Medizin studieren in China
Amtliche Positivliste des Bildungsministeriums, zuletzt 44 Universitäten mit 3.048 Plätzen.
Auf einen Blick
Die wichtigsten Eckdaten zum Medizinstudium in diesem Land.
Standorte
44 gelistete Universitäten
Studiengebühren
4.200 bis 7.400 USD pro Jahr
Lebenshaltungskosten
350 bis 600 EUR im Monat
Unterrichtssprache
Englisch, Klinik Chinesisch (HSK 4)
Studiendauer
5 Jahre plus Internship
Aufnahmeverfahren
Wird individuell in der kostenlosen Beratung geprüft
Anerkennung
Gleichwertigkeitsprüfung, sonst Kenntnisprüfung
EU-Status
Kein EU-Mitglied
Warum deutsche Bewerber hier studieren
China ist nach Indien der grösste Anbieter englischsprachiger Medizinstudiengänge in Asien. Das chinesische Bildungsministerium führt eine amtliche Positivliste der Universitäten, die das englischsprachige MBBS-Programm für internationale Studierende anbieten dürfen, zuletzt 44 Universitäten mit rund 3.000 Plätzen pro Jahr. Alle anderen Angebote sind nicht zugelassen. Wer nach China geht, sollte ausschliesslich Universitäten von dieser Liste in Betracht ziehen.
Die Hochschulen
Zu den gelisteten Universitäten gehören grosse und renommierte Häuser wie die Fudan University in Shanghai, die Zhejiang University in Hangzhou, die Sun Yat-sen University in Guangzhou, die Wuhan University, die Jilin University, die Sichuan University in Chengdu und die Xi'an Jiaotong University. Sie verfügen über grosse Universitätskliniken mit hohen Patientenzahlen. Die Qualität innerhalb der Liste ist unterschiedlich, die Top-Universitäten sind international konkurrenzfähig.
Für wen China passt
China passt für Bewerber mit Bezug zum Land oder zur Sprache, mit Interesse an Asien und mit der Bereitschaft, Chinesisch auf Niveau HSK 4 zu lernen, das für den klinischen Abschnitt verpflichtend ist. Für das Ziel Approbation in Deutschland ist China ein Umweg mit vollem Anerkennungsverfahren.
Alle Universitäten in diesem Land
Jede Universität mit Studiengängen, Gebühren und Unterrichtssprache – ein Klick führt zur ausführlichen Standortseite.
Was kostet das Medizinstudium hier?
Die Studiengebühren an den gelisteten Universitäten liegen zwischen 4.200 und 7.400 US-Dollar pro Jahr, meist um 30.000 bis 50.000 Yuan. Die Top-Universitäten in Shanghai, Peking und Guangzhou liegen am oberen Rand. Bezahlt wird in Yuan, Wechselkursrisiken sind einzuplanen. Über sechs Jahre summieren sich die Gebühren auf 25.000 bis 45.000 EUR.
Die Lebenshaltungskosten hängen stark von der Stadt ab: 350 bis 600 EUR im Monat. In Shanghai und Peking ist Wohnen teuer, in Wuhan, Chengdu oder Changchun günstig. Die Universitäten bieten Wohnheime für internationale Studierende an, meist 100 bis 250 EUR im Monat. Lebensmittel und Nahverkehr sind sehr günstig.
Über sechs Jahre ergeben sich Gesamtkosten von 55.000 bis 85.000 EUR. Dazu kommen Flüge, Visagebühren und das Anerkennungsverfahren in Deutschland mit ungewissem Ausgang.
Wie läuft die Bewerbung ab?
Welche Fakultät in diesem Land zu dir passt, prüfen wir individuell. Weltweit werden Ärztinnen und Ärzte dringend gebraucht, und für nahezu jedes Profil gibt es einen passenden Weg. In einer kostenlosen Beratung schauen wir uns dein Profil, dein Budget und deine persönlichen Wünsche an und sagen dir konkret, wo wir dich unterbringen können – planbar über unser Partnernetzwerk an medizinischen Fakultäten weltweit.
Wird der Abschluss in Deutschland anerkannt?
China ist kein EU-Mitglied. Ein chinesischer Medizinabschluss fällt nicht unter die automatische Anerkennung der Richtlinie 2005/36/EG. In Deutschland prüft die Landesbehörde die Gleichwertigkeit; bei chinesischen Abschlüssen werden regelmässig wesentliche Unterschiede festgestellt, sodass die Kenntnisprüfung in Innerer Medizin, Chirurgie und einem weiteren Fach abzulegen ist. Dazu kommen Deutsch C1 und die Fachsprachenprüfung.
Voraussetzung ist, dass der Abschluss in China zur Berufsausübung berechtigt. Das ist der heikle Punkt: Der MBBS-Abschluss allein ist in China keine Berufszulassung; dazu braucht es die chinesische Lizenzprüfung, die für Ausländer nur eingeschränkt zugänglich ist. Deutsche Behörden prüfen diesen Punkt, und er hat in der Vergangenheit zu Ablehnungen geführt. Das sollte vor der Einschreibung mit der Landesbehörde des Ziel-Bundeslandes geklärt werden.
Für die Schweiz gibt es keine direkte Anerkennung, der Weg führt über die deutsche Approbation. In Österreich ist eine Nostrifizierung erforderlich, die bei chinesischen Abschlüssen regelmässig mit Ergänzungsprüfungen verbunden ist.
Studium und Alltag vor Ort
Das MBBS-Programm in China dauert fünf Jahre plus ein Jahr Internship, insgesamt sechs Jahre. Die ersten Jahre sind vorklinisch, ab dem dritten Jahr beginnen klinische Kurse, das sechste Jahr ist eine Rotation durch die Universitätskliniken. Der Unterricht läuft auf Englisch, das Bildungsministerium schreibt aber Chinesisch bis zum Niveau HSK 4 vor, weil die Patientenkommunikation im klinischen Abschnitt auf Chinesisch stattfindet. Wer die Sprache nicht ernst nimmt, verliert die klinischen Jahre.
Die Universitätskliniken sind gross und die Patientenzahlen hoch. Das ist der Vorteil des chinesischen Systems: Wer die Sprache beherrscht, sieht in einem Jahr mehr Fälle als anderswo in dreien. Die internationale Studierendenschaft kommt überwiegend aus Indien, Pakistan, Afrika und dem Nahen Osten; Europäer sind selten.
Das Leben auf dem Campus ist reglementiert, die Wohnheime für internationale Studierende sind meist getrennt. Die grossen Städte sind sicher, modern und gut angebunden, mit Direktflügen nach Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Kulturschock ist real und gehört zum Studium dazu.
Häufige Fragen zum Medizinstudium in diesem Land
Braucht man für ein Medizinstudium in China einen NC?
Nein. Die Universitäten verlangen das Abitur mit Biologie und Chemie, Englischkenntnisse und ein Aufnahmegespräch. Die Plätze sind durch das Ministerium kontingentiert.
Was kostet ein Studienjahr in China?
Zwischen 4.200 und 7.400 US-Dollar Studiengebühren, dazu 350 bis 600 EUR Lebenshaltung im Monat.
Wird ein Medizinabschluss aus China in Deutschland anerkannt?
Nicht automatisch. Es folgen Gleichwertigkeitsprüfung und Kenntnisprüfung. Kritisch ist, ob der Abschluss in China selbst zur Berufsausübung berechtigt; das sollte vor der Einschreibung mit der zuständigen Landesbehörde geklärt werden.
Muss man Chinesisch lernen?
Ja. Das Bildungsministerium schreibt HSK 4 vor, und ohne Chinesisch ist der klinische Abschnitt nicht sinnvoll absolvierbar.
Welche Universitäten sind zugelassen?
Nur die Universitäten auf der amtlichen Positivliste des Bildungsministeriums, zuletzt 44. Angebote ausserhalb dieser Liste sind nicht für internationale MBBS-Studierende zugelassen.
Vermittelt die Medizinerschmiede nach China?
Nein. Wir beraten dazu, empfehlen für Bewerber mit dem Ziel Approbation in Deutschland aber unsere Partnerstandorte in Europa.

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