Ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie diagnostiziert und behandelt psychische Erkrankungen: Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Schizophrenie, bipolare Störungen, Suchterkrankungen, Demenzen, Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgen. Er kombiniert Gesprächsführung, Psychotherapie, Psychopharmakologie und sozialpsychiatrische Hilfen, beurteilt Eigen- und Fremdgefährdung und arbeitet an der Schnittstelle zu Neurologie, Innerer Medizin und Sozialrecht.
In der Klinik betreust du Stationen von der geschützten Akutpsychiatrie bis zur Psychotherapiestation, führst Einzel- und Gruppengespräche, stellst Medikation ein und stimmst dich täglich mit Pflege, Psychologen, Sozialdienst und Ergotherapie ab. Dienste umfassen Notaufnahme, Krisenintervention und Unterbringungen. In der Praxis dominieren Sprechstunde, Psychotherapie und Langzeitbetreuung mit planbaren Zeiten. Das Fach lebt von Zuhören, Beziehung und interdisziplinärer Teamarbeit. Angehörigengespräche und Kontakte zu Betreuern und Sozialämtern gehören ebenfalls dazu.
Psychische Erkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit, und Patienten warten oft Monate auf einen Termin; der Bedarf an Psychiatern übersteigt das Angebot in fast allen Regionen. Viele Kliniken besetzen Assistenz- und Oberarztstellen nur mit Mühe, Kassensitze sind in ländlichen Gebieten frei. Digitale Gesundheitsanwendungen, Videosprechstunden und KI-gestützte Verlaufsdokumentation entlasten, ersetzen aber nicht das Gespräch. Wer Psychiatrie wählt, hat Planungssicherheit für Jahrzehnte.
60 Monate nach dem Studium, inklusive eines Jahres Neurologie und der integrierten Psychotherapieausbildung. Viele brauchen etwas länger, weil Selbsterfahrung und Supervisionsstunden parallel zur Klinikarbeit laufen.
Ja, und die Nachfrage ist hoch: Patienten warten oft Monate auf Termine. Kassensitze sind besonders außerhalb der Großstädte verfügbar, viele Psychiater kombinieren Sprechstunde und Psychotherapie.
In der Praxis sehr gut planbar, in der Klinik gibt es Dienste mit Kriseninterventionen. Teilzeit ist verbreitet, die körperliche Belastung ist gering, die emotionale sollte man nicht unterschätzen.
Auch ein NC-freies Medizinstudium im EU-Ausland führt zum Ziel: Der Abschluss ist EU-weit anerkannt, du erhältst die Approbation in Deutschland und beginnst dann die reguläre Weiterbildung Psychiatrie und Psychotherapie.
Psychiater verdienen in der Klinik nach den ärztlichen Tarifverträgen; die Praxis bietet planbare Zeiten, aber im Fächervergleich moderate Erträge.
Die Facharztprüfung ist ein Fachgespräch vor der Landesärztekammer, das psychiatrische Fälle, Pharmakotherapie und psychotherapeutische Behandlungsplanung umfasst.