Medizinstudium in Belgien: Wechsel an eine Universität in Europa (EU, EWR und Beitrittskandidaten)
20.09.2026
Medizinstudium von Belgien nach Europa verlegen: das ist die Ausgangslage
Belgien gehört zur EU, und ein Abschluss einer belgischen Universität wird in Deutschland über die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie automatisch anerkannt. Das unterscheidet die Ausgangslage von Studierenden aus Belgien von jenen aus Russland, der Ukraine oder anderen Drittstaaten, wo der Weg zur Approbation über Gleichwertigkeitsprüfung und Kenntnisprüfung nach Paragraph 3 der Bundesärzteordnung führt. Warum wechseln trotzdem Studierende aus dem belgischen Medizinstudium?
Der häufigste Grund ist die Sprache. Das belgische Medizinstudium findet ausschließlich auf Niederländisch oder Französisch statt. Wer das Studium mit einer noch ausbaufähigen Sprachkompetenz begonnen hat, merkt spätestens im klinischen Abschnitt, dass Visiten, Anamnesen und Arztbriefe in einer Sprache, die nicht die eigene ist, auf Dauer eine erhebliche Belastung sein können. Das ist keine Frage der fachlichen Leistung, sondern der Sprache als Werkzeug. Ein englischsprachiges Medizinstudium an einer Partneruniversität in einem anderen europäischen Land löst dieses Problem dauerhaft.
Dazu kommt im frankophonen Teil das INAMI-Kontingentsystem. Die Einschreibung ins erste Studienjahr ist in Wallonien formal für alle EU-Bürger möglich, aber die INAMI-Nummer, ohne die man in Belgien nicht als Arzt praktizieren kann, wird nur in begrenzter Zahl vergeben. Wer das erst im dritten oder vierten Studienjahr vollständig versteht und seinen Berufsweg in Deutschland plant, muss handeln. Ein Wechsel an eine Partneruniversität in einem anderen europäischen Land bedeutet dabei keinen Neustart. Das bereits absolvierte Studium wird nach ECTS bewertet und in das Studienjahr eingestuft, das zu deinem bisherigen Stand passt.
Alle medizinischen Universitäten in Belgien: von jedem dieser Standorte ist der Wechsel nach Europa möglich
Die folgende Übersicht umfasst die medizinischen Universitäten in Belgien, gegliedert nach dem flämischen und dem frankophonen Hochschulsystem. Hinter jedem Eintrag steht dieselbe Aussage: Der Studientransfer an eine unserer 25+ Partneruniversitäten in der EU, im EWR und in den EU-Beitrittskandidatenländern ist über die Medizinerschmiede planbar.
Flämische Universitäten (Niederländischsprachig)
- KU Leuven – Faculteit Geneeskunde: Wechsel nach Europa über uns möglich.
- Universiteit Gent – Faculteit Geneeskunde: Wechsel nach Europa über uns möglich.
- Universiteit Antwerpen – Geneeskunde: Studientransfer nach Europa über uns planbar.
- Vrije Universiteit Brussel (VUB) – Geneeskunde: Studientransfer nach Europa über uns planbar.
- Universiteit Hasselt – Geneeskunde: Wechsel an eine europäische Fakultät über uns möglich.
Frankophone Universitäten (Französischsprachig)
- UCLouvain – Faculté de Médecine et Médecine dentaire: Transfer nach Europa über uns möglich.
- Université de Liège – Faculté de Médecine: Transfer nach Europa über uns möglich.
- Université Libre de Bruxelles (ULB) – Faculté de Médecine: Wechsel nach Europa über uns möglich.
- Université de Namur – Faculté de Médecine: Wechsel nach Europa über uns möglich.
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Wohin der Wechsel führt: 25+ Partneruniversitäten in EU, EWR und Beitrittskandidatenländern
Unsere 25+ Partneruniversitäten liegen in EU-Mitgliedsstaaten, im EWR und in Ländern mit EU-Beitrittskandidatenstatus. Das Studium findet auf Englisch oder Deutsch statt, einen NC gibt es nicht, und die Studiengebühren beginnen bei 250 Euro pro Monat.
Drei Standorte fragen Wechsler aus Belgien besonders häufig nach:
- Foča, Bosnien und Herzegowina (EU-Beitrittskandidat), Medizinische Fakultät der Universität Ost-Sarajevo: einer unserer Kernstandorte, 3.500 Euro Studiengebühren pro Jahr. In der Praxis fällt Foča durch sehr hohe Einstufungen auf, also durch den Einstieg in ein hohes Studienjahr ohne verlorene Semester. Das letzte Studienjahr lässt sich über uns in Deutschland absolvieren.
- Niš, Serbien (EU-Beitrittskandidat): 6.000 Euro Studiengebühren pro Jahr, englischsprachiges Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät Niš.
- MediCampus Europeo, Malta (EU und Eurozone): 14.500 Euro pro Jahr, Studium vollständig innerhalb der EU, auf Englisch.
Dazu kommen Partnerfakultäten in Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und weiteren Ländern. Welcher Standort für dich der richtige ist, hängt von deinem bisherigen Studienverlauf, deinem Budget und deinem Berufsziel ab. Wir sind neutral und empfehlen den Standort, der zu deiner konkreten Situation passt.
Einstufung ins höhere Fachsemester: was aus Belgien angerechnet wird
Die entscheidende Frage bei jedem Studientransfer lautet: Wie viel von dem, was ich an einer belgischen Universität geleistet habe, zählt am nächsten Studienort weiter? Unsere Partnerstandorte ermöglichen in der Regel eine möglichst hohe Einstufung bei keinem oder minimalem Zeitverlust. Die konkrete Entscheidung trifft die aufnehmende Fakultät nach Prüfung deiner Unterlagen.
Was dabei zählt: dein Transcript of Records mit den bestandenen Fächern und den zugehörigen ECTS-Punkten, das Studienjahr, in dem du aktuell stehst, und die Frage, ob noch Prüfungen aus dem laufenden Jahrgang offen sind. Genau das schauen wir uns gemeinsam an, bevor du irgendetwas entscheidest.
Belgische Medizinstudiengänge vergeben ECTS-Punkte nach europäischem Standard. Das erleichtert die Anrechnung an Partneruniversitäten, weil die Grundlage dieselbe ist. Wer zwei oder mehr vollständige Studienjahre abgeschlossen hat, kommt in der Praxis in der Regel gut weg. Wir prüfen jeden Fall individuell in einer kostenlosen Studienberatung.
Der Ablauf in fünf Schritten
- Erstgespräch. Kostenlose Studienberatung von 40 bis 50 Minuten, telefonisch, per Google Meet oder per WhatsApp. Eltern dürfen und sollen gerne dabei sein.
- Unterlagenprüfung. Wir sehen uns deinen bisherigen Studienverlauf an und sagen dir, welche Standorte realistisch sind.
- Standortwahl. Du entscheidest dich für eine Fakultät, wir sagen dir offen, was dort auf dich zukommt.
- Bürokratie. Wir vermitteln dir den Medizinstudienplatz und kümmern uns um die gesamte Bürokratie.
- Studienstart. Du steigst in dem Studienjahr ein, in das du eingestuft wurdest, und studierst in Europa weiter.
Was das Studium in Europa kostet
Die Studiengebühren an unseren Partneruniversitäten beginnen bei 250 Euro pro Monat. Foča liegt bei 3.500 Euro pro Jahr, Niš bei 6.000 Euro, der MediCampus Europeo auf Malta bei 14.500 Euro. Die Lebenshaltung am Westbalkan liegt bei rund 450 bis 500 Euro im Monat.
Zum Vergleich: Belgische Universitäten verlangen von EU-Studierenden etwa 840 bis 960 Euro pro Jahr an Studiengebühren, also weniger als die meisten unserer Partneruniversitäten. Was für viele Wechsler den Ausschlag gibt, ist aber nicht allein der Kostenfaktor, sondern die Studiensprache, das Lehrformat und das Berufsziel. Wer auf Englisch studieren und später in Deutschland als Arzt arbeiten möchte, rechnet die Rechnung anders.
Kostenlose Studienberatung in 40 bis 50 Minuten, auch per WhatsApp
Du kannst dich jederzeit unkompliziert bei uns melden. Am schnellsten geht es per WhatsApp: kurze Nachricht, wir melden uns und stimmen einen Termin ab. Das Gespräch dauert 40 bis 50 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich, und danach weißt du konkret, welche europäischen Fakultäten für dich in Frage kommen und in welches Studienjahr du dort einsteigen könntest.
WhatsApp ist auch dann praktisch, wenn deine Eltern aus einer anderen Stadt dazugeschaltet werden sollen, oder wenn du gerade im Ausland bist und telefonisch schwer erreichbar. Wer lieber klassisch bucht, findet die Termine über unsere Kontaktseite.
Internationaler Blick
Der Wechsel innerhalb Europas ist kein Sonderfall. Aus Frankreich wechseln Studierende nach dem PASS- und LAS-System, das nur einen Teil der Anfänger ins zweite Studienjahr durchlässt, an Partnerfakultäten in Mittel- und Südosteuropa. Aus der Schweiz kommen Wechsler, die am eidgenössischen Physikum oder Propädeutikum nicht weitergekommen sind und in einem anderen europäischen Land einen NC-freien Weg suchen. Aus Österreich wechseln Studierende, die an den Aufnahmetests für österreichische Medizinfakultäten nicht zum Zug gekommen sind und trotzdem in Europa bleiben möchten.
Was diese Wege verbindet: Der Abschluss soll am Ende in Europa liegen, die bisherigen Studienjahre sollen nicht verloren sein, und je früher der Transfer erfolgt, desto mehr Optionen bleiben offen.
Meinung des Autors
Ich habe selbst in Sofia Zahnmedizin studiert und mit 24 angefangen, war also selbst Späteinsteiger. Ich kenne das Gefühl, an einem Punkt zu stehen, an dem das eigene Studium nicht mehr das ist, was es sein sollte, und ich weiß, wie viel Energie es kostet, diesen Punkt überhaupt klar zu benennen.
Bei Wechslern aus Belgien erlebe ich in der Beratung regelmäßig dasselbe Muster: Die Entscheidung, in Belgien zu studieren, war durchdacht. KU Leuven, UCLouvain, ULB oder Universiteit Gent sind Universitäten mit echtem Ruf. Das Problem liegt nicht im akademischen Niveau, sondern in einer Kombination aus Sprache und System, die für Einheimische gemacht wurde. Wer in Belgien mit Niederländisch oder Französisch gestartet ist und jetzt merkt, dass der Klinikalltag eine andere Sprachtiefe verlangt als der eigene Denkapparat, hat nicht versagt. Der hat schlicht etwas erkannt, das früher zu wissen besser gewesen wäre.
Mein Gedanke für alle, die gerade in dieser Situation stecken: Wer nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz zurückwill und dort als Arzt arbeiten möchte, sollte die Frage nach dem Studienort früh klären. Ein Gespräch reicht, um Klarheit zu bekommen, und das kostet nichts. Die Welt braucht mehr Ärztinnen und Ärzte, und der Weg dorthin ist planbarer, als er von innen aussieht.
Fazit
- Von allen neun medizinischen Universitäten in Belgien ist ein Wechsel an eine unserer 25+ Partneruniversitäten in Europa über uns möglich.
- Belgien ist EU-Mitglied, aber das Medizinstudium findet ausschließlich auf Niederländisch oder Französisch statt. Wer auf Englisch studieren möchte, findet bei uns NC-freie Alternativen in der EU, im EWR und in den EU-Beitrittskandidatenländern.
- Foča (3.500 Euro pro Jahr) ist einer unserer Kernstandorte und fällt durch sehr hohe Einstufungen auf, Niš liegt bei 6.000 Euro, Malta bei 14.500 Euro.
- Belgische ECTS-Punkte werden nach europäischem Standard vergeben und erleichtern die Anrechnung bei einem Hochschulwechsel Medizin.
- Ziel ist eine möglichst hohe Einstufung bei keinem oder minimalem Zeitverlust. Jeder Fall wird individuell geprüft.
- Kostenlose Studienberatung von 40 bis 50 Minuten, jederzeit unkompliziert per WhatsApp anfragbar.
Wer aus Belgien wechseln will, sollte vor allem früh handeln. Plätze in höheren Studienjahren sind an jeder Partnerfakultät begrenzt, und wer im Frühjahr anfragt, hat deutlich mehr Optionen als wer erst kurz vor Semesterbeginn kommt. Ein Gespräch von 40 Minuten reicht, um zu wissen, wo du stehst.
Weiterlesen: Studientransfer aus Frankreich | Studientransfer aus Bosnien und Herzegowina | Medizinstudium in Serbien: Wechsel nach Europa | Alle Partneruniversitäten
Häufige Fragen zum Wechsel aus Belgien nach Europa
Kann ich mein Medizinstudium aus Belgien nach Europa verlegen?
Ja. Von jeder medizinischen Universität in Belgien ist ein Wechsel an eine unserer 25+ Partneruniversitäten in der EU, im EWR und in den EU-Beitrittskandidatenländern möglich. Wir prüfen deinen Fall individuell und sagen dir, welche Standorte realistisch sind.
Verliere ich beim Wechsel Studienjahre?
Ziel ist immer eine möglichst hohe Einstufung bei keinem oder minimalem Zeitverlust. Belgische Studienleistungen werden nach ECTS bewertet und entsprechend angerechnet. Wie hoch die Einstufung im Einzelfall ausfällt, hängt von deinem bisherigen Studienverlauf ab und wird von der aufnehmenden Fakultät geprüft.
Wird ein belgischer Medizinabschluss in Deutschland anerkannt?
Ja. Belgien ist EU-Mitglied, und Abschlüsse aus EU-Staaten werden in Deutschland nach der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie automatisch anerkannt. Das gilt für alle staatlichen belgischen Medizinfakultäten, sowohl im flämischen als auch im frankophonen Teil.
Was ist der Unterschied zwischen dem flämischen und dem frankophonen Medizinstudium in Belgien?
Im flämischen Teil (Flandern) regelt der ISAT-Aufnahmetest die Zulassung, das Studium findet auf Niederländisch statt. Im frankophonen Teil (Wallonien) ist die Einschreibung formal offen für alle EU-Bürger, aber die INAMI-Nummer für die spätere Berufsausübung in Belgien wird nur in begrenzter Zahl vergeben. Beide Systeme laufen ausschließlich einsprachig.
In welchem Studienjahr kann ich wechseln?
Ein Wechsel ist aus jedem Studienjahr heraus möglich. Je früher du dich meldest, desto größer ist die Auswahl an Studienplätzen in höheren Semestern, da diese an jeder Partnerfakultät begrenzt sind.
Was kostet das Studium nach dem Wechsel?
Die Studiengebühren an unseren Partneruniversitäten beginnen bei 250 Euro pro Monat. Foča liegt bei 3.500 Euro pro Jahr, Niš bei 6.000 Euro, der MediCampus Europeo auf Malta bei 14.500 Euro. Wir prüfen jeden Fall individuell in einer kostenlosen Studienberatung.
Muss ich für das Studium nach dem Wechsel eine neue Sprache lernen?
Nein. An unseren Partnerstandorten wird auf Englisch oder Deutsch studiert. Wer aus dem niederländisch- oder französischsprachigen belgischen System wechselt, kann also auf Englisch umstellen. An einigen Fakultäten gehören landessprachliche Grundkurse zum Curriculum, weil sie im späteren Klinikalltag hilfreich sind.
Wie melde ich mich bei euch?
Am schnellsten per WhatsApp. Eine kurze Nachricht genügt, danach stimmen wir einen Termin für die kostenlose Studienberatung ab, die 40 bis 50 Minuten dauert. Alternativ geht es über die Kontaktseite per Telefon oder Google Meet.
Kostet die Beratung etwas?
Nein. Die Studienberatung ist kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen deinen bisherigen Studienverlauf und sagen dir, an welchen unserer 25+ Partneruniversitäten ein Studienstart planbar ist.
Was Studierende über die Medizinerschmiede sagen
Über 500 vermittelte Studienplätze an mehr als 25 Partneruniversitäten in über 10 Ländern. Die Erfahrungen unserer Studierenden kannst du unabhängig auf Trustpilot nachlesen.
Über den Autor

Marcel Kloos
Eidgenössisch anerkannter Zahnarzt und Gründer der Medizinerschmiede
Marcel Kloos gründete die Medizinerschmiede bereits im Auslandsstudium, seither wurden über 500 Studienplätze vermittelt. Der gebürtige Stuttgarter studierte Zahnmedizin von 2015 bis 2021 in Sofia und ist eidgenössisch anerkannter Zahnarzt.
Heute lebt er in Bern und führt die Medizinerschmiede hauptberuflich als Inhaber.
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