf und Termin ändern sich von Jahrgang zu Jahrgang, deshalb besprechen wir beides im kostenlosen Beratungsgespräch. Einen Numerus clausus gibt es nicht.

Brauche ich Russisch?

Für den Unterricht nicht, für den klinischen Abschnitt schon. Vorlesungen und Prüfungen laufen auf Englisch, ab dem dritten Jahr arbeitest du aber mit russischsprachigen Patienten. Auch im Alltag in Moskau hilft die Sprache spürbar weiter. Das ist echter Zusatzaufwand neben einem ohnehin dichten Fachstudium. Wer früh anfängt, tut sich im dritten Jahr deutlich leichter.

Was kostet ein Semester?

6.650 EUR, fakturiert als 1.250.000 RUB. Über zwölf Semester summiert sich das auf rund 79.800 EUR. Weil in Rubel abgerechnet wird, hängt der Eurobetrag vom Wechselkurs ab und kann schwanken. Dazu kommen Visum, Versicherung, Anreise und Kaution sowie eine Lebenshaltung von 400 bis 700 EUR im Monat. Eine Förderung nach dem BAföG ist hier in der Regel nicht vorgesehen.

Wie praxisnah ist das Studium?

Auf dem Campus liegen 25 Universitätskliniken mit zusammen mehr als 3.000 Betten. Ab dem dritten Jahr arbeitest du dort in Untersuchungskursen und Praktika, das sechste Jahr ist fast vollständig praktisch ausgerichtet. Famulaturen in Deutschland sind möglich, über die Anrechnung entscheidet die zuständige Stelle nach ihren eigenen Regeln. Kläre das früh und nicht erst im letzten Studienjahr.

Partnerstandort der Medizinerschmiede
An diese Universität vermitteln wir Studienplätze. Alle Details zu Bewerbung, Kosten und Betreuung stehen auf der Standortseite.
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Angaben der Hochschule bzw. der Medizinerschmiede, Stand 08/2026; Gebühr in RUB fakturiert, Eurobetrag wechselkursabhängig
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