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Numerus clausus in der Schweiz: EMS, Chancen und Alternativen 2026

Numerus clausus in der Schweiz: EMS, Chancen und Alternativen 2026

03.09.2026

8 Min. Lesezeit

In der Schweiz entscheidet ein einziger Vormittag im Juli über den Medizinstudienplatz: der Eignungstest für das Medizinstudium, kurz EMS. Wer sich bis zum 15. Februar bei swissuniversities anmeldet, bekommt Anfang Juli seinen Testtermin, Ende Juli das Ergebnis und danach zehn Tage Zeit, den zugeteilten Platz anzunehmen. So läuft es seit 1998 an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich.

Die Matura zählt dabei nicht. Nicht die Note, nicht das Schwerpunktfach. Der EMS prüft kein Fachwissen, sondern Konzentration, Merkfähigkeit und schlussfolgerndes Denken. Genau das macht ihn für viele Maturanden zur Wundertüte: Ein starkes Zeugnis garantiert nichts, ein mittleres schliesst nichts aus. Und für alle, die im Juli nicht unter den Besten landen, gibt es einen planbaren zweiten Weg, den wir von der Medizinerschmiede in Bern seit Jahren begleiten.

Warum gibt es in der Schweiz einen Numerus clausus für Medizin?

Die Studienplätze in Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie Chiropraktik sind in der Schweiz begrenzt, weil das Studium teuer ist und die Zahl der klinischen Ausbildungsplätze in den Spitälern nicht beliebig wächst. Übersteigen die Anmeldungen die Kapazität um mehr als 20 Prozent, empfiehlt swissuniversities den Universitätskantonen einen Numerus clausus, und der wird seit 1998 jedes Jahr ausgesprochen. Die rechtliche Grundlage haben die Stimmberechtigten selbst geschaffen: Im Kanton Bern 1997 mit Zweidrittelmehrheit, im Kanton Zürich 1998 mit Dreiviertelmehrheit. Das Bundesgericht hält einen NC für zulässig, solange die Plätze rechtsgleich und ohne Willkür vergeben werden, und dafür ist der EMS das Instrument.

Das Ergebnis: Wer in Bern, Basel, Freiburg oder Zürich Medizin studieren will, kommt am EMS nicht vorbei. In der Romandie läuft es anders. Lausanne, Genf und Neuenburg verzichten auf den Test und selektionieren stattdessen nach dem ersten Studienjahr über die Prüfungen. Das ist ein anderer Weg, kein leichterer.

Wie funktioniert der EMS 2026?

Der EMS ist ein standardisierter Test des Zentrums für Testentwicklung und Diagnostik der Universität Freiburg. Er dauert einen Tag, kostet 200 Franken Teilnahmegebühr und besteht aus mehreren Untertests: Muster zuordnen, medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Schlauchfiguren, quantitative und formale Probleme, Textverständnis, Figuren und Fakten lernen sowie Diagramme und Tabellen. Fachwissen aus der Biologie oder Chemie wird bewusst nicht abgefragt, damit niemand mit medizinischer Vorbildung bevorzugt wird.

Die Zeitachse für das Studienjahr 2026/27 sieht so aus: Anmeldung bei swissuniversities ab Anfang Dezember bis spätestens 15. Februar. Testtag Anfang Juli. Ergebnisse und Platzzuteilung Ende Juli. Annahme des Studienplatzes innerhalb von zehn Tagen. Wer die Frist im Februar verpasst, verliert ein ganzes Jahr, denn Nachmeldungen gibt es nicht. Parallel zur Anmeldung bei swissuniversities verlangt jede Universität eine eigene Online-Bewerbung, in Zürich zum Beispiel zwischen dem 1. Januar und dem 31. März.

Zugeteilt werden die Plätze nach Rangliste: Die besten Testergebnisse bekommen zuerst einen Platz, und zwar an der Universität, die bei der Anmeldung als Erstwunsch angegeben wurde. Ist der Erstwunsch voll, folgt eine Umleitung an einen anderen Standort. Ein Ergebnis knapp unter der Grenze bedeutet: keine Zulassung, kein Nachrücken. Der Test lässt sich im Folgejahr wiederholen.

Wie stehen die Chancen im EMS wirklich?

Die Zahl der Anmeldungen übersteigt die Kapazitäten seit Jahren deutlich, das schreibt swissuniversities in jedem Mantelbericht zum Selektionsverfahren. Grob gesagt bekommt ungefähr jeder dritte Angemeldete einen Platz, je nach Jahr und Disziplin etwas mehr oder weniger. Die Testleistung lässt sich trainieren, das zeigen die Vorbereitungskurse in Bern und Zürich, aber die Rangliste bleibt relativ: Es reicht nicht, gut zu sein, man muss besser sein als zwei Drittel der anderen.

Ich habe selbst mit 24 in Sofia mit dem Zahnmedizinstudium angefangen, nach Umwegen, die ich mir heute gerne erspart hätte. Was ich damals nicht wusste und heute jeden Tag in der Beratung sehe: Der Juli-Test ist ein Zeitpunkt, kein Urteil. Viele meiner Kunden aus Bern, Basel und Zürich haben den EMS zweimal geschrieben, bevor sie sich für einen Studienplatz in Europa entschieden haben, an dem sie heute im dritten oder vierten Studienjahr sind.

Welche Wege gibt es ohne EMS?

Der planbare Weg führt an eine der 25+ Partneruniversitäten der Medizinerschmiede in Europa: Human-, Zahn- und Veterinärmedizin auf Englisch oder Deutsch, ohne Numerus clausus, mit Studienbeginn im Herbst desselben Jahres, in dem der EMS geschrieben wurde. Wer im Juli das Ergebnis bekommt, kann im September oder Oktober in Varna, Pécs, Breslau oder Sofia sitzen. Wir vermitteln dir den Studienplatz und kümmern uns um die gesamte Bürokratie.

Die Studiengebühren liegen je nach Standort zwischen rund 3.500 € und 18.700 € pro Jahr, die Lebenshaltungskosten in Osteuropa bei 500 bis 800 € im Monat und damit weit unter dem Niveau von Bern oder Zürich. Eine Übersicht aller Standorte mit Gebühren steht unter Studiengebühren Medizin Europa, die Standortseiten selbst unter Universitäten.

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Was bedeutet das für Schweizer Maturanden konkret?

Zwei Bewerbungen parallel zu fahren, ist die Strategie, die wir in Bern am häufigsten empfehlen: Anmeldung zum EMS bis 15. Februar und gleichzeitig ein kostenloses Beratungsgespräch bei uns, damit im Juli beide Türen offen stehen. Klappt der EMS, gratulieren wir. Klappt er nicht, beginnt das Studium trotzdem im Herbst, ohne verlorenes Jahr. Wer diesen Plan im Winter aufsetzt, geht entspannter in den Juli, und das merkt man im Test.

Welche Fakultät zu deinem Profil, deinem Budget und deinen Wünschen passt, prüfen wir in der kostenlosen Beratung an unserem Standort in Bern, telefonisch oder per Google Meet. Zuletzt geprüft: September 2026.

Den Numerus clausus für Medizin gibt es in der Schweiz seit 1998 – er greift, sobald die Anmeldezahlen die verfügbaren Studienplätze um mehr als 20 Prozent übersteigen. Konkret bedeutet das: An den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich entscheidet der EMS über die Zulassung, während Lausanne, Genf und Neuenburg erst nach dem ersten Studienjahr selektionieren.

Wer den EMS-Weg gehen will: Anmeldung bei swissuniversities bis 15. Februar, Testtag Anfang Juli, Ergebnis Ende Juli, Annehmen innerhalb von zehn Tagen. Teilnahmegebühr 200 Franken. Der Test prüft kein Fachwissen – die Maturanote spielt keine Rolle.

Wer keinen EMS-Platz bekommt oder gar nicht erst auf diesen Weg setzen will, hat eine klare Alternative: eine der 25+ Partneruniversitäten der Medizinerschmiede in Europa, mit Studienstart noch im selben Herbst.

Weiterlesen: Medizinerschmiede in Bern | Medizin studieren in Österreich | Medizin ohne NC im Ausland

Zählt die Maturanote für das Medizinstudium in der Schweiz?

Nein. An den EMS-Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich entscheidet allein das Testergebnis über die Zulassung. Die Matura ist Voraussetzung für die Anmeldung, wird aber nicht gewertet.

Bis wann muss ich mich für den EMS anmelden?

Bis spätestens 15. Februar bei swissuniversities. Die Online-Anmeldung öffnet Anfang Dezember. Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt.

Kann ich den EMS wiederholen?

Ja, im Folgejahr. Zwischen zwei Versuchen liegt damit ein volles Jahr, das viele für ein Zwischenjahr oder einen direkten Studienstart im Ausland nutzen.

Wird ein Medizinabschluss aus dem EU-Ausland in der Schweiz anerkannt?

Ob und wie ein Abschluss für deine Situation passt, klären wir individuell im Beratungsgespräch. Marcel Kloos hat selbst in Sofia studiert und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.

Wann beginnt das Studium an den Partneruniversitäten?

Im Herbst, meist im September oder Oktober. Wer im Juli sein EMS-Ergebnis bekommt, kann im selben Jahr starten, wenn die Beratung früh genug stattgefunden hat.

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Über den Autor

Marcel Kloos

Eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und Gründer der Medizinerschmiede

Marcel Kloos gründete die Medizinerschmiede bereits im Auslandsstudium, seither wurden über 500 Studienplätze vermittelt. Der gebürtige Stuttgarter studierte Zahnmedizin von 2015 bis 2021 in Sofia und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.

Heute lebt er in Bern und führt die Medizinerschmiede hauptberuflich als Inhaber.

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