Chancen-Rechner
Wie hoch ist deine Chance auf einen Studienplatz in Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie? Der Rechner nimmt die echten Auswahlgrenzen von hochschulstart, deine Landesquote, deinen TMS und alle drei Quoten – und sagt dir, wo du stehst.
Rechne deine Zulassungschance aus
Studiengang, Bundesland, Abiturnote, Testergebnis – mehr braucht es nicht. Rechts siehst du sofort, wie du in der Abiturbestenquote, der Zusätzlichen Eignungsquote und im Auswahlverfahren der Hochschulen stehst, Standort für Standort.
Alle vier Studiengänge werden bundesweit über hochschulstart vergeben. Dein Bundesland ist das, in dem du dein Abitur gemacht hast — es entscheidet über deine Landesquote.
Für die Ranglisten zählt nicht die gerundete Note, sondern die Punktzahl deines Zeugnisses auf der 900er-Skala. Wenn du sie kennst, gib sie direkt ein — das ist deutlich genauer.
Note und Punktzahl hängen zusammen: 840 Punkte ergeben eine 1,0. Wer 1,0 hat, kann zwischen 840 und 900 Punkten liegen — und genau dort entscheidet sich die Abiturbestenquote.
Diese Kriterien zählen in der Zusätzlichen Eignungsquote und im Auswahlverfahren der Hochschulen. An einzelnen Universitäten sind sie mehr wert als der halbe Test.
Deine Chance auf einen Studienplatz in Deutschland
0%
–Deine Chance in den drei Quoten
Deine Werte im Verfahren
Deine Chance an jedem einzelnen Standort
| Universität | Plätze | Grenzwert Abibestenquote | Abibestenquote | Eignungsquote | Hochschulverfahren | Gesamt |
|---|
Wie der Rechner rechnet — und was das Verfahren von dir verlangt
Die drei Quoten: 30 – 10 – 60
Von allen Studienplätzen gehen zuerst bis zu 20 % in die Vorabquoten: Härtefall, Zweitstudium, ausländische Bewerber, Sanitätsoffiziere, Landarzt- und ÖGD-Quoten. Was danach übrig bleibt, wird gedrittelt — aber ungleich:
- Abiturbestenquote, 30 %. Reine Rangliste nach der Punktzahl deines Abiturs, getrennt nach den 16 Bundesländern. Deshalb liegt der Grenzwert für Hessen und das Saarland regelmäßig höher als für Bayern oder Schleswig-Holstein.
- Zusätzliche Eignungsquote, 10 %. Hier ist die Abiturnote per Staatsvertrag verboten. Es zählen nur Test, Berufsausbildung, Berufstätigkeit, Dienste und Preise. Das ist die Quote für alle, deren Zeugnis nicht reicht.
- Auswahlverfahren der Hochschulen, 60 %. Jede Universität mischt selbst: Abiturnote plus mindestens ein schulnotenunabhängiges Kriterium — in Humanmedizin sogar zwei, und ein fachspezifischer Studieneignungstest muss dabei sein.
Du stehst automatisch in allen drei Ranglisten. Deshalb rechnet der Rechner deine Chance in jeder Quote einzeln aus und führt sie am Ende zu einer Gesamtchance zusammen.
Warum die Punktzahl wichtiger ist als die Note
In der Abiturbestenquote wird nicht mit der gerundeten Note gerechnet, sondern mit der Punktzahl auf der 900er-Skala. 840 Punkte entsprechen genau einer 1,0 — wer 1,0 im Zeugnis stehen hat, kann aber irgendwo zwischen 840 und 900 Punkten liegen. Genau in diesen 60 Punkten entscheidet sich die Quote.
Die Umrechnung lautet: Punkte = 1020 − 180 × Note. Eine 1,3 sind also 786 Punkte, eine 1,8 sind 696 Punkte. Wenn du deine Punktzahl kennst, stell den unteren Regler direkt darauf — das Ergebnis wird deutlich genauer.
Wie der TMS in Punkte umgerechnet wird
Der TMS liefert einen Standardwert: 100 ist der Durchschnitt aller Teilnehmer, die Streuung beträgt 10. Ein Standardwert von 110 liegt damit etwa auf Prozentrang 84, 120 gehört zu den besten 2 %.
Fast alle Universitäten rechnen nach derselben Formel: Punkte = Gewicht × (Standardwert − 70) ÷ 60. Unter 70 gibt es null Punkte, ab 130 die volle Zahl. Heidelberg und Mannheim rechnen härter: dort zählt nur, was über 100 liegt — (Standardwert − 100) ÷ 30. Ein durchschnittliches Ergebnis bringt dort also gar nichts.
Wichtig für die Planung: Der letzte reguläre TMS läuft im November 2026, der letzte HAM-Nat im September 2026. Ab Frühjahr 2027 gibt es den TMSnat, eine Fusion aus beiden — dafür unbegrenzt wiederholbar. Wie die Hochschulen ihn gewichten und wie lange alte Ergebnisse anerkannt werden, legt jede Universität selbst fest.
Was du neben Note und Test in die Waagschale legen kannst
- Berufsausbildung im Gesundheitswesen. Der stärkste Zusatzhebel. In der Eignungsquote der Charité, der LMU München und in Erlangen sind das 40 % der Gesamtpunkte, in Freiburg 24 von 100.
- Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr im gelernten Beruf, meist zusätzlich zur Ausbildung.
- Dienste ab 11 Monaten: FSJ, FÖJ, Bundesfreiwilligendienst, freiwilliger Wehrdienst. Heidelberg lässt schon mehr als sechs Monate gelten.
- Preise bei Jugend forscht auf Bundesebene oder im Auswahlwettbewerb zu einer Internationalen Olympiade.
Ehrenamtliches Engagement bei Feuerwehr, DLRG, Malteser oder THW zählt an vielen Standorten ab zwei Jahren.
Landarztquote, Härtefall und Zweitstudium
Die Landarztquote gibt es in elf Bundesländern. Sie läuft nicht über hochschulstart, sondern über eine Landesbehörde, mit eigener Frist meist im Frühjahr. Die Abiturnote zählt dort wenig oder gar nicht — Baden-Württemberg gewichtet den TMS mit 60 %, Bayern mit 50 %. Der Preis: zehn Jahre hausärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten Region nach der Facharztweiterbildung, abgesichert durch eine Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro.
Die Härtefallquote umfasst bis zu 2 % der Plätze. Wer anerkannt wird, ist sofort zugelassen — es gibt keine Rangliste. Anerkannt werden nur schwerwiegende gesundheitliche, familiäre oder soziale Umstände mit fachärztlichem Gutachten. Motivation, Praktika oder wiederholte Ablehnungen zählen ausdrücklich nicht.
Beim Zweitstudium entscheidet eine Messzahl aus der Note des Erstabschlusses (1 bis 4 Punkte) und dem Bewerbungsgrund (1 bis 11 Punkte). Wissenschaftliche Gründe bringen am meisten.
Fristen, Ortswünsche und Nachrücken
Fristen: 15. Juli fürs Wintersemester, 15. Januar fürs Sommersemester. Wer sein Abitur vor dem 16. Januar erworben hat, muss fürs Wintersemester schon zum 31. Mai bewerben. Unterlagen gehen zusätzlich postalisch raus.
Ortswünsche: Die alte Regel mit sechs Studienorten stammt aus dem ZVS-System vor 2020 und gilt nicht mehr. Für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie kannst du dich auf beliebig viele Studienorte bewerben. Die Reihenfolge, die du festlegst, steuert nur, welches Angebot du am Stichtag annimmst — sie verbessert deine Chance nicht. Einzelne Hochschulen verlangen für bestimmte Teilquoten allerdings eine hohe Ortspräferenz.
Nachrücken: Bleiben Plätze frei, gibt es das Koordinierte Nachrücken mit einer eigenen, nur dreitägigen Anmeldephase — dafür musst du dich aktiv melden. Ganz am Ende steht das Losverfahren.
Woher die Zahlen kommen — und was der Rechner nicht kann
Die Grenzwerte stammen aus den Auswahlgrenzen, die hochschulstart nach jedem Verfahren veröffentlicht: für Humanmedizin aus dem Wintersemester 2025/26, für Zahnmedizin aus 2025/26, für Tiermedizin und Pharmazie aus 2024/25. In Pharmazie sind die Grenzwerte seither an mehreren Standorten deutlich gefallen — die reale Chance liegt dort eher über dem angezeigten Wert. Die Bewerber- und Platzzahlen kommen vom Statistischen Bundesamt.
Wo eine Hochschule ihre Gewichtung nicht veröffentlicht, rechnet der Rechner mit einem Standardprofil aus Abiturnote, Test und Zusatzkriterien. Wo hochschulstart für ein Bundesland keinen Einzelwert ausweist, ist der Grenzwert aus der veröffentlichten Spanne modelliert — solche Werte sind in der Tabelle mit ≈ markiert. Damit die Summe stimmt, ist das Modell je Studiengang so justiert, dass es über das gesamte Bewerberfeld die tatsächliche Zulassungsquote trifft: rund jeder dritte Medizinbewerber bekommt einen Platz, in Zahnmedizin etwa jeder siebte.
Was der Rechner nicht kann: Grenzwerte schwanken von Semester zu Semester, Auswahlgespräche und Motivationsschreiben lassen sich nicht vorausberechnen, und die Zusammensetzung des Bewerberfelds ändert sich jedes Jahr. Das Ergebnis ist eine belastbare Orientierung — keine Zusage und keine Prognose im juristischen Sinn.
Wenn es in Deutschland nicht reicht
Auf einen Medizinstudienplatz kommen bundesweit rund drei Bewerber, in Zahnmedizin sind es sieben. Zwei Drittel der Bewerber gehen jedes Jahr leer aus — nicht, weil sie ungeeignet wären, sondern weil es die Plätze nicht gibt.
Der zweite Weg führt über das europäische Ausland: Universitäten ohne Numerus clausus, mit einem Abschluss, der in Deutschland und der Schweiz automatisch anerkannt wird. Kein Wartesemester, kein TMS, Start im selben Jahr. Genau dabei begleiten wir dich — von der Auswahl des Standorts bis zur Approbation.
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