Studienplan Malta

Medizinstudium in Valletta: das Curriculum Jahr für Jahr

Zwölf Semester, 360 ECTS, komplett auf Englisch: Hier siehst du, welche Fächer du am MediCampus Europeo in welchem Jahr belegst, wie viele Stunden dahinterstecken und welche Prüfungen bis zum Doctor of Medicine auf dich warten.

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Überblick

Das Medizinstudium am MediCampus Europeo auf einen Blick

Der Studienplan folgt dem Curriculum der staatlichen Trakia-Universität in Stara Sagora, die auch das Diplom ausstellt. Aufgebaut ist er wie an jeder bulgarischen Medizinfakultät: zwei Jahre Grundlagen, dann der Schritt in die Klinik und am Ende ein komplettes Praxisjahr mit Staatsexamen. Der Unterschied in Valletta sind die Gruppen von etwa zehn Studierenden und das Simulationstraining, das schon im ersten Semester beginnt.

Dauer

6 Jahre, 12 Semester

Jedes Studienjahr hat ein Winter- und ein Sommersemester.

Umfang

360 ECTS

Bologna-konform und EU-weit vergleichbar.

Sprache

100 % Englisch

Vorlesungen, Seminare und Prüfungen.

Klinik

Ab dem 3. Jahr

Clerkships an Lehrkrankenhäusern in mehreren europäischen Ländern.

Abschluss

Doctor of General Medicine

Diplom der staatlichen Trakia-Universität, automatisch EU-anerkannt.

Staatsexamen

5 Examina im 6. Jahr

Nach den großen Rotationen des Praktischen Jahres.

Kosten, Anerkennung und das Leben in Valletta findest du auf der Standortseite MediCampus Europeo Valletta.

Curriculum

Der Studienplan Jahr für Jahr

Klappe ein Studienjahr auf, um alle Pflichtfächer mit ECTS und Unterrichtsstunden zu sehen. Dazu kommen Wahlfächer und klinische Praktika, die im offiziellen Studienplan eigene Credits bringen.

1. Studienjahr: Naturwissenschaften und erste Anatomie

Im ersten Jahr legst du das Fundament. Biologie, Chemie und Physik bringen alle auf denselben Stand, Anatomie und Histologie starten schon im ersten Semester. Den größten Block nimmt Englisch ein: Mit 360 Stunden ist es der zeitintensivste Kurs des Jahres, weil später jede Visite und jede Prüfung in dieser Sprache läuft. Latein mit medizinischer Terminologie sorgt dafür, dass du Fachbegriffe verstehst, statt sie nur auswendig zu lernen.

FachECTSStunden
Medizinische Biologie8,5120
Physik4,590
Chemie6,3100
Latein mit medizinischer Terminologie3,460
Anatomie und Histologie I7,7114,5
Zytologie, allgemeine Histologie und Embryologie5,190
Biophysik3,460
Englisch13,9360
Medizinethik2,345
Biochemie I4,975

Prüfungen: Am Ende jedes Semesters prüfst du die abgeschlossenen Fächer, meist schriftlich mit mündlichem Teil. In Anatomie gehört ein praktischer Teil am Modell und Präparat dazu.

2. Studienjahr: Anatomie, Physiologie und Biochemie

Das zweite Jahr ist das anspruchsvollste der Vorklinik. Anatomie und Histologie II mit 200 Stunden und Physiologie mit 210 Stunden bilden das Zentrum, dazu Biochemie II. Du verstehst jetzt nicht mehr nur, wie der Körper aufgebaut ist, sondern wie er funktioniert. Mit Allgemeinmedizin I und medizinischer Psychologie kommt der erste Blick auf den Patienten als Menschen dazu.

FachECTSStunden
Anatomie und Histologie II13,4200
Physiologie12,0210
Biochemie II6,9105
Public Health4,575
Mikrobiologie I3,360
Allgemeinmedizin I3,045
Medizinische Psychologie1,730
Biostatistik1,730
Medical English3,560
Hochschulsport10,0120

Prüfungen: Die Abschlussprüfungen in Anatomie, Physiologie und Biochemie sind die großen Meilensteine der Vorklinik. Wer sie besteht, hat den schwersten Teil des Grundstudiums hinter sich.

3. Studienjahr: Der Einstieg in die Klinik

Mit dem dritten Jahr beginnt die Klinik. Die Propädeutik der inneren Krankheiten, also Anamnese und körperliche Untersuchung, ist mit 240 Stunden das größte Fach. Parallel lernst du allgemeine und operative Chirurgie, Radiologie und die Grundlagen von Pathologie, Pathophysiologie und Pharmakologie. Ab jetzt beginnen die Clerkships an Lehrkrankenhäusern in mehreren europäischen Ländern.

FachECTSStunden
Propädeutik der inneren Krankheiten11,1240
Allgemeine und operative Chirurgie8,1165
Pathophysiologie6,2105
Radiologie und Strahlentherapie6,2105
Allgemeine Pathologie5,7105
Pharmakologie I4,490
Mikrobiologie II4,275
Medizinische Genetik3,460
Neurologie I3,460
Pflegepraktikum2,750
Katastrophenmedizin2,345
Notfallmedizin1,730
Klinische Mikrobiologie0,615

Prüfungen: Zu den Semesterprüfungen kommen jetzt praktische Prüfungen am Patienten, etwa die körperliche Untersuchung in der Propädeutik.

4. Studienjahr: Die großen klinischen Fächer

Das vierte Jahr gehört den großen Fächern. Innere Medizin Teil I mit 255 Stunden und die chirurgischen Krankheiten mit 180 Stunden laufen über das ganze Jahr, dazu Gynäkologie und Geburtshilfe, die erste Pädiatrie und kleinere Disziplinen wie HNO, Augenheilkunde und Neurochirurgie. Hygiene, Umwelt- und Arbeitsmedizin richten den Blick über den einzelnen Patienten hinaus auf die Gesundheit ganzer Bevölkerungsgruppen.

FachECTSStunden
Innere Medizin I10,7255
Chirurgische Krankheiten7,2180
Hygiene, Ökologie und Berufskrankheiten7,0150
Gynäkologie und Geburtshilfe I6,4150
Klinische Pathologie5,7105
HNO-Heilkunde3,690
Augenheilkunde3,575
Neurologie II3,460
Pharmakologie II3,060
Klinische Immunologie2,345
Pädiatrie I2,045
Physiotherapie und Rehabilitation1,845
Neurochirurgie1,730
Dermatologie und Venerologie I1,730

Prüfungen: Viele klinische Fächer schließen mit einer Kombination aus praktischer Prüfung am Patienten, Fallbesprechung und mündlichem Examen ab.

5. Studienjahr: Vertiefung in allen Fachrichtungen

Im fünften Jahr kommt alles zusammen. Innere Medizin II mit 250 Stunden und Pädiatrie II mit 165 Stunden sind die Schwergewichte, dazu Orthopädie, Urologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Psychiatrie, Infektionskrankheiten und Rechtsmedizin. Es ist das letzte Jahr mit regulärem Semesterbetrieb, danach folgt nur noch Praxis.

FachECTSStunden
Innere Medizin II11,0250
Pädiatrie II7,4165
Spezielle Chirurgie4,690
Orthopädie und Traumatologie4,690
Psychiatrie4,075
Rechtsmedizin und Deontologie3,575
Anästhesiologie und Intensivmedizin3,460
Dermatologie und Venerologie II3,460
Klinisches Labor3,060
Infektionskrankheiten3,060
Epidemiologie2,960
Gynäkologie und Geburtshilfe II2,560
Urologie2,345
Allgemeinmedizin II2,030
Klinische Pharmakologie1,230
Medizinische Parasitologie1,230

Prüfungen: Mit den Abschlussprüfungen des fünften Jahres ist der theoretische Teil des Studiums vollständig. Danach wechselst du ins Praktische Jahr.

6. Studienjahr: Praktisches Jahr und Staatsexamen

Das sechste Jahr ist dein Praktisches Jahr. Statt Vorlesungen stehen Rotationen auf den Stationen an: Innere Medizin mit 360 Stunden, Chirurgie mit 330 Stunden, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Hygiene und Infektiologie, Notfallmedizin, Allgemeinmedizin und ein Wahlpraktikum. Nach den fünf großen Rotationen legst du jeweils das zugehörige Staatsexamen ab.

RotationStundenStaatsexamen
Innere Medizin360Ja
Chirurgie330Ja
Gynäkologie und Geburtshilfe180Ja
Pädiatrie180Ja
Hygiene, Epidemiologie, Infektionskrankheiten und Public Health150Ja
Notfallmedizin60Kein Examen
Allgemeinmedizin30Kein Examen
Wahlpraktikum60Kein Examen

Abschluss: Jedes Staatsexamen bringt 3 ECTS, die Rotationen zusammen rund 54 ECTS. Mit dem letzten bestandenen Examen hast du den Doctor of General Medicine in der Tasche.

Prüfungen und Abschluss

So wird geprüft: vom Semesterexamen bis zum Staatsexamen

Das Prüfungssystem folgt dem bulgarischen Modell der Trakia-Universität. Es gibt keine Zwischenprüfung wie das deutsche Physikum. Stattdessen schließt jedes Fach mit einer eigenen Prüfung ab, und am Ende des Studiums stehen fünf Staatsexamina.

1

Semesterprüfungen

Jedes Fach endet mit einer Prüfung in dem Semester, in dem es abgeschlossen wird. Üblich ist ein schriftlicher Teil mit Multiple Choice oder Kurzantworten, danach ein mündlicher Teil bei den Prüfern des Fachs.

2

Praktische Prüfungen

In Anatomie, in den propädeutischen Fächern und in der Klinik wird am Präparat, am Simulator oder am Patienten geprüft. In Gruppen von etwa zehn Studierenden hast du diese Handgriffe bis dahin oft geübt.

3

Anwesenheit

Seminare und Übungen sind Pflicht. Wer regelmäßig dabei ist, erfüllt die Voraussetzung für die Zulassung zur Fachprüfung und lernt den Stoff ganz nebenbei im Semester statt in der letzten Woche.

4

Fünf Staatsexamina

Im sechsten Jahr legst du nach den großen Rotationen die Staatsexamina ab: Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie sowie Hygiene, Epidemiologie, Infektionskrankheiten und Public Health.

Mit allen fünf bestandenen Staatsexamina verleiht dir die Trakia-Universität den Titel Doctor of General Medicine (MD). Das Diplom einer bulgarischen Staatsuniversität fällt unter die automatische Anerkennung der EU-Richtlinie 2005/36/EG, du kannst damit in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Approbation beantragen und frei jede Fachrichtung wählen. Marcel Kloos, Gründer der Medizinerschmiede und eidgenössisch anerkannter Zahnarzt, hat selbst in Bulgarien studiert und kennt dieses Prüfungssystem aus eigener Erfahrung.

Häufige Fragen

Fragen zum Studienplan in Valletta

Ab wann habe ich Kontakt zu Patienten?

Die ersten Handgriffe übst du schon im ersten Studienjahr im Simulationslabor, an Modellen und in kleinen Gruppen. Echte Patienten kommen ab dem dritten Jahr dazu, wenn die Clerkships in den Lehrkrankenhäusern beginnen. Im sechsten Jahr arbeitest du dann fast ausschließlich auf Station.

Muss ich neben Englisch noch eine Sprache lernen?

Nein. Im Studienplan des MediCampus Europeo steht keine weitere Landessprache, unterrichtet und geprüft wird komplett auf Englisch. Das Englischmodul im ersten Jahr und Medical English im zweiten Jahr bringen dich auf das Niveau, das du für Visiten, Fallvorstellungen und Prüfungen brauchst. Wer klinische Abschnitte in anderen europäischen Ländern plant, profitiert zusätzlich von ein paar Worten in der jeweiligen Landessprache.

Wo finden die klinischen Jahre statt?

Ab dem dritten Studienjahr absolvierst du Clerkships an Lehrkrankenhäusern aus dem Partnernetzwerk des MediCampus Europeo in mehreren europäischen Ländern. Du lernst dadurch verschiedene Gesundheitssysteme kennen, was später in jeder Bewerbung um eine Assistenzarztstelle ein Pluspunkt ist.

Wie anspruchsvoll ist das Studium?

Medizin ist überall ein intensives Studium, auch auf Malta. Die gute Nachricht: In Gruppen von etwa zehn Studierenden bleibt niemand unbemerkt zurück, Fragen klärst du direkt im Seminar, und die Pflichtanwesenheit sorgt dafür, dass du den Stoff kontinuierlich lernst statt kurz vor der Prüfung. Wer im ersten Jahr einen festen Lernrhythmus findet, kommt erfahrungsgemäß gut durch.

Wird mir der Abschluss in Deutschland anerkannt?

Ja. Das Diplom Doctor of General Medicine stellt die staatliche Trakia-Universität in Bulgarien aus. Es fällt unter die automatische Anerkennung der EU-Richtlinie 2005/36/EG, eine Gleichwertigkeits- oder Kenntnisprüfung entfällt. Mehr dazu steht auf der Standortseite Valletta.

NC-freies Medizinstudium im Ausland

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