Ein Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie behandelt Erkrankungen der Lunge und der Atemwege: Asthma, COPD, Lungenentzündungen, Lungenfibrose, Schlafapnoe, Tuberkulose und Lungenkrebs. Zu den Patienten gehören Raucher mit chronischer Atemnot ebenso wie junge Asthmatiker, Menschen mit Schlafstörungen oder Patienten nach Covid-19. Neben Lungenfunktionsprüfung und Bronchoskopie gehört die Beatmungsmedizin zum Kern des Fachs, ebenso die Betreuung von Patienten mit Sauerstoff- oder Heimbeatmungstherapie.
In der Klinik arbeitest du auf pneumologischen Stationen, in der Endoskopie und auf Beatmungs- oder Weaning-Einheiten, mit Bereitschaftsdiensten, in denen akute Atemnot und Pneumonien im Vordergrund stehen. Lungenkrebsfälle werden in Tumorkonferenzen mit Thoraxchirurgen und Onkologen besprochen. In der Praxis bestimmen Lungenfunktion, Allergietests, Inhalationsschulung und das Schlaflabor den Tag; die Betreuung von COPD-Patienten ist langfristig und planbar.
Die Pneumologie wächst mit der demografischen Entwicklung: COPD, Lungenkrebs und Schlafapnoe nehmen zu, gleichzeitig ist die Zahl der Pneumologen pro Einwohner in vielen Regionen gering. Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT wird in Deutschland eingeführt und schafft zusätzlichen Bedarf an Bronchoskopien und Befundungen. KI-gestützte Auswertung von CT-Bildern und Lungenfunktionsdaten unterstützt die Diagnostik. Praxissitze mit Schlaflabor sind gefragt, die Nachfolgersuche in ländlichen Regionen läuft bereits.
Sechs Jahre: drei Jahre Innere Medizin und drei Jahre Pneumologie. Wer zusätzlich Schlafmedizin macht, hängt eine Zusatz-Weiterbildung an.
Ja, es gibt deutlich weniger Pneumologen als Kardiologen oder Gastroenterologen, bei steigender Patientenzahl. Weiterbildungsstellen an Lungenfachkliniken und Unikliniken sind gut erreichbar.
Ja, pneumologische Praxen mit Lungenfunktion, Allergologie und Schlaflabor sind etabliert. Viele Inhaber suchen in den nächsten Jahren Nachfolger.
Nach dem Medizinstudium und der Approbation beginnst du die internistische Weiterbildung und spezialisierst dich anschließend auf Pneumologie. Das Studium ist auch NC-frei im EU-Ausland möglich; der Abschluss wird in Deutschland anerkannt.
Pneumologen verdienen in der Klinik leicht über dem internistischen Durchschnitt; die Praxis mit Lungenfunktion und Schlaflabor gilt als solide. Alle Werte sind Bruttojahreswerte.
Die Facharztprüfung ist ein mündliches Fachgespräch vor der Landesärztekammer über pneumologische und allgemein-internistische Fälle.